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St. Antonius von Padua

Sonntagsgruß zum 29. Sonntag im Jahreskreis

Guten Tag zusammen,

der erste Gruß gilt heute Papst Leo XIV. und allen Kranken mit dem Wunsch nach Genesung und dem Segen Gottes!

Erfreulich und erstaunlich ist, dass der Papst kurz nach seiner Lungen-OP Putin anruft, seine Sorge über die abgeriegelte Frontstadt Oleschky in der Ukraine zum Ausdruck bringt und zum Waffenstillstand aufruft.

  • Beten und bitten wir mit Leo XIV. um Frieden und ein Ende der russischen Verbrechen!

Eine ganz andere Haltung zeigen die Extremisten mit ihrer gewonnenen Landtags-Macht:

  • „AfD und BSW haben in Sachsen-Anhalt einen Antrag durchgesetzt, der das Ende der Ukraine-Hilfen und Russland-Sanktionen fordert. Keine halben Sachen: Gleich mit dem ersten Antrag einen Angriffskrieg unterstützen!“ schreibt die heute-show auf Instagram!
  • Und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte beim Festakt zum „Tag der Deutschen Einheit“: „Ich habe unsere Demokratie für gesichert gehalten und muss erfahren, dass sie jedenfalls neu angefochten wird. Ich will es offen sagen: Ich war nicht darauf gefasst, als demokratischer Politiker sogar noch die rechtsstaatliche Demokratie selbst, unseren Pluralismus und die Grundrechte unsere Verfassung verteidigen zu müssen.“
  • Wolf Biermann, hat kurz vor seinem 90. Geburtstag und nach einem ereignisreichen Leben, wenn ich das mal so sagen darf, neulich gesagt: „Wir müssen wahrscheinlich dazulernen, dass die Menschen immer nichts dazulernen.“
  • Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Spitzenjuristin und Kämpferin für das Völkerrecht, Navanethem Pillay, ist in unserer verrückten Welt ein mutiges und ermutigendes Zeichen! Es ist 2026 eine Welt, in der immer mehr das Recht des Stärkeren – auch in zivilisierten und demokratischen Ländern - gilt: Menschlichkeit und Recht sind diesen „Typen“ egal. Es zählt nur die eigene Machtgier und Geldinteressen. Siehe Trump, der sich einredet 20 Kriege beendet zu haben. Aber im Gegenteil: mit seinem Krieg gegen den Iran richtet er im ganzen Nahen Osten viel Unheil an, dass sich wie ein Flächenbrand weiter auszubreiten droht. Und der – wieder eine Eskalationsstufe höher - nun auch noch Putins mörderischen Raketen keinen Einhalt gebietet, in dem er der Ukraine die überlebensnotendige Unterstützung entzieht! Wie anders ist da die friedliebende Botschaft des Papstes!
  • Zum dritten Jahrestag des Terrorüberfalls der Hamas auf Israel haben die katholischen Bischöfe in Deutschland Antisemitismus und Judenhass eine klare Absage erteilt. „Als Kirche stehen wir fest an der Seite unserer jüdischen Mitbürger. Antisemitismus und Judenhass, egal welcher Couleur, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz", erklärte der Vorsitzende Bischof Heiner Wilmer. „Mit Nachdruck setzen wir uns dafür ein, dass Juden, Christen und Muslime in unserem Land einander im Geist der Geschwisterlichkeit begegnen.“
  • Wilmer betonte, der 7. Oktober 2023 sei ein gravierender Einschnitt sowohl für Israelis als auch für Palästinenser. Für die Opfer und Geiseln und ihre Angehörigen werde das Leben nie wieder so sein wie zuvor. Zugleich habe die militärische Reaktion Israels im Gazastreifen über 70.000 Menschen das Leben gekostet und zu einer humanitären Katastrophe geführt, die bis heute nicht überwunden sei.

Auch im Westjordanland habe sich die Gewalt extremistischer Siedler seither deutlich verschärft. „Angst vor neuen Angriffen und fehlende Perspektiven prägen den Alltag vieler Palästinenser. Vielerorts wurden Fakten geschaffen, die dem Ziel einer gerechten Friedensordnung im Heiligen Land – mit zwei souveränen Staaten, Israel und Palästina, sowie Sicherheitsgarantien für beide Völker – diametral entgegenstehen.“

Der 7. Oktober zeige, dass Hass, Terror und Krieg niemals das Mittel der Wahl sein dürften, sondern geradewegs in den Abgrund führten, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz. „Denn Frieden entsteht nicht durch Vergeltung, sondern durch die Bereitschaft, den Anderen als Menschen mit derselben Würde anzuerkennen."

  • Der Nahost-Konflikt und die Gewalt haben unzählige Perspektiven, die sich nicht auf einen Nenner bringen lassen. Aber es geht um Menschen wie du und ich, die schrecklich leiden!

Soweit ein paar Gedankensplitter zu unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Themen.

Unser Altenheimseelsorger und Subsidiar Malwin März schreibt im „Wort für die Woche“ der Pfarrnachrichten über die christliche Verantwortung für Politik und Gesellschaft:   

„Wir müssen uns klar für eine humane und christliche Wertehierarchie einsetzen!

Wir dürfen nicht den Mund halten und wegschauen, wo pures Konsumdenken, technische Allmachts-Gedanken und soziale Gruppenegoismen scheinbar alternativlos die politische und gesellschaftliche Lage bestimmen wollen!

Wir müssen uns für einen Erhalt des Sozialstaats, für ökologische Vernunft und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einsetzen aus unserer christlichen Verantwortung heraus!

Leider merken wir dann auch besonders unseren schwindenden gesellschaftlichen Einfluss als Kirche! 

Umso wichtiger ist es für uns als Zeugen und Zeuginnen Gottes und seiner Hoffnung für uns Menschen, dass wir alle demokratischen Politiker und gesellschaftliche Vereine und Gruppen unterstützen, die sich mit uns für eine humanere und gerechtere Gesellschaft und Welt einsetzen!

Und machen wir ruhig selber den Mund auf gegen Rassismus, Ausbeutung und Ungerechtigkeit!“ Soweit Pfarrer März.

Ja, im heutigen Evangelium geht es um Religion und Politik! Ein Thema, das wir (im Westen) gerne trennen. Hier mein Glaube (also Privatsache) und da die Gesellschaft, die Politik, das Leben.

Jesus sieht es anders. Unterscheidet aber auch klar! Pharisäer provozieren ihn, wollen ihn reinlegen. Aber das gelingt nicht! Sie sagen: „Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“

Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: „Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich?

Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!“ Und siehe da, sie verraten sich und halten ihm ein Geldstück hin. Und dann? „Wessen Bild und Aufschrift ist das?“ Wem gehört also die Münze? Dem Kaiser! - Und der Merksatz Jesu lautet dann bis heute: „So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“

  • Wie sehen das? Was gehört dem Staat? Was gehört Gott? „Ihr könnt nicht zwei Herren dienen, Gott und dem Mammon.“ (Mt 6,24)

Und nun ein Blick nach Frechen.

  • Ein großzügiger Spender, der ungenannt bleiben möchte, hat für die Hildeboldkirche einen Kreuzweg vom bekannten Sakral-Künstler Egino Weinert (1920-2012) gestiftet, der in Königsdorf begraben ist. Die 14 Kreuzwegstationen werden in diesen Tagen hinter dem Lebensbaum-Kreuz befestigt. An diesem Sonntag (18. Oktober) werden die Bronzeplastiken in der 11.00 Uhr-Messe gesegnet: Es ist genau an dem 1. Sonntag, der auf den 50. Weihetag der Hildeboldkirche (16.10.1976) folgt. Dem großzügigen Spender möchte ich im Namen der Kirchengemeinde herzlich danken und (wie früher üblich) „Vergelt’s Gott“ sagen! Der PGR-Ortsausschuss plant die 50-Jahr-Feier ins Patrozinium am 24. Januar 2027 zu integrieren, an dem auch das Bücherei-Team etwas vorbereiten wird.
  • Am 1 und 19. November kommt Weihbischof Rolf Steinhäuser wieder zur Firmung nach Frechen. 50 Jugendliche und 3 Erwachsene haben sich seit dem Sommer auf den Weg zur Firmung gemacht – bei der Fahrt nach Taizé, dem Credo-Wochenende in Frechen oder die am Sonntagabend in der Abendmesse in St. Severin beginnende Tour „Pilgern nach Trier“: alle Beteiligten haben in dieser Zeit der Vorbereitung viele Eindrücke gesammelt und nun sind sie auf der Zielgeraden.
  • Nicht vergessen! – Und weitersagen!

Am Sonntag, 15. November um 12.00 Uhr findet für alle(!) acht Frechener Gemeinden in die Kirche St. Audomar im Anschluss an die 11.00 Uhr-Messe die Gemeindeversammlung statt. Der Pfarrgemeinderat (mit Vertretern der Ortsausschüsse) hat sich dazu Gedanken gemacht – und manch positive Veränderung in den letzten Jahren in der Pfarreiengemeinschaft festgestellt. Seien Sie gespannt!

Gerne schauen Sie jederzeit auf die Internetseite, in der Sie viele Informationen dazu schon

heute finden, die immer wieder aktualisiert werden.

(Die Hl. Messe an dem Sonntag in der Hildeboldkirche fällt übriges aus!!)

Zum Schluss wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern erholsame Herbstferien, allen, die wegfahren gute Erholung und allen einen schönen Sonntag und eine gute Woche

Ihr und euer Christof Dürig

 

 

Matthäus 22,15-21:

Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört

15 Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen,

Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.

16 Sie veranlassten ihre Jünger,

zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen:

Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst

und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person.

17 Sag uns also:

Was meinst du?

Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?

18 Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte:

Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich?

19 Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!

Da hielten sie ihm einen Denar hin.

20 Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?

21 Sie antworteten ihm: Des Kaisers.

Darauf sagte er zu ihnen:

So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!

22 Als sie das hörten, staunten sie, ließen ihn stehen und gingen weg.