Guten Tag zusammen,
„Nur aus dem Frieden zwischen zweien und dreien kann der große Friede einmal erwachsen, auf den wir hoffen.“ - Mit diesem Gedanken von Dietrich Bonhoeffer, der kurz vor Ende des 2. Weltkrieges von den Nazis hingerichtet wurde, möchte ich meine heutigen Gedanken beginnen.
Auf den großen Frieden hoffen – das ist im Moment so weit weg!!! Wohin soll das führen, wenn die Mächtigen „einfach mal einen Krieg anfangen“ in der Meinung ihn in ein paar Tagen zu gewinnen – und unendlich viel Leid für viele Völker – bringen - für Menschen wie Du und ich! Nur mit dem Unterschied, dass sie das Pech / das Schicksal haben am falschen Ort leben! Ein paar konkrete Beispiele schreibe ich diesmal auf.
Zunächst aber eine positive Nachricht!
Einen kleinen Beitrag für das friedliche Miteinander gab es am vergangenen Sonntag. 120 Personen sind der Einladung der Gesellschaft für interkulturelle Verständigung ins Pfarrheim St. Audomar zum Fastenbrechen im Ramadan gefolgt, u.a. der Landtagsabgeordnete Thomas Okos und die ehemalige Bürgermeisterin Susanne Stupp.
In der Mitte der christlichen Fastenzeit war es eine wertvolle Veranstaltung für das Zusammenleben in Frechen. Bürgermeister Uwe Tietz betonte in seinem Grußwort: „Das Fastenbrechen ist weit mehr als ein gemeinsames Essen. Es steht für Dialog, Respekt und den Zusammenhalt unseres vielfältigen Stadtgesellschaft. Solche Begegnungen zeigen. Das Verständnis und Offenheit Brücken bauen können – zwischen Menschen, Kulturen und Religionen.“
Danke an alle vom GIVE e.V, die diesen kulinarischen Abend und das bessere Kennenlernen durch Vortrag und witziger und hintergründiger Comedy zu einem besonderen Ereignis werden ließen.
„Wir setzen uns dafür ein, Vorurteile abzubauen und eine Atmosphäre des Vertrauens und der Toleranz zu schaffen. Gleichzeitig bieten wir Flüchtlingen praktische Unterstützung bei ihrer Integration in die Gesellschaft. Unsere Vison ist eine harmonische Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Religion friedlich miteinander leben und voneinander lernen können.“ So definiert GIVE e.V. sein Verständnis und lädt zu einer weiteren Veranstaltung ein.
„Extremismus erkennen und handeln. #2: Rechtsextremismus im Rhein-Erft-Kreis“
Donnerstag, 26. März, um 19.00 Uhr in MOSAIK- Haus der Vielfalt, Maastrichter Str. 5-7 in Kerpen. Referent ist Dr. Christoph Busch vom Ministerium des Inneren des Landes NRW Abteilung Verfassungsschutz.
- Anmeldung unter give.ev.kerpen@gmail.com oder 0177 89 28 602 Murat Gök
Papst Leo XIV. macht in seiner ersten Botschaft zur Fastenzeit einen praktischen Vorschlag „zu einer sehr konkreten und oft wenig geschätzten Form des Verzichts: Sprachhygiene. Beginnen wir damit, unsere Sprache zu entwaffnen, in dem wir auf scharfe Worte, voreilige Urteile, schlechtes Reden über Abwesende, die sich nicht verteidigen könne, und Verleumdungen verzichten. Bemühen wir uns stattdessen, unsere Worte besser abzuwägen und Freundlichkeit zu pflegen: in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in den Sozialen Medien, in politischen Debatten, in den Medien, in den christlichen Gemeinschaften. Dann werden viele Worte des Hasses Worten der Hoffnung und des Friedens weichen.“
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Unter der Überschrift „Die Christen im Heiligen Land stören – und erfahren das bitter“ schreibt katholisch.de: „Attacken durch radikale Siedler, ein durch Bomben getöteter Priester: Die christliche Minderheit im Heiligen Land kommt immer mehr unter die Räder.
Es wirkt fast wie ein Kreuzweg – einer, der nicht endet. Mehrmals in der Woche finden sich bei Social Media (Nachrichten-Agenturen vermelden das kaum mehr) Belege für Übergriffe oder gezielte Attacken auf Taybeh, das letzte christliche Dorf im Westjordanland. Mal stürmen radikale Siedler nachts durch den Ort und zerschlagen fremdes Eigentum, mal brennen Autos oder Häuser. Gelegentlich verhindern die Radikalen auch einfach über Stunden, dass der Ort überhaupt erreichbar ist. Oder sie bespritzen gestoppte Autofahrer mit Pfefferspray.
Anfang dieser Woche beklagte das deutsche Außenministerium die mörderische Dimension der Attacken jüdischer Siedler. Dass im Westjordanland "fünf palästinensische Zivilisten in nur einer Woche getötet wurden, ist tatsächlich ein trauriger Höhepunkt", erklärte ein Sprecher in Berlin. Das ist Terror.
Jede Unruhe in der Region verunsichert die kleine christliche Minderheit weiter. Das mag der alltägliche Terror der radikalen Siedler sein. Das mögen menschliche oder ökonomische Erschütterungen durch den Iran-Krieg sein. Dazu zählt sicher auch der altersbedingte Rückzug von Kardinal Sako, des "Patriarchen der Chaldäer von Bagdad". Er war eine Stimme, die im Westen Gehör fand, eine Autorität, der sich auch in der Politik Türen öffneten.
- Denken wir in diesen wichtigen Tagen der Fasten- und Osterzeit an die große Not der Christinnen und Christen im weiten Land Jesu und der Urkirche: Beten wir für sie!
Der Benediktinerabt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei in Jerusalem erlebt die Auswirkungen des Irankrieges hautnah. Er verspürt keine Angst, aber viel Verantwortung für seine elf Mitbrüder, acht Gäste, fünf Volontäre, zehn Studierende des Theologischen Studienjahres - und acht weiterer Studierenden der islamischen Theologe aus Deutschland, die dort an Werkwochen teilgenommen haben. Es ist eine interreligiöse Gemeinschaft, die unter dem Krieg leidet, berichtet er in der Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“.
Der Abt betont: „Wir bleiben! Und wir helfen wo wir können. Wir erleben auch, dass unsere Studierenden in dieser Situation über uns hinauswachsen. Da sind die Angehörigen eher die Besorgten.“ Die dicken Klostermauern, ein Bunker und eine Warn-App schützen die Gemeinschaft. „Wir sind hier wirklich eine Gebetsgemeinschaft. Ich habe das Gefühl, das Dieser Ort und Gott uns tragen.“
Und zum Krieg sagt Abt Nikodemus: „Generell finde ich, dass wir unseren Medien Kriege „sehr bekömmlich aufbereitet“ serviert bekommen – in der Ukraine und auch im Nahen Osten. Man macht eine Grafik – Flugzeugträger hier, Stützpunkte dort – oder berichtet über Truppenstärken und heizt damit eher eine Art strategischer Neugier an. Aber in einem Krieg und bei seinen Opfern reden wir über Menschen mit Namen und Gesichtern, über Biografien, über Leid und Trauma. Deshalb sage ich immer: Krieg ist dreckig! - Krieg ist immer böse! – Was könnten wir alles Gutes mit so viel Geld tun!“
Im Evangelium des 5. Fastensonntags – wieder ein langer Text! – geht es um den Glauben, den persönlichen Glauben.
Jesus sagte zu Martha: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?“
Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“
Und am Ende heißt es: „Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.“
Was glauben Sie? Glauben Sie an die Auferstehung? Und das Jesus „das Leben“ bedeutet? Ist Jesus „der Christus, der Heiland, Erlöser und Retter?“ Und wenn ja, wovon?
- Biblische Frauen – Martha und ihre Schwester Maria – können uns angesichts ihrer Erfahrungen vom Tod ihres Bruders Lazarus zum Nachdenken – und zum Glauben einladen! - In einer Welt, in der viele nicht nur der Kirche den Rücken kehren, sondern auch mit dem christlichen Glauben von Tod und Auferstehung Jesu nicht mehr viel oder gar nichts anfangen können!
An diesem Sonntag ist die Kollekte für Misereor unter dem Leitwort: „Hier fängt Zukunft an“ und nimmt exemplarisch die Situation junger Menschen in Kamerun für die Herausforderungen, mit denen die junge Generation in vielen Ländern der Welt konfrontiert ist, in den Blick: Wachsende soziale Ungleichheit, die Folgen bewaffneter Konflikte und Perspektivlosigkeit.
- Herzliche Einladung allen Gottesdiensten in unserer Pfarreiengemeinschaft, die sie im Einzelnen in den Pfarrnachrichten oder auf der Internetseite finden. Dazu gehören in dieser Woche Familienmessen, Kreuzwegandachten, Bußgottesdienst, Meditationen, Spätschicht, Bibelgespräch, Sofaandacht und die jährliche „Plätzchen-Wallfahrt“ der Frauengemeinschaften aus Frechen und Kerpen nach Grefrath am Donnerstag vor Palmsonntag.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!
Ihr und euer Christof Dürig
Johannes 11,1-45: Die Auferweckung des Lazarus
1 Ein Mann war krank, Lazarus aus Betanien,
dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Marta.
2 Maria war jene, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren abgetrocknet hatte; deren Bruder Lazarus war krank.
3 Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht:
Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank.
4 Als Jesus das hörte, sagte er:
Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
5 Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lazarus.
6 Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort,
wo er sich aufhielt.
7 Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.
8 Die Jünger sagten zu ihm: Rabbi,
eben noch suchten dich die Juden zu steinigen und du gehst wieder dorthin?
9 Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht;
10 wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.
11 So sprach er. Dann sagte er zu ihnen:
Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.
12 Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden.
13 Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen,
während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf.
14 Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben.
15 Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war;
denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen.
16 Da sagte Thomas, genannt Didymus, zu den anderen Jüngern:
Lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben!
17 Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
18 Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.
19 Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen,
um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
20 Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen,
Maria aber blieb im Haus sitzen.
21 Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
22 Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
23 Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta sagte zu ihm:
Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.
25 Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
27 Marta sagte zu ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
28 Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und lässt dich rufen.
29 Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm.
30 Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen;
er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte.
31 Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten,
sie gehe zum Grab, um dort zu weinen.
32 Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah,
fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
33 Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten,
die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert.
34 Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet?
Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh!
35 Da weinte Jesus.
36 Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
37 Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat,
hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?
38 Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab.
Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
39 Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen,
sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.
40 Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt:
Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach:
Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt.
Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen!
45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten,
was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.
