18 Jahre Pfarreiengemeinschaft Frechen:Pfarrer Dürig: Danke für unermüdlichen Einsatz

Liebe Gemeindemitglieder in Frechen, liebe Leserinnen und Leser,
was war am 1. November 2008? Klar: Das Hochfest Allerheiligen - mit Gottesdiensten, Friedhofsgang und Gräbersegnung.
Ja, und das ist das Besondere: Es war der Beginn der Pfarreiengemeinschaft Frechen, die wir mit kleinen Kerzen und dem Motto „Licht für Frechen“ begonnen haben. Seitdem begleitet uns das Logo – Facettenkreuz mit den acht farbigen Quadraten als Symbol für die acht Gemeinden als Erkennungszeichen für die „Kirche-in-Frechen“: Christus ist unsere Mitte.
Danke für 18 Jahre
Aus den vier „Doppelpfarreien“ (St. Audomar/St. Maria Königin, St. Sebastianus/ St. Ulrich, St. Severin / Heilig Geist und St. Antonius/St. Mariä Himmelfahrt) mit jeweils einem Pfarrer (Hans-Günther Korr, der an diesem Tag nach Neuss wechselte, Wolfgang Scherberich, Thomas Wolff und Christof Dürig) und kleinen Teams wurde ein Seelsorgeteam für alle Gemeinden (zusammen mit P. Matthäus, P. Elex, Gregor Hergarten, Alexander Daun, Ute Hintzen, Hartmut Engbroks). Die acht Kirchenvorstände wählten (ehrenamtliche) geschäftsführende Vorsitzende, die praktisch die Leitung übernahmen (auch wenn ich als der „Leitende Pfarrer“ rechtlich immer der Vorsitzende geblieben bin). 2009 wurde dann ein Pfarrgemeinderat gewählt und vor Ort bildeten sich ergänzend dazu Ortsausschüsse.
Für die 18 Jahre sage ich persönlich - aber auch im Namen der Gemeinden – HERZLICHEN DANK – für die mit großem, unermüdlichem Einsatz geleistete Arbeit, die mit ungezählten Stunden freiwilligem Engagement gefüllt wurden – in den Kirchenvorständen, im Kirchengemeindeverband, im PGR und den Orts- und Sachausschüssen! Dieser aufrichtige Dank gilt darüber hinaus dem Seelsorgeteam, das sich in den Jahren mehrfach in der Zusammensetzung verändert hat (und leider kleiner wurde) sowie allen Frauen und Männern, Kindern und Jugendlichen, die im Laufe der Zeit – ehren-, haupt- und nebenamtlich - ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und manchmal auch ihre Nerven eingesetzt haben – zum Wohl der Gemeinden! Und damit auch für Sie und uns alle! Danke!
Seit 2008 hat sich viel getan
Es ist viel geschehen in diesen Jahren, vieles ist anders geworden. Durch das Kennenlernen ist das Vertrauen untereinander und die gemeinsame Verantwortung gewachsen. Manches wurde allerdings auch beendet - und das ist immer eine schmerzliche Erfahrung für die Betroffenen! Gleichzeitig ist Neues entstanden – auch durch Engagierte, die dazugekommen sind und damit verbundene Aktivitäten, die den heutigen Bedürfnissen entsprechen.
Ich nenne nur einige Stichworte – kein Anspruch auf Vollständigkeit! Und keine Wertung! Sie dürfen gerne ergänzen…
· Liturgie:
Gemeinsamer Gottesdienst, Prozession und anschließendes Beisammensein an Fronleichnam; Feier der Patrozinien in den Gemeinden, Gottesgeschichten (Heilige Messe für Familien mit kleinen Kindern); Woche des Gebetes als besondere Tage im Kirchenjahr (Ende September) ...
· Öffentlichkeitsarbeit:
Wöchentliche Pfarrnachrichten, Pfarrmagazin EinBlick (2-3mal jährlich) verteilt in alle katholischen Haushalte, Internetauftritt, Facebook, Instagram, WhatsApp …
· Sozial-caritative Initiativen:
Ökumenische Nachbarschaftshilfe miteinander-füreinander (zunächst als Kölsch Hätz, Königsdorf); Engagement für Geflüchtete; Vielfältige Initiativen im Rahmen der Engagement-Förderung (mit den „Engeln auf drei Rädern“ / Ape, die ihren Ursprung in den hilfsbereiten Menschen stammt, die in Corona Engel waren) oder die jüngste „Attraktion“, die Rikscha); …
· Gemeinsames Pastoralbüro (mit Außenstellen) als Antwort auf wachsende und sich ändernde kirchliche Büroarbeit
· Einrichtung einer Verwaltungsleitung (mit Assistenz) um der jetzigen Zeit entsprechend professionell für Mitarbeitende dazu sein und die Gemeindegremien und den Pfarrer zu entlasten und zu unterstützen
· Gremien (neben den erwähnten KV’s / KGV mit seinen Ausschüssen sowie PGR):
Neue PGR-Ortsauschüsse, die nach längerer Vakanz von jungen Frauen und Familien gegründet wurden - in Heilig Geist und St. Maria Königin
· … und … und… und … (steht für alles, was ich nicht aufgezählt habe…) Wie gesagt, bitte ergänzen Sie!
ALLEN, den genannten und den ungenannten Personen: DANKE! Es waren so viele in den Jahren… Nur vom Mittun lebt Gemeinschaft!
Nächster großer Schritt zum 1. Januar 2027
Nun stehen wir - nach 18 Jahren und 2 Monaten Pfarreiengemeinschaft - vor einem weiteren Schritt des Miteinanders, der Fusion zum 1. Januar 2027. Ab dann gehören wir alle zur großen Stadt-Kirchengemeinde St. Audomar mit 10 Kirchen, also auch mit dem Gotteshaus, das für Sie besonders wichtig ist! Diese Kirchen mit ihrem Namenspatron bleiben bestehen!
Unabhängig von der Fusion wird es – wie im gesamten Erzbistum Köln – Veränderungen geben aufgrund der verordneten Sparmaßnahmen. Das ist schmerzhaft, kann allerdings auch helfen, innezuhalten und das Wesentliche unseres Glaubens neu in den Blick zu nehmen:
· Was ist notwendig in unseren Tagen?
· Was können wir mit den Menschen, die mitmachen und sich einbringen, an Gemeinschaft und Kirche vor Ort, schaffen?
· Es gilt allerdings auch: was können wir uns finanziell (noch) leisten – und worauf können / müssen wir (leider!) verzichten?
· Wir haben lange einfach weitergemacht als ob es keine Veränderungen gegeben hätte: weniger Gemeindemitglieder, weniger Gottesdienstbesucher, kleineres Seelsorgeteam, weniger Geld…
· Machen auch Sie in Zukunft mit! Danke!
Mehr dazu erfahren Sie und alle Interessierten bei der Gemeindeversammlung um 12.00 Uhr am Sonntag, 15. November 2026 in der Kirche St. Audomar (im Anschluss an die Messe).
Neben Informationen zur anstehenden Fusion aller acht Pfarrgemeinden zur Stadt-Kirchengemeinde St. Audomar am 1.1.2027, dem neu zu wählenden Kirchenvorstand (mit seinen Ausschüssen) und der vom Erzbistum Köln für alle Gemeinden neu gestalteten Zuweisungsordnung der Kirchensteuermittel, werden auch neue Initiativen und Aktivitäten der vergangenen Jahre vorgestellt. Und: es gibt die Einladung zum aktiven Mitmachen an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Bereichen - gemäß dem Motto: „Zukunft gehört denen, die sie verändern.“
Es geht um „Bewahren, mitgestalten, Neues ermöglichen“! Es hängt an jedem und jeder Einzelnen ab, wie Kirche in Frechen in Zukunft aussieht.
Die gewachsene Zusammenarbeit, das gelebte und erlebte Miteinander stärken meine Zuversicht, die nächsten Schritte der Kirche-in-Frechen gehen zu können! Bei allen Herausforderungen, die ich nicht leugne!
Es ist wieder 1. November. Wir feiern auch 2026 Allerheiligen, gedenken unserer lieben Verstorbenen und blicken mit den Heiligen auf alle, die das Ziel des Lebens – Gottes Ewigkeit – schon erreicht haben!
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonn- und Feiertag und erbitte Gottes Segen für uns alle! Beten Sie bitte mit!
Ihr und Euer Christof Dürig