Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Achim Fink:2026: Wie geht es weiter?

Liebe Gemeinde von St. Sebastianus:
Im Namen des Pfarrgemeinderats wünsche ich Ihnen alles Gute zum Namenstag Ihrer Kirchengemeinde!
Üblich berichte ich Ihnen persönlich in der Messe des Patroziniums über unsere Arbeit im Pfarrgemeinderat.
Dieses Jahr werden wir die Wünsche und den Bericht über unser Wirken als Brief an Sie verfassen, um den Rahmen Ihrer Festmesse nicht „überzustrapazieren“. Daher, vielen Dank, dass Sie sich diese 5 Minuten Zeit zum Lesen nehmen.
Was hat uns im PGR in den letzten 12 Monaten gefordert? Was wird uns in diesem noch jungen Jahr in 2026 herausfordern? Rückblickend hat uns das Jahr 2025 viel abverlangt:
· Entscheidung über eine Anschlussfusion in 2027
· Trauriger Anlass: Tod von Pater Matthäus
· Geänderte Gottesdienstordnung bis September
· Weggang von Kai Schockemöhle und Diakon Gregor Hergarten
· Verstärkung durch Dr. Wolfgang Fey
· Konzept zu Wortgottesfeiern weiter ausgebaut
· Start mit Ausbildung von Leitern für Wortgottesfeiern
· Aufnahme von Wortgottesfeiern am Sonntag in die Gottesdienstordnung
Das Jahr 2026? Das ist das Jahr vor der Fusion
Wir stehen vor einem Wendepunkt in Frechen, etwas „Neues“ entsteht auf dem Fundament von etwas „Bekannten“. Wenn etwas „Neues“ entsteht, wird meist etwas Altes aufgegeben. Das erzeugt Ängste und Unsicherheit und führt letztendlich zu Frust und / oder Enttäuschung.
Das spüren wir zum Teil schon heute, vieles ist für unsere Zukunft in Frechen noch nicht endgültig ausformuliert, wir wissen nur das Geld wird irgendwie weniger und wir als Ehrenamtliche dürfen (müssen) mehr Verantwortung übernehmen. Diese vielen „Unbekannten“ fordern uns als Gremium PGR genauso wie die weiteren Gremien unserer Kirche in Frechen.
Ich bin zuversichtlich, dass wir den Weg der Fusion über die Vernetzung der Gremien meistern werden – denn es geht nur gemeinsam.
Ein gutes Beispiel für Vernetzung: Am 7.1.2026 hatten wir unsere erste PGR-Sitzung in diesem Jahr. Zu Gast waren zwei Vertreter der indischen Gemeinde. Im Austausch haben wir schnell erste Anknüpfungspunkte gefunden, die wir ausbauen können – z.B. im konkreten Fall der Familien- und Jugendarbeit: Hier treffen sich in Frechen junge indische Familien mit ca. 20 Kindern, die gerne eine Anbindung an unsere Gemeinde hätten. Wir haben noch in der Sitzung Telefonnummern ausgetauscht und erste Ideen für eine gemeinsame Zusammenarbeit entwickelt. Wir werden die Arbeit um die indische Gemeinde in Frechen in Sinne von Pater Matthäus fortführen.
Das ist aber nur der Anfang: Unsere große Messdienerschaft ist gleich mit 3 gewählten Vertretern im PGR präsent. Auch hier eine weitere wichtige Schnittstelle zur Jugendarbeit.
Wir haben unsere Möglichkeiten in der übergreifenden Arbeit noch nicht voll ausgeschöpft – ich sehe uns erst am Beginn. Es gibt noch so vieles zu vernetzen.
Mich persönlich beschäftigt noch eine Frage: Haben Sie aufmerksam die Jahresstatistik 2025 in den Pfarrnachrichten vom 11. Januar 2026 gelesen? Sind Ihnen auch die 286 Kirchenaustritte aufgefallen? Ich frage mich warum? Wo konnten wir die 286 Menschen in Frechen nicht erreichen? Sind sie aus Protest oder wegen der Kirchensteuer ausgetreten? Haben Sie eine Idee? Kennen Sie jemanden der ausgetreten ist und etwas zu sagen hat? Ich möchte gerne den Ausgetretenen eine Stimme geben, damit Ihr Protest gehört wird und der Austritt nicht umsonst war. Können Sie mir helfen?
Ich lade Sie ein „Lasst uns unsere Netze über Frechen auswerfen und darauf vertrauen, dass wir diese „voll“ wieder einholen“.
Und wenn nicht, dann dürfen wir uns nicht entmutigen lassen. Wir müssen einfach nur Jesus mit an Bord nehmen, so wie im Lukas Evangelium (5,1–11).
Für Ihre persönlichen Anliegen und Fragen habe ich meine Kontaktdaten für Sie im Pfarrbüro hinterlegt, rufen Sie dort an und wir kommen in Kontakt.
Ihr Achim Fink, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates