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Ökumenische Gemeindepartnerschaft

Ökumene ist das Leben in unserem „gemeinsamen Haus". Die christlichen Kirchen sind wie Geschwister, die in ihrem Elternhaus unterschiedliche Zimmer und Etagen bezogen haben. Manche christlichen Gemeinschaften bleiben lieber für sich, zwischen anderen sind die Türen weit geöffnet, und es gibt regen Austausch beim Gespräch im Treppenhaus, bei der Gartenarbeit und bei gemeinsamen Festen.


Wir sind eine große Hausgemeinschaft im Hause Gottes. Für viele Menschen, egal ob sie Kirchenmitglieder sind oder nicht, ist es mittlerweile unverständlich, dass es noch unterschiedliche Klingelschilder und Wohnungen geben soll. Sind wir nicht schon so eng miteinander verbunden, dass wir nur noch eine Klingel und einen Namen brauchen?

 

Die Pfarrgemeinde St. Sebastianus ist seit dem Jahr 2000 in ökumenischer   Partnerschaft   mit der evangelischen  Christusgemeinde in  Königsdorf verbunden, als eine der ersten von inzwischen über 20 derartigen Gemeindepartnerschaften im Rheinland.

Unsere Selbstverpflichtung: Die Partnerschaftsvereinbarung im Wortlaut

 

Gemeinsame Projekte

In Königsdorf erscheint die ökumenische Kirchenzeitung "Im Team". Sie wird von einem ehrenamtlich arbeitenden Redaktionsteam katholischer und evangelischer Christinnen und Christen erstellt und erscheint zwei Mal im Jahr. Ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiter verteilen die Zeitschrift an alle Haushalte in Königsdorf. Mehr >>>>>

Seit nahezu 50 Jahren sprechen wir – evangelische und katholische Christinnen und Christen – im Rahmen des Ökumenischen Gespräches in Königsdorf intensiv miteinander. Wir lernen beim Hin- und Zuhören, uns gegenseitig besser zu verstehen und erleben im Dialog, wie sich unser eigener Glaube vertieft.

In diesem langen Zeitraum ist das Ökumenische Gespräch Keimzelle und Antriebsfeder für viele gemeinsame Aktivitäten in Königsdorf gewesen – bis hin zur Partnerschaftsvereinbarung im Jahr 2000. Seitdem hat es viele ökumenische Gottesdienste und Veranstaltungen gegeben.

Im Rahmen der Kooperation mit dem Katholischen Bildungsforum Rhein-Erft stellen sich seit einigen Jahren kenntnisreiche Dozentinnen und Dozenten aus unserer Region zur Verfügung, um im Ökumenischen Gespräch theologische Anstöße zu geben, das Gemeinsame aufzuzeigen, aber auch das zu würdigen, was unsere Konfessionen unterscheidet.

Immer wieder bestätigen die Teilnehmenden, wie viel sie in diesen Gesprächen für ihren eigenen Glauben gewinnen. In guter Erinnerung sind auch die Besuche orthodoxer und anderer christlicher Gemeinden in und um Köln.

 

Neue Themenreihe des Ökumenischen Gespräches im Jahr 2022:

Alle Informationen als PDF zum Download

 

Künstliche Intelligenz (KI) – eine Herausforderung an unser Zusammenleben und Menschenbild?!

Das ökumenische Gespräch 2022 lädt ein zu einem kritischen Diskurs über die Entwicklungen Künstlicher Intelligenz und ihrer Bedeutung für unser Zusammenleben. - Digitale Innovationen und insbesondere die sich immer weiter entwickelnde sogenannte „Künstliche Intelligenz“  werden die allgemeine Lebens- und Arbeitswelt prägen.  Der Erwerb digitaler Kompetenzen unter Beachtung von ethischen Grenzen wird ein zentraler Faktor für eine nachhaltige Nutzbarmachung von Potenzialen zukunftsweisender Technologien wie KI sein. Von Menschen geschaffen, können die Systeme künstlicher Existenz in vielerlei Hinsicht mehr als wir Menschen. Ihre Algorithmen bestimmen zunehmend die Wirklichkeit, beherrschen unser Leben und verändern unser Selbst- und Weltverständnis. 

 

12.04.2022 Was ist und kann künstliche Intelligenz? Eine „technische" Hinführung 

Stephan Noller, Gründer/CEO Ubirch, Köln; Calliope gGmbH, Köln

Unter dem Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ verbergen sich unterschiedliche Technologien, die aber alle miteinander eint, dass sie zu enormen Leistungen fähig sind. Mit den modernen Hochleistungsrechnern, mit der Technik des „neuronalen Programmierens“, mit neuen Software Architekturen sind sehr wirkmächtige Instrumente entstanden, die an unterschiedlichen Orten der Gesellschaft Anwendung finden, sei es bei Suchmaschinen, allen Arten der Mustererkennung, Sprachübersetzung, beim autonomen Fahren. Der Vortrag führt in die Grundlinien dieser neuen Technologien ein.

 

14.06.2022: Selbstüberschreitung des Menschen oder Götzendienst. Eine theologische Perspektive

Von Menschen geschaffen, können die Systeme künstlicher Existenz in vielerlei Hinsicht mehr als wir Menschen von Natur aus. Sie verfügen über übermenschliche Kräfte und gewinnen mehr und mehr Macht über den Menschen. Nehmen sie in unserer technischen Welt den Rang von Göttern ein? Und können Menschen mit ihrer Hilfe geradezu göttliche Qualitäten gewinnen? Überschreitet sich der Mensch zum Gottmenschen (Homo deus)? Oder besteht die Gefahr, dass wir Götzen anbeten und darüber unsere Menschlichkeit verlieren?

Johannes von Lüpke ist Professor im Ruhestand. Nach Jahren des Pfarrdienstes in der Hannoverschen Kirche hat er von 1995–2017 Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal gelehrt und im Theologischen Ausschuss der rheinischen Kirche mitgearbeitet. 

 

09.08.2022: Darf ich Sophia abschalten? Vom rechtlichen und moralischen Status virtueller Personen

Sophia war auf dem Cover der Illustrierten Elle. Sie ist Vertreterin bei den Vereinten Nationen und Studiogast in diversen Talkshows. Man könnte sagen: Sophia ist eine Person des öffentlichen Lebens. Außerdem ist Sophia ein Roboter. Sophia wird einem kaum zufällig auf der Straße begegnen, wohl aber ihre entfernten Verwandten: Selbstfahrende Autos, Sprachassistent:innen und Tradingalgorythmen werden in unserer Gesellschaft zunehmend selbstverständlich, übernehmen Funktion und Aufgaben von Menschen und treten mit ihnen in Interaktion. Spätestens wenn diese Interaktionen scheitern, stellt sich uns die Frage nach der Verantwortung der beteiligten Personen. Aber kann man bei einem Roboter überhaupt von einer Person sprechen? Der Vortrag geht dieser Frage nach und schlägt verschiedene Lösungen für den moralischen und juristischen Bereich vor.

Lukas Brand ist katholischer Theologe und KI-Forscher. Als Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionsphilosophie & Wissenschaftstheorie an der Ruhr-Universität Bochum forscht und lehrt er zu Fragen der digitalen Anthropologie und Ethik der KI, zur Virtualität und zu künstlichen Personen. In diversen Vorträgen und Artikeln macht er seine Forschung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. In seinem Buch „Künstliche Tugend“ behandelt Brand die Frage, ob Maschinen moralisches Verhalten lernen können.

Termin verpasst? Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist über den folgenden Link als Download (mp4, 7,5 GB) erhältlich: Download

 

 *** Neuer Termin: 27.09.2022!*** Gesellschaftliche Implikationen Künstlicher Intelligenz – Herausforderungen und Chancen für das soziale Miteinander
Diese Veranstaltung war ursprünglich vorgesehen für den 10.05.2022

Dr. Katharina Gerl, Institute Internet and Democracy , Düsseldorf 

Bereits heute spielt Künstliche Intelligenz in vielfältiger Weise eine Rolle im Alltag. Sei es im Beruf, bei der Information und Kommunikation über soziale Medien oder andere digitale Kanäle, bei der Partner:innensuche, in der Medizin oder beim Einkaufen im Internet. In all diesen und weiteren Bereichen nimmt die Bedeutung algorithmisch unterstützter Prozesse und Entscheidungen zu. Die gesellschaftlichen Implikationen dieser Bedeutungszunahme nimmt der Vortrag in den Blick und informiert über Herausforderungen und Chancen für das soziale Miteinander.

 

Neue Reihe ab September: 

Kirche träumen - Ökumenisches Bibelgespräch zur Apostelgeschichte

Im Herbst nehmen wir das Ökumenische Bibelgespräch in Königsdorf wieder auf. Unter dem Titel „Kirche träumen“ begeben wir uns mit Texten aus der Apostelgeschichte in die Zeit der Anfänge der Kirche. Dabei hoffen wir auf inspirierende Impulse und Gespräche für den zukünftigen Weg unserer Gemeinden. Offen für jede und jeden Interessierten treffen wir uns jeweils dienstags um 19.30 im Gemeindesaal an der Christuskirche in Königsdorf.

„Gemeinsam“ (Apg 4,32-37) am 13. September mit Pfr. Christoph Nötzel

„Füreinander“ (Apg 6,1-7) am 11. Oktober mit Bettina Straetmanns, kath. Gemeindereferentin

„Mit dem Heiligen Geist“ (Apg 8,4-25) am 8. November mit Pfr. Christof Dürig

„Über alle Grenzen hinweg“ (Apg 9,36-3) mit Pfr. Dr. Benjamin Härte

Für Januar und Februar ist eine Fortsetzung geplant - aber noch nicht konkretisiert.

 

Die Gesprächsabende finden jeweils dienstags um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Königsdorf, Pfeilstraße 40 statt.

In Trägerschaft der Evangelischen Christusgemeinde Brauweiler-Königsdorf, des Katholischen Pfarreienverbandes Frechen, des Katholischen Bildungsforums Rhein-Erft, der Ev. Melanchthon-Akademie Köln und der Evangelischen Akademie im Rheinland, Bonn 

 

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- ein Zeichen für Verbundenheit und Zusammengehörigkeit in Zeiten der sozialen Distanz. Mehr als 1600 Stoffstücke sind in den Monaten der Pandemie gehäkelt und gestrickt und schließlich zusammengefügt worden. Auch "katholische" Hände waren beteiligt. Ein Zelt der Begegnung, das uns wieder zusammenführen soll. Kurz vor Weihnachten wurde es an der Christuskirche aufgestellt. Es soll nach und nach überall dorthin kommen, wo die Gemeinden sich treffen. Wie alles anfing und wie es geworden ist, erzählt Pfarrer Thaddäus Ochs in einem Film