PGR-Vorsitzender Achim Fink:„Wir stehen in Frechen an einem Wendepunkt“

Liebe Gemeinde von St. Antonius,
im Namen des Pfarrgemeinderates wünsche ich Ihnen allen von Herzen alles Gute zum Namenstag Ihrer Kirchengemeinde.
Vielleicht fragen sich manche von Ihnen: Was beschäftigt eigentlich den Pfarrgemeinderat?
Welche Themen stehen gerade im Mittelpunkt?
Und welche Herausforderungen erwarten uns in diesem Jahr?
Schauen wir erst mal zurück, was uns im Jahr 2025 gefordert hat:
- die Entscheidung über die Anschlussfusion im Jahr 2027
- der traurige Verlust von Pater Matthäus
- die geänderte Gottesdienstordnung bis September 2025
- der Weggang von Kai Schockemöhle und Diakon Gregor Hergarten
- zugleich aber auch die Verstärkung durch Dr. W. Fey
- sowie der weitere Ausbau des Konzeptes der Wortgottesfeiern:
mit der Ausbildung neuer Leiterinnen und Leiter und der Aufnahme von Wortgottesfeiern am Sonntag in die Gottesdienstordnung
Und nun blicken wir auf das Jahr 2026 – das Jahr vor der Fusion
Wir stehen in Frechen an einem Wendepunkt. Auf dem Fundament des Vertrauten entsteht etwas Neues. Gleichzeitig fordern uns knappe Finanzen, wachsende Belastungen und viele noch ungewisse Entwicklungen heraus.
Gerade im Blick auf das Gespräch Mitte Mai mit Weihbischof Ansgar Puff und das Thema „Option für die Armen“ ist deutlich geworden: Wir brauchen kreative Lösungen, geistliche Zuversicht und den gemeinsamen Mut, Kirche in Frechen verantwortungsvoll weiter zu gestalten.
Das diesjährige Fronleichnamsfest stand in Anlehnung an das Erstkommunionmotto unter dem Leitwort: „Ihr seid meine Freunde.“ Diese einfache Botschaft Jesu hat mich zum Nachdenken Angeregt Es klingt so leicht – und ist doch eine große Aufgabe.
Und Wo hat es mich zum Nachdenken gebracht? Im Rahmen meiner Tätigkeit als Redakteur für den Einblick, die kommende Ausgabe behandelt das Thema Taufe, habe ich Mahan interviewt, einen jungen Taufbewerber.
Nach seiner Taufe wünscht er sich viele weitere Gespräche über den Glauben. Er möchte Fragen stellen, Erfahrungen teilen und Gemeinschaft erleben. Kurz gesagt: Er möchte Freunde finden.
Und genau das hat mich beschäftigt. Wie soll jemand bei uns Freunde finden, wenn wir ihn gar nicht kennen? Wenn wir nichts von ihm wissen? Wenn wir vielleicht gar nicht merken, dass da jemand auf der Suche nach Gemeinschaft ist?
Ich glaube, daran müssen wir dringend etwas ändern.
Vielleicht ist die Taufe nicht nur für die Taufbewerberinnen und Taufbewerber ein neuer Anfang. Vielleicht ist sie auch ein Auftrag an uns als Gemeinde. Welche Aufgabe haben wir als getaufte Christinnen und Christen? Und wie können wir dazu beitragen, dass Taufbewerberinnen, Taufbewerber und Neugetaufte bei uns wirklich Heimat finden – und vielleicht sogar Freunde?
Als Weihbischof Ansgar Puff gefragt wurde, wie wir mit Blick auf die Armen handeln sollen, sagte er sinngemäß: „Haben Sie Mut, kreative Lösungen zuzulassen.“
Mut haben und Freunde finden – dieses Thema begleitet uns auch im Pfarrgemeinderat.
Wir haben damit begonnen, unsere Sitzungen für zwei Vertreter der indischen Gemeinde sowie für jeweils ein entsandtes Mitglied der Ortsausschüsse zu öffnen, die bislang nicht durch gewählte Mitglieder im Pfarrgemeinderat vertreten waren.
Auch hier sind neue Begegnungen entstanden. Und vielleicht darf man sagen: Auch hier haben wir neue Freunde gefunden.
Für die Taufbewerberinnen und Taufbewerber werden wir ebenfalls Wege finden. Davon bin ich überzeugt. Aber dafür braucht es uns alle: mit offenen Augen, offenen Ohren und einem offenen Herzen.
Für Ihre persönlichen Anliegen, Fragen oder Ideen habe ich meine Kontaktdaten im Pfarrbüro hinterlegt. Melden Sie sich gerne dort – dann kommen wir miteinander ins Gespräch.
Vielleicht entsteht daraus ja ein gutes Gespräch. Vielleicht sogar eine neue Freundschaft.
Ihr und Eurer Achim (Fink)