Guten Tag zusammen,
Jesus ruft die Jünger bei ihrem Namen und macht mit den 12 Aposteln den Anfang, viele andere folgen ihm ebenso. Es sind nicht nur Männer, sondern auch Frauen, die allerdings oft namenlos bleiben und dennoch so wichtig für Jesus sind (z.B. bei der Kreuzigung heißt es: „auch die Frauen, die ihm von Galiläa nachgefolgt waren und die dies mitansahen.“ (Lk23,48). An anderer Stelle nennt Lukas sie namentlich: „…und einige Frauen: Maria genannt Magdalena, Johanna, die Frau des Chuzas, Susanna und viele andere“. (Lk 8,1-3)
- Auch wir sind bei der Taufe mit Namen gerufen – und berufen: „Geht und verkündet:
Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“
Damals wie heute gilt: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ - Ein bisschen tröstlich ist das schon, dass es immer so war!
Ich verbinde dies mit dem Wunsch und der Bitte, dass auch heute „Arbeiter und Arbeiterinnen (also: Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedenen Alters) bei den spannenden und herausfordernden Veränderungen in der Kirche - im „Transformationsprozess“ wie es offiziell heißt - mitmachen, Menschen, die ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen und so Verantwortung für die Kirche-in-Frechen übernehmen!
- Leitfrage könnte dabei sein: für wen sind wir als Kirche da – und was brauchen wir dafür materiell und finanziell? Worauf können (müssen) wir dabei verzichten, um vielleicht sogar besser unserem Auftrag – siehe oben! – gerecht zu werden?
- Danke, denen, die sich schon (jahrelang) engagieren, die so das Himmelreich in Wort und Tat verkünden - und herzliche Einladung an alle anderen, auch mitzumachen!
An diesem Sonntag, 14. Juni, feiern wir in Habbelrath unseren Pfarrpatron St. Antonius von Padua mit einem Festgottesdienst um 9.30 Uhr. Anschließend findet auf dem Dorfplatz der diesjährige Dorftrödel, organisiert von der Dorfgemeinschaft, statt. Der Förderverein des Kindergartens bietet im Pfarrheim Kaffee und Kuchen an. Herzliche Einladung!
Am Mittwoch haben wir die rund 80 Mitarbeitenden unserer vier Kindertageseinrichtungen bei einem gemeinsamen Essen - wetterbedingt im Pfarrheim von St. Audomar - verabschiedet. Die Kitas St. Audomar, St. Maria Königin, St. Antonius und Heilig Geist wechseln bekanntlich am 1. August 2026 zum bistumseigenen Träger Katholino, der im nächsten Jahr dann alle 540 pfarrlichen Kindertagesstätten im Erzbistum gemeinsam verwaltet, um zeitgemäß den immer größer werdenden bürokratischen Aufwand zu bewältigen.
Es war eine sehr gelungene und von vielen Mitarbeitenden ausdrücklich als wertschätzend eingestufte Veranstaltung! Unsere Verwaltungsleiterin Frau Tobien hat in ihrer Rede den herzlichen Dank des Trägers – dem Kirchengemeindeverband Frechen -, die wertvolle Arbeit der Erzieherinnen und den guten Team-Geist in den Einrichtungen hervorgehoben.
Ihr und Frau Esser als Verwaltungsassistenz wurde von den Kita-Leitungen mit einem Geschenk und netten Worten für Ihr großes Engagement gedankt! Ich bin froh und dankbar, dieses gute Miteinander miterleben zu können! Wir können stolz sein auf unsere Erzieherinnen und die anderen Mitarbeitenden - und hoffen, dass es mit Katholino gut weitergeht!
Nach der Erstkommunion ist vor der Erstkommunion. So wurden die Einladungen für die Erstkommunionvorbereitung 2026/2027 an alle Familien verschickt, deren Kind voraussichtlich nach den Sommerferien das 3. Schuljahr besuchen wird. Die Infoabende finden am Dienstag, 16. Juni, und Mittwoch, 24. Juni, jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche St. Audomar statt. Die Teilnahme an einer dieser Veranstaltungen ist für die Anmeldung verpflichtend.
Auch in diesem Jahr ist es das Anliegen der Firmvorbereitung, sich gemeinsam auf den Weg machen und dabei gemeinsam über den eigenen Glauben ins Gespräch kommen. Dies geschieht wiederum in unterschiedlichen Projekten: der Taizé-Fahrt, dem Pilgern nach Trier und dem Credo-Wochenende.
- Begleiten Sie die 50 Jugendlichen aus unseren acht Gemeinden, die mit Kaplan Sebastian und dem Katecheten-Team unterwegs sind, mit ihrem Gebet!
- Gemeinsamer Start der Firmvorbereitung ist am Sonntag, 21. Juni, um 18.30 Uhr in der Kirche St. Severin. Dazu herzliche Einladung auch an die Gemeinden!
Die beiden Themen – Fusion zu einer Kirchengemeinde in der Stadt Frechen und die unabhängig davon vom Erzbistum Köln vorgeschriebenen Sparmaßnahmen – werden uns in den kommenden Jahren stark beschäftigen. Die Dekrete zur Fusion wurden im aktuellen Amtsblatt veröffentlicht. Darin wurde auch die Entwicklung der Zahl der Gemeindemitglieder veröffentlicht. Einerseits nichts Neues, aber die Zahlen so komprimiert zu lesen, beeindruckt, macht nachdenklich, traurig, ratlos, ...
- Wie geht es Ihnen, wenn Sie die Zahlen lesen. Dahinter verbergen sich Namen und entsprechend vielen Menschen!
Beginnend 1983 werden in der Statistik nur ausgewählte Jahre genannt. Die Entwicklung ist in den acht Gemeinden unterschiedlich, aber in der Tendenz mit wenigen Ausnahmen gleich: absteigend. Mehr Sterbefälle als Taufen, mehr Austritte als Wiedereintritte, mehr Wegzug als Zuzug… Und das bei steigender Einwohnzahl in unserer Stadt!
Die Bezeichnung für die katholische Kirche ist wechselnd: hieß es zunächst Dekanat, dann kam 2008 die Pfarreiengemeinschaft (mit dem gemeinsamen Seelsorgeteam) und nun heißt es – vor der Fusion 2027 – Pastorale Einheit.
|
Jahr |
St. Mariä Himmelfahrt |
St. Audomar |
St. Maria Königin |
St. Severin |
Heilig Geist |
St. Ulrich |
St. Sebastianus |
St. Antonius |
Dekanat / Pfarreiengemeinschaft/ Pastorale Einheit Frechen |
|
1983 |
1.161 |
6.931 |
3.344 |
3.709 |
4.071 |
2.922 |
4.994 |
2.454 |
29.221 |
|
1994 |
993 |
6.536 |
3.169 |
3.417 |
3.974 |
2.822 |
5.236 |
2.416 |
28.315 |
|
2005 |
963 |
5.343 |
3.552 |
3.342 |
3.412 |
2.431 |
4.886 |
2.154 |
26.293 |
|
2016 |
786 |
4.754 |
3.009 |
3.254 |
2.809 |
2.067 |
5.018 |
1.769 |
23.221 |
|
2020 |
727 |
4.292 |
2.654 |
3.009 |
2.569 |
1.902 |
4.777 |
1.633 |
21.208 |
|
2022 |
671 |
4.044 |
2.522 |
2.843 |
2.460 |
1.787 |
4.415 |
1.525 |
19.946 |
|
2023 |
649 |
3.981 |
2.461 |
2.731 |
2.331 |
1.759 |
4.253 |
1.487 |
19.382 |
|
2024 |
644 |
3.818 |
2.357 |
2.592 |
2.270 |
1.656 |
4.106 |
1.421 |
18.629 |
Auf weitere Aspekte und Argumente zur Fusionsbegründung werde ich in den kommenden Wochen eingehen.
In der zerrissenen und polarisierten Welt ist das Gebet von Papst Leo XIV., dass das kirchliche Hilfswerk Renovabis zu Pfingsten veröffentlicht hat, ein hilfreicher Gedankenanstoß: Herr, mache uns zu Brückenbauern
Jesus, Herr unserer Geschichte,
treuer Begleiter und lebendige Gegenwart,
du, der du nie müde wirst, zu uns zu kommen,
hier sind wir, wir brauchen deinen Frieden.
Wir leben in Zeiten der Angst und der Spaltung.
Manchmal verhalten wir uns, als wären wir allein,
bauen Mauern, die uns voneinander trennen,
und vergessen, dass wir Brüder und Schwestern sind.
Sende uns deinen Geist, Herr,
damit in uns wieder der Wunsch erwacht,
einander zu verstehen, einander zuzuhören,
mit Respekt und Mitgefühl zusammenzuleben.
Gib uns den Mut, Wege des Dialogs
zu suchen, auf Konflikte mit Gesten der
Geschwisterlichkeit zu reagieren,
unsere Herzen anderen zu öffnen,
ohne Angst vor Unterschieden zu haben.
Mache uns zu Brückenbauern,
die Grenzen und Ideologien überwinden
können, die andere mit den Augen des Herzens
sehen können und in jedem Menschen eine
unantastbare Würde erkennen.
Hilf uns, Räume zu schaffen,
in denen Hoffnung gedeihen kann,
in denen Vielfalt keine Bedrohung ist
sondern ein Reichtum, der uns menschlicher macht.
Amen.
Im „Wort für die Woche“ der Pfarrnachrichten verbindet unser Kaplan Albert Kikalulu das heutige Sonntags-Evangelium („Als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen...“ /Mt 9,36) mit einem Blick in sein Heimatland:
„In diesen Tagen erreichen uns Nachrichten von Ebola-Ausbrüchen im Kongo. Viele Menschen leben in Angst, Familien bangen um ihre Angehörigen, Helferinnen und Helfer setzen sich trotz großer Risiken ein. Das Evangelium dieses Sonntags passt zu dieser Situation: Jesus sieht die Not der Menschen, und sein Herz ist voller Mitgefühl. Auch wir hören täglich von Kriegen, Krankheiten, Naturkatastrophen und vielen anderen Nöten. Oft fragen wir uns, was wir angesichts all dessen tun können, und fühlen uns dabei machtlos.
Jesus schaut nicht weg. Er sieht die Not der Menschen und lässt sich von ihrem Leid berühren. Sein Mitgefühl wird zur Tat: Er sendet seine Jünger aus, um Hoffnung zu schenken und Gottes Nähe erfahrbar zu machen. Wo Menschen einander beistehen, wird Gottes Reich sichtbar. Gerade in Zeiten voller Unsicherheit dürfen wir darauf vertrauen: Gott ist den Menschen nahe – und er wirkt auch durch uns.“
Und dann nimmt Kaplan Kikalulu auch uns - liebe Leserin, lieber Leser – in das Geschehen hinein: „Auch wir sind dazu berufen: durch Gebet, Aufmerksamkeit füreinander und kleine Gesten der Nächstenliebe. So können wir Hoffnung weitergeben und Gottes Liebe bezeugen. Möge unsere Pfarreiengemeinschaft ein Ort sein, an dem Mitgefühl lebendig wird.“
Inhaltlich schließt sich hier eine Veranstaltung in dieser Woche an; der Austausch zu einem wichtigen Thema unserer Zeit, auf den ich schon aufmerksam gemacht habe: „Rassismus aus christlicher und islamischer Sicht“ im Pfarrheim St. Antonius, Habbelrath, 19. Juni von 18.00 – 20.00 Uhr mit Impulsvorträge aus christlicher und islamischer Perspektive und anschließender Diskussion.
Mit einem Segen, der zum Evangelium der Nachfolge passt, möchte ich Ihnen einen erholsamen Sonntag und eine gute Woche wünschen. Den Fußball-Fans dazu unterhaltsame und spannende Spiele in hoffentlich friedlicher Atmosphäre! Überall!
„Mögest du gesegnet sein mit Unbehagen
gegenüber allzu einfachen Antworten,
Halbwahrheiten und oberflächlichen Beziehungen,
damit Leben in der Tiefe deines Herzens wohnt.
Mögest du gesegnet sein mit Zorn
über Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen,
damit du auch nach Gerechtigkeit,
Gleichberechtigung und Frieden strebst.
Und mögest du gesegnet sein mit Torheit, daran zu glauben,
dass du die Welt verändern kannst,
in dem du Dinge tust, von denen andere meinen,
es sei unmöglich, sie zu tun.“
(„Gruß aus der Abtei Meschede“)
Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus 9,36-10,8: Jesu rief seine zwölf Jünger zu sich und sandte sie aus
36 Als Jesus die vielen Menschen sah,
hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37 Da sagte er zu seinen Jüngern:
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
38 Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
10 1 Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht,
die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2 Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,
3 Philippus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
4 Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn ausgeliefert hat.
5 Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen:
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter,
6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
7 Geht und verkündet:
Das Himmelreich ist nahe!
8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.
