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Nie mehr auf den letzten Drücker!

Zur Spendung der Krankensalbung

„Kommen Sie bitte ganz schnell, um meinem/r sterbenden Angehörigen die Letzte Ölung zu spenden. Er/Sie ging immer in die Kirche. Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“ - Ängstliche Bitten dieser Art werden häufig an die Priester herangetragen, und gerade im Frechener St.-Katharinen-Hospital ist dies ein häufig geäußerter Wunsch - zumeist unter großem Zeitdruck, kurz vor dem Sterben. Wir möchten Ihnen und Ihren Angehörigen diesen Druck nehmen. Verschieben Sie die Bitte um Spendung dieses Sakramentes nie auf die letzten Augenblicke des Lebens!

(c) Klaus Herzog, www.pfarrbriefservice.de

Krankensalbung statt Letzte Ölung

Für viele ist die Spendung der Krankensalbung mit der Erfahrung verbunden, dass dieses heilige Zeichen früher nur bei akuter Todesnähe als Sterbesakrament gespendet wurde. Das Wort von der „Letzten Ölung“, ohne die ein Sterbender vielleicht nicht in den Himmel kommt, hat vielen Kranken unerträgliche Angst gemacht. Die „Letzte Ölung“ in diesem Sinne gibt es nicht mehr. Die Krankensalbung ist somit nicht nur, wie dies beinahe 1200 Jahre lang die übliche Praxis war, den Sterbenden vorbehalten. Darum gehen wir hier im Katharinen-Hospital so vorsichtig mit diesem Sakrament um. Denn seit den 60er Jahren wird es als „Krankensalbung“ gespendet - zur seelischen und geistigen Stärkung schwer erkrankter Menschen. Die Krankensalbung ist ein Versprechen Gottes an den Menschen: „Ich bin dir nahe, dir ist das Heil, das ewige Leben geschenkt!“ Selbst in den urchristlichen Gemeinden hieß es schon: „Wenn einer von euch krank ist, rufe er die Gemeindevorsteher zu sich. Sie sollen für ihn beten und ihn im Namen Gottes mit Öl salben. Das gemeinsame Gebet wird den Kranken aufrichten.“ (Jakobusbrief 5,14)

Wie geschieht eine Krankensalbung?

Der Ritus der Krankensalbung ist eingebettet in einen kleinen Wortgottesdienst, in dessen Mittelpunkt Schrifttexte und Gebete stehen, die die Zuwendung Jesu zu den Kranken thematisieren. Das, was die diese Texte zum Ausdruck bringen, verdichtet sich in einer schlichten aber eindrucksvollen Symbolhandlung: Zunächst werden dem Kranken schweigend die Hände aufgelegt; dies ist Zeichen der bergenden Nähe Gottes. Anschließend wird die Stirn des Kranken mit Öl gesalbt, danach die Innenflächen der beiden Hände, wobei die Stirn stellvertretend für die Seele des Menschen und die Hände stellvertretend für den Leib stehen. Das Öl ist ob seiner Kostbarkeit ein Zeichen für Gott bzw. Jesus Christus selber. Zur Zeit Jesu wurde Öl auch als Heilmittel für die verschiedensten Krankheiten verwendet. Die Salbung an Stirn und Händen wird somit zu einem aussagekräftigen Symbol für die Heilung an Leib und Seele durch Jesus Christus. So spricht der Priester bei der Salbung von Hände und Stirn folgende Worte:

„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes.
Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf. Amen“

(c) Birgit Seuffert, www.pfarrbriefservice.de

Die Angehörigen beten mit dem Priester für den Kranken. Als Stärkung in schweren Lebenssituationen kann die Krankensalbung auch mehrmals gespendet werden. Sie ist auch möglich vor einer Operation mit ungewissem Ausgang und ebenso bei psychischen Erkrankungen. In diesem Sakrament verdichtet sich die Zuwendung Jesu Christi zu den Kranken, wie er sie praktiziert hat: Jesus hat den Kranken die Hände aufgelegt, er hat sie liebevoll berührt, er hat sie aufgerichtet. Jesus hat seinen Jüngern den Auftrag gegeben, die Kranken mit Öl zu salben, damit sie Stärkung erfahren an Leib und Seele. Durch die Spendung der Krankensalbung wird demjenigen/derjenigen, dessen/deren Leben durch eine Krankheit – welcher Natur sie auch sein mag – existentiell bedroht ist, die zärtliche und mitfühlende Nähe Gottes zugesagt. Gott ist mit dem Menschen auf dem Weg, wohin dieser auch führen mag – sei es aus dieser Welt hinaus oder wieder zurück in den Alltag.


Krankensalbung immer frühzeitig vereinbaren

Die Kirche legt mit Recht Wert darauf, dass die Kranken die Krankensalbung willentlich und bei vollem Bewusstsein empfangen. Deswegen ist es ratsam, schon beizeiten nach einem Priester zu verlangen, der zu einem für den Kranken und dessen Angehörigen passenden Zeitpunkt dieses Sakrament körperlicher, seelischer und geistlicher Stärkung spenden kann.

Wenden Sie sich bitte an diesem Fall an den Rufbereitschaft habenden Priester und machen Sie einen Termin für die Spendung des Sakraments aus.

 

Die Notrufnummer 0 22 34 / 93 69 141 ist täglich von 8.00 – 20.00 Uhr erreichbar.

 

Die zeitliche Einschränkung wurde notwendig, weil die Krankenhausseelsorge seit dem Weggang von Gemeindereferentin Maria Adams nur noch zur Hälfte besetzt ist: Pater Heinz Walter Hammes, Sr. Birgitt Adelfang und Martin Birkhäuser arbeiten jeweils nur mit einem Stellenumfang von 50 % im Frechener Krankenhaus. Eine Nachbesetzung ist zwar geplant, aber bleibt zunächst offen. Die vier Priester (Pfr. Dürig, Pfarrvikar Scherberich sowie die Kapläne Matthäus und Lionetti) sind durch die Arbeit in den acht Gemeinden ebenfalls sehr belastet.

Wir bitten Sie, sich möglichst frühzeitig für das Sakrament der Krankensalbung zu melden, um einen Priester zu einem Schwerkranken zu rufen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Mittun!