Sonntagsgruss des Pfarrers

Sonntagsgruß zum 5. Juli 2026 (14. Sonntag im Jahreskreis)

Guten Tag zusammen,

die 1. Hitzewelle des Jahres 2026 ist vorbei!

Für die deutsche Nationalmannschaft auch die Fußball-Weltmeisterschaft! Vielleicht beginnt der zukünftige Bundestrainer seine Arbeit auf den Kapverden, die gegen Weltmeister Argentinien erst in der Verlängerung besiegt wurden! Alle Achtung, die „Kleinen“ sind nicht mehr klein - und die vermeintlichen Großen…

Ich wünsche uns weiter spannende Spiele, die wir ja entspannt miterleben können!    

Von der Weltbühne in unsere Pfarreiengemeinschaft.  

„In einer Zeit, die von vielen Nachrichten über Krisen, Unsicherheit und Spaltung geprägt ist, ist es ein starkes Zeichen der Hoffnung, wenn junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für Gemeinschaft, Glauben und das Miteinander einzusetzen. Umso mehr freuen wir uns, dass in diesem Jahr 22 neue Messdienerinnen und Messdiener in die Gemeinschaft der Ministranten in Frechen aufgenommen werden.

Die feierliche Einführung findet im Rahmen der Abendmesse am Sonntag, dem 12. Juli, um 18.30 Uhr in St. Severin statt. Gemeinsam möchten wir unsere neuen Messdienerinnen und Messdiener herzlich willkommen heißen, sie für ihren Dienst am Altar segnen und diesen besonderen Moment mit ihnen feiern. Wir laden Sie alle herzlich ein, diesen Gottesdienst mitzufeiern. Lassen wir unsere neuen Messdienerinnen und Messdiener spüren, dass Sie Teil einer lebendigen Gemeinschaft sind, die Sie trägt und begleitet und die sich über Ihr Engagement freut. Wir freuen uns auf eine feierliche Messe und darauf, gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung für unsere Kirche und unsere Gesellschaft zu setzen.“, schreibt ein Leiter in den Pfarrnachrichten.

  • Ich bin gespannt wie viele Messdienerinnen und Messdiener dann am Altar stehen werden!

Auf der Bühne - des trotz hoher Temperaturen voll besetzten - Stadtsaales (mit Ventilatoren) fand am vergangenen Samstag Öztürks „Traumhochzeit“ statt, eine interkulturelle Komödie. Veranstaltet wurde sie vom GIVE e.V. und unterstützt von uns, der katholischen Kirche, als Dankeschön für alle ehrenamtlich Engagierten. Auf humorvolle Weise wurden Deutsche und Türken charakterisiert – auch mit bekannten Klischees, die zum Lachen und zum Nachdenken angeregt haben. So geht Brückenbauen und Miteinander: die Begegnung bedeutet Kennenlernen und damit werden Vorurteile abgebaut!     

Stadtanzeiger/Rundschau haben am 28. Juni einen gut zusammenfassenden und lesenswerten Bericht über die anstehende Fusion in Frechen zum 1.1.2027 veröffentlicht: Acht Pfarrgemeinden fusionieren zu „St. Audomar“. Diesen Artikel finden Sie auf unserer Internetseite www.kirche-in-frechen.de

In dieser Woche gab der Vatikan bekannt, dass in der Messe nur Priester und Diakone predigen dürfen. Ein wichtiges Anliegen nicht nur des Synodalen Weges zur Erneuerung der Kirche, das auch Nicht-Geweihte („Laien“) dies tun dürfen, wurde aus rein kirchenrechtlichen Gründen weggewischt! Chancen für die Glaubensweitergabe werden vertan, Menschen vor den Kopf gestoßen. Wahrlich kein Wunder, wenn sie sich zurückziehen. Warum diese Angst, dass auch Verheiratete und sogar (!) Frauen wertvolle Glaubensimpulse geben können?

Hierzu eine wichtige Stimme aus Köln. Marianne Arndt, engagierte und streitbare Gemeindereferentin bei Pfarrer Franz Meurer in Köln-Vingst und Höhenberg, predigt seit langem in Wort-Gottes-Feiern, in Katechesen – und in Eucharistiefeiern und sagt: „Ich bin enttäuscht".

Ein paar Zitate aus einem Interview mit katholisch.de erläutern dies eindrucksvoll:

„Ich bin enttäuscht und wütend. Ich kann das nicht so stehen lassen, denn wir sogenannten Laientheologen sind ebenso gut ausgebildet wie Priester. Wir haben immer weniger Priester in Deutschland. Und die, die noch da sind, haben immer mehr Pfarreien zu betreuen. Es wäre doch schön und notwendig, wenn pastorale Mitarbeitende sie in ihrem Verkündigungsdienst unterstützen und in den Messen predigen.“

„Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat im Jahr 2020 einen ‚Predigerinnentag‘ ins Leben gerufen. Dabei sind Frauen aufgefordert in den Eucharistiefeiern zu predigen. Das war ein guter Schritt nach vorne. Ich habe jetzt die Sorge, dass durch das Verbot aus Rom manche Bischöfe im voreiligen Gehorsam das wieder zurücknehmen werden.“  

„Viel eher sollten wir eingeladen sein und aufgefordert werden zum Predigtdienst. Mein Pfarrer hat das sehr proaktiv mit unterstützt, dafür bin sehr dankbar. Ich habe das in den vergangenen zehn Jahren so erlebt, dass ich predigen konnte.“

„Für mich ist die Predigt die Auslegung der Heiligen Schrift in Bezug zu unserem alltäglichen Leben. Verkündigung ist auch das, was ich durch mein Leben, meine Haltung und meinen Glauben ausdrücke. Die Leute aus der Gemeinde kennen mich, ich bin als Mutter und Großmutter ein Teil von ihnen.“

„Ich bin an verschiedenen Orten ansprechbar und habe ein offenes Ohr für die Menschen. Das ist für mich ebenso Verkündigung. Gemeinde ist überall dort, wo wir miteinander ins Gespräch über den Glauben kommen. Ich kann nur in den Dialog mit der Gemeinde gehen, wenn ich die Menschen dort kenne und Beziehungen zu ihnen aufbaue. Eucharistie ist Mittelpunkt und Quelle unseres Kircheseins. Wir sind oft fixiert auf die Eucharistie als Ort der Verkündigung, und leider bleibt es nun wieder offiziell nur den geweihten Männern vorbehalten. Wenn ein Priester aber drei Messen am Tag hat und von einer zur anderen fährt, dann ist es so, wie es Bischof Heiner Wilmer in seinem Brief an den Vatikan betonte: Priester reisen viel in den Gemeinden herum und wissen manchmal nicht, was an Themen in den Gemeinden da ist. Darin sehe ich ein großes Problem.“

„Ich habe einige Zeit in Brasilien gelebt. Das war in den 1980er Jahren. Dort sind viele Katechetinnen und Katecheten tätig. Der Priester kommt oft nur ein oder zweimal im Jahr in die Gemeinden, weil diese zum Teil sehr klein sind und weit voneinander entfernt liegen. Alle freuen sich dann, wenn er da ist und predigt. Aber am Abend davor setzt er sich mit der Gemeinde zusammen und hört, welche Themen sie gerade beschäftigt. So kann er passend für die Menschen predigen. Die Erdung der Schrift wird konkreter, je besser man die Gemeinde selbst kennt. Daher sind dort viele Katecheten tätig, die an den anderen Sonntagen die Schrift auslegen, wenn der Priester nicht da ist.“

„Wir verlieren viele Menschen durch solche Verbote.“ - Soweit Marjanne Arndt.

Jesus hat es uns aufgetragen, Zeugen seiner Botschaft zu sein, und die geistliche Vision unseres Erzbischofs trägt auch diesen Titel „Ihr werdet meine Zeugen sein“. Wir sollen doch neue Wege der Evangelisierung gehen… Wenn das ernst gemeint ist, dürfen wir nicht viele Gaben und Fähigkeiten der Getauften und Gefirmten auszugrenzen – und nur auf das sog. „Church planting“ setzen, wo viel Kirchensteuergeld investiert wird!  

Der Vatikan argumentiert mit dem Kirchenrecht. Das Leben ist aber vielfältiger und bunter – soll ich sagen: katholischer?! – als das Kirchenrecht vorgibt!

Ein Diakon darf predigen – und da haben wir gute Erfahrungen in Frechen (!) – und der leitet auch nicht die Messe!

Anderer Gedanke, wahrscheinlich „häretisch“?! - Wenn nur ein „geweihtes Haupt“ die Messe feiern darf und predigen…wäre es dann nicht konsequent, auch Verheiratete und Frauen zu weihen…? Entschuldigung - ein offiziell nicht erlaubter Gedanke!

Der Kongo macht in diesen Wochen Schlagzeilen, zunächst mit der Ebola-Krankheit im Nord-Osten des Landes, nun auch im Fußball. Sie waren – wie Haiti – nach 52 Jahren wieder dabei und sind darauf zu Recht stolz…

Ein anderes Thema des großen afrikanischen Landes steht nicht im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, ob wohl es die ganze Welt angeht – und auch wir persönlich davon profitieren. Ich meine die Rohstoffgewinnung für Handy und andere elektronische Geräte im Heimatland unseres Kaplans Albert Kikalulu. 

MISIIO setzt sich seit einigen Jahren für dieses Anliegen und die ausgebeuteten Menschen ein. „Noch immer liegen über 200 Millionen alte Handys ungenutzt in deutschen Schubladen – und mit ihnen wertvolle Rohstoffe. Seit über zehn Jahren werden an missio alte Mobiltelefone gespendet, damit diese anschließend zertifiziert recycelt werden können. Trotz dieser Sammelaktion und der Petition zur Recyclingwende konnte missio nicht verhindern, dass sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Handys in den deutschen Schubläden von 100 Millionen auf 200 Millionen verdoppelt hat. (…) Elektroschrott ist nicht nur ein Müllproblem. Es geht auch um Umwelt- und Ressourcenschutz, um strategische Souveränität, Sicherheit und globale Gerechtigkeit.

Ein Handypfand trägt dazu bei, illegale Entsorgungen und Exporte zu reduzieren. (…)

Deutschland ist bei vielen Rohstoffen wie seltenen Erden und Edelmetallen stark abhängig von Importen. Dadurch werden in Ländern wie Ghana und in der Demokratischen Republik Kongo Arbeiter in Minen ausgebeutet. Die Rückgewinnung von Rohstoffen trägt somit zur Verhinderung moderner Sklaverei bei.

Indem wir ein Handypfand einführen, können wir die Kreislaufwirtschaft aktiv stärken, damit wertvolle Materialien nicht verloren gehen, sondern zurückgewonnen werden können. So ermöglichen wir einen sinnvollen Umgang mit Ressourcen und schaffen eine solide Basis zur Reduzierung der Abhängigkeit von instabilen Lieferketten, die auch sicherheitspolitisch relevant ist.“ MISSIO bringt eine mögliche Pfandhöhe zwischen 10 bis 25 Euro in die Diskussion ein. Weitere Informationen finden Sie auf www.missio-hilft.de.

  • Wichtig: Aus organisatorischen Gründen können wir in den Frechener Kirchen KEINE Handys sammeln. Sie können Ihr Handy per Post senden! Bitte beachten Sie, dass maximal zwei Handys versendet werden dürfen. Wir weisen darauf hin, dass die alten Smartphones keine Beschädigungen wie auslaufender oder aufgeblähter Akku aufweisen dürfen, weil ansonsten größere Schäden wie Brandgefahr entstehen können. Bitte senden Sie Ihr Handy an: missio Goethestraße 43, 52064 Aachen.

In den vergangenen Jahren haben wir viele Kisten Wachsreste gesammelt, die in der Ukraine zur Herstellung von Büchsenlichtern und Dosenkerzen genutzt wurden und ein wertvolles Zeichen der Solidarität mit dem vom Putin-Regime angegriffenen Landes war. Der Bedarf ist rückläufig, so dass bis auf Widerruf die Sammlung von Kerzenwachsresten eingestellt wird. Aus diesem Grund werden wir in unseren Kirchen in Frechen die Sammlung der Wachsreste beenden!

Papst Leo XIV. besucht am Samstag die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa – und nicht in sein Heimatland, die USA, die an eben diesen 4. Juli ihren 250. Jahrestag der Unabhängigkeit feiert. Dort wird der Papst am Morgen den Friedhof der Insel besuchen, um dort an den Gräbern einiger Migranten Blumen niederzulegen, bevor er am Landungssteg, an dem Bootsflüchtlinge ankommen, eine seinem Vorgänger gewidmete Gedenktafel segnet! Ein tolles und starkes Zeichen - für die Menschlichkeit und Solidarität mit den Schwächsten – und gegen die Machtgier eines geldgierigen Egomanen!

  • Am Mittwoch, 8. Juli, bleiben die Büros in St. Audomar und in Habbelrath wegen einer Systemumstellung geschlossen.
  • Am kommenden Samstag, 11. Juli, feiert St. Mariä Himmelfahrt in Grefrath das alljährliche Pfarrfest. Beginn ist um 14.30 Uhr mit einer Hl. Messe. Anschließend wird im angrenzenden Innenhof und in den Räumen des Pfarrzentrums gefeiert. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen, Waffeln und Eis, leckeren Sachen vom Grill, Gyros und kühlen Getränken gesorgt. - „Hiermit laden wir Sie zu unserem Pfarrfest ein! Feiern Sie mit uns zusammen rund um unsere Pfarrkirche! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“ sagt der Pfarrfestausschuss.
  • Am kommenden Sonntag (12.7.) finden wieder um 11.00 Uhr die Gottesgeschichten mit Reisesegen für Familien mit kleinen Kindern in Heilig Geist statt und die Messe in Königsdorf ist auf dem Schützenplatz anlässlich des Schützenfestes.

Einen Meditationstext habe ich gefunden, der anregen kann, das Sonntags-Evangelium in die Woche zu übersetzen:

  • Schweigen will ich, wenn zu viele reden und den Streit befeuern – damit der Friede wächst.
  • Reden will ich, wenn zu viele reden, ohne zu sagen, was gesagt werden müsste – damit Gerechtigkeit wird.
  • Zurücknehmen will ich mich, wenn zu viele sich in den Mittelpunkt stellen – damit wieder Raum für Vermittlung entsteht.
  • Einbringen will ich mich, wo zu viele Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren, - damit Lösungen sich auftun.
  • Anhalten will ich, wenn alle ihren eigenen Zielen hinterherrennen – damit im Innehalten neue Solidarität entsteht.
  • Weitergehen will ich, wenn viele mutlos stehenbleiben – weil Gott den Schritten der Friedensboten Raum schafft.

 

In diesem Sinn: erholsamen Sonntag für Leib und Seele und eine gute Woche!

Ihr und euer Christof Dürig

 

Matthäus 11,25-30: Ich bin gütig und von Herzen demütig

25 In jener Zeit sprach Jesus:

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,

weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.

26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;

niemand kennt den Sohn, nur der Vater,

und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

28 Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.

29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;

denn ich bin gütig und von Herzen demütig;

und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.

30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.