Heilig-Geist
Heilig-Geist

Pfarrei Heilig-Geist, Frechen-Bachem

Bereits 867 gab es in Bachem eine Kirche; 1310 werden zwei Kirchen erwähnt. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts sind die Pfarrer von Ober- und Unterbachem namentlich überliefert. 1731 wurde die heutige St. Mauritiuskirche am Rand von Oberbachem erbaut.

Pfarrkirche Heilig-Geist, Frechen-Bachem

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist Bachem schnell gewachsen. Deshalb wurde die Heilig-Geist-Kirche 1960 in der Mitte des Ortes errichtet, nahe beim barocken Pfarrhaus von 1738.

Die Heilig-Geist-Kirche wurde nach den Plänen von Stadtbaurat a. D. Otto Bongartz (1895-1970), Köln, 1960 erbaut und 1962 geweiht. Der nahezu quadratische Gemeinderaum mit seinem zeltartigen Dach ist ganz auf den großen Altar ausgerichtet. Über dem Altar hängt ein mit Bergkristallen geschmücktes Kreuz mit einem Kruzifixus von Hanns Rheindorf (1902‒1982), der schlichtere Bruder des feuervergoldeten Kruzifixes von St. Audomar.

Geprägt ist der Kirchenraum von dem 21x7 m großen Fenster auf der Nordseite „Der reiche Fischfang“ von Paul Weigmann (Opladen, 1962). 
Von ihm stammen auch das große Heilig-Geist-Fenster auf der Orgelbühne und die Fenster im unteren Raum des neben der Kirche stehenden Turms. Mit den Fischdarstellungen weisen diese Fenster auf die Verbundenheit mit Jesus Christus in der Taufe hin, denn früher war dieser Raum die Taufkapelle.

Im rechten Seitenschiff, das als Werktagskapelle dient, hat die barocke Madonna mit Kind ihren Platz gefunden, die im vorigen Jahrhundert den Hochaltar der Mauritiuskirche schmückte.

Eine Figur des heiligen Apostels Judas Thaddäus von Paul Gisbert Rautzenberg (1899‒1969) wurde an dem Pfeiler zum Kirchenraum aufgestellt.

St. Mauritius, Frechen-Bachem

Schon wenn man von der Autobahn kommt und nach Bachem hineinfährt, sieht man die alte Bachemer Pfarrkirche St. Mauritius. Sie bildet gemeinsam mit der rechts liegenden Burg und dem links liegenden Mahlweiher mit der Kapelle den wohl schönsten Teil des alten Burgortes. Bachem wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. St. Mauritius wurde 1721 als schlichter Saalbau errichtet. 1935 wurde der Glockenturm mit seiner markanten Dachhaube erbaut. Darin befindet sich noch eine Glocke aus dem 14. Jahrhundert, die „Allen Heiligen“ geweiht ist und bis auf den heutigen Tag die Bachemer Bevölkerung zum Gottesdienst ruft. Die Glocke selbst stammt aus der in napoleonischer Zeit säkularisierten und später abgerissenen Kölner Kirche St. Maria ad Gradus.

Der barocke Hochaltar mit den beiden Kirchenpatronen Mauritius und Wimarus und dem kleinen Rokoko-Kreuz in der Mitte wurde nach den Zerstörungen in den 60ger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den 80ger Jahren wiederhergestellt.

Auf Konsolen stehen Figuren von Mauritius und Wimarus, Johannes Nepomuk und Laurentius

Im Vorraum des Turmes steht das romanische Taufbecken aus dem 12./13. Jahrhundert und in einer Wandnische eine kleine Barockfigur der Schmerzensmutter.

Diese Kirche ist vielen Bachemern lieb und teuer und wird für Gottesdienste im Familienkreis sowie die Schulgottesdienste genutzt.