Guten Tag zusammen,
in der sich rasant verändernden Gesellschaft, bei allen Umbrüchen auch in den christlichen Kirchen können dieser Vortrag und das Gespräch ein wichtiger Impuls sein für alle, die sich für diejenigen engagieren, die am Rande stehen und keine Lobby haben, die Armen.
Weihbischof Ansgar Puff, der mit seiner charismatisch-spirituellen Art bei der Firmung im November in Frechen viele Menschen - Jugendliche und Erwachsene verschiedener Genrationen - mit seiner Predigt begeistert hat, kommt wieder in unsere Stadt!
- Am Freitag, 15. Mai 2026 um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Ulrich, Frechen-Buschbell hält er einen Impulsvortrag zum ersten großen Schreiben von Papst Leo XIV. und bietet dann den Teilnehmenden ein offenes Gespräch an, auch zu der Frage, was dies für Frechen bedeutet. Der Text heißt auf Latein „Dilexi te“ oder: „Über die Liebe zu den Armen“.
Mit seiner unkomplizierten Art und seinem persönlich bescheidenden Lebensstil ist Weihbischof Ansgar als ausgebildeter Sozialarbeiter glaubwürdig und überzeugend. So verzichtet er auf einen Fahrer und fährt selbst zu seinen dienstlichen Terminen, er sitzt auf den Treppenstufen des Domes und spricht dort mit den Leuten, er organisierte als Pastor Essen für Bedürftige u.v.a.m.
Es ist eine Chance sich über den Glauben und seine konkrete Umsetzung im Alltag auszutauschen und konkrete Schritte zu überlegen.
- Interessant auch für diejenigen, die keiner Kirche (mehr) angehören oder einer anderen Religion und für alle, denen „die Armen“ nicht egal sind! Der Eintritt ist übrigens frei!
Zu der rasanten Veränderung unserer Gesellschaft gehören leider auch die Bedrohung unserer Freiheit und der Demokratie!
„Extremismus, Hass, Hetzte und gezielte Desinformation: was lange entfernt schien, ist längst Teil unseres Alltags“ sagt NRW-Innenminister Herbert Reul und weist bei der Vorstellung des neuesten Verfassungsschutzberichtes darauf hin, dass das Personenpotential des völkisch-nationalistischen Zusammenschlusses angestiegen sei und habe „innerhalb der AfD eine stärkere Rolle eingenommen“ hat. Durch zunehmende links- und rechtsextremistische Straftaten steht unsere Demokratie „unter Druck wie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr.“
Die katholische und die evangelische Kirche sehen im AfD-Wahlprogramm für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Angriff auf die offene Gesellschaft und den sozialen Frieden. „Menschenwürde, Freiheit und Solidarität finden in diesem Gesellschaftsentwurf keine Heimat", heißt es in einer Erklärung des Bistums Magdeburg, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts von Samstagabend. Die Positionen der AfD in Sachsen-Anhalt seien mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar.
Das Programm entwirft eine politische Ordnung, in der nationale Homogenität, traditionelle Geschlechter- und Familienrollen und eine kulturelle Leitidentität zentral sind. Es fordert staatliche Härte gegenüber als fremd oder abweichend markierten Gruppen. Im Zentrum steht eine harte Abwehr von Migration. So will die Partei etwa das Grundrecht auf Asyl abschaffen. Das Programm formuliert zudem eine Frontstellung gegen eine pluralistische Kultur-, Medien- und Bildungspolitik sowie eine Delegitimierung bestehender demokratischer Institutionen, auch der evangelischen und katholischen Kirchen, die als „Kirchensteuerkirchen" betitelt werden.
Die AfD wirft der evangelischen und katholischen Kirche einseitige „linke" Positionierungen vor und will die Kirchen disziplinieren, indem sie die Staatsleistungen künftig an Bedingungen knüpfen will.
Die christlichen Kirchen betonen: „Statt Wandel mit Zuversicht zu gestalten, wird Angst vor Veränderung geschürt." Der Rechtsstaat werde verächtlich gemacht, anstatt Vertrauen in Institutionen zu stärken. Das Wahlprogramm stehe für eine Abkehr von bisher selbstverständlichen Freiheitsrechten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen, erklärten die Kirchenvertreter. „Ohne Zweifel sind die Probleme unserer Zeit umfangreich und vielschichtig." Die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen und die modernen Freiheitsrechte dürften jedoch nicht negiert werden.
- Positive Nachrichten dürfen wir gerne weitererzählen. So zitiere ich hier aus unseren Pfarrnachrichten:
„Ein kleines Echo der Beiträge aus der vergangenen „Pause mit Gott“ wollen wir mit Ihnen teilen. Ausgetauscht haben wir uns zu der Frage: Was gibt mir Hoffnung? Wohlwollen und ehrliches Lob – Das Wahrnehmen der vielen schönen Dinge, die in meiner Umgebung geschehen – Treffen mit positiv gestimmten Menschen (z.B. bei der Pause mit Gott)
Das Vertrauen, bei Gott geborgen zu sein, egal, was passiert – Positive Veränderungen durch das eigene Handeln bewirken – Vertrauen, dass der Mensch grundsätzlich gut ist, bzw. sein will. Irgendwann ist alles Schlimme einmal überstanden – Jesus Christus hat uns erlöst und uns Seinen Geist gesandt – Das Wachsen und die Schönheit in der Natur – Gute Gespräche und Menschen, die mir wirklich zuhören – Der Blick über den Tellerrand.“
- In den Tagen vor Christi Himmelfahrt finden die Bittprozessionen und Gottesdienste außerhalb der Kirchen statt. Auch diese Tradition befindet sich im Wandel; wir greifen die Erfahrungen der letzten Jahre auf: Teilnehmende bedauern, dass sie die Wegstrecke nicht mehr zu Fuß schaffen.
- So feiern wir am Montag, 11. Mai um 19.00 Uhr eine Heilige Messe mit Bittgebeten auf dem Rosmarhof (zwischen Grube Carl und Habbelrath gelegen) mit anschließender Pferdesegnung.
- Am Mittwoch, 13. Mai, geht die Bittprozession um 18.00 Uhr von der Hl. Geist-Kirche in Bachem durch die Felder. Jedes Jahr gefällt mir dabei aufs Neue der Blick auf den Kölner Dom, den wir allerdings nicht erreichen, … weil wir auf Gut Neu Hemmerich um 19.00 Uhr Vorabendmesse zu Christi Himmelfahrt feiern.
Papst Leo XIV. hat im Mai folgendes Gebetsanliegen: „Wir beten, dass sich alle, von den großen Erzeugern bis zu den kleinsten Verbrauchern, dafür einsetzen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, und dass jede Person Zugang zu einer qualitätsvollen Nahrung hat.“
- Das passt sehr gut zu den Bittgottesdiensten, zu denen alle Interessierten eingeladen sind! Machen Sie auch mit!
- Mit Freude blicke ich auf das kommende Fronleichnamsfest, das wir wieder als gemeinsames Fest der Pfarreiengemeinschaft feiern.
Am Donnerstag, 4. Juni, um 10.00 Uhr auf dem Rathausplatz in Frechen unter dem Leitgedanken unserer Erstkommunionfeiern: „Ihr seid meine Freunde“. Kommen Sie dazu und erleben die beglückende Gemeinschaft von hunderten Mitchristen. Wenn Sie helfen möchten: Wir freuen uns über jede helfende Hand. Bitte melden Sie sich telefonisch im Pastoralbüro, Tel. 99100 oder schreiben eine E–Mail an pastoralbuero@kirche-in-frechen.de, wie Sie uns unterstützen möchten. Danke!
Zum Sonntagsgruß gehört immer das jeweilige Evangelium - ein biblischer Text, der zum Hören/Lesen/Nachdenken anregt. Dietrich Bonhoeffer hat einen bemerkenswerten Satz geschrieben:
- „Nur aus der Heiligen Schrift lernen wir unsere eigene Geschichte kennen.“
- Was lernen Sie aus der Bibel für Ihr Leben / Ihren Glauben?
Einen tröstlichen Gedanken in der Abschiedsrede Jesu (Johannes 13-17), die er im Abendmahlsaal nach der Fußwaschung hält, lesen wir: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“
In einem schönen Bild bringt Jesus dann die Hoffnung zum Ausdruck, dass mit dem Tod nicht alles aus ist: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
In dieser Zeit gibt es viel Verunsicherung - weltweit, aber auch in unserem Land. Im eigenen Leben?!
Den Apostel Thomas kann ich gut verstehen: „Wir wissen nicht wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?“ – Es ist der Apostel, der nach seiner Begegnung mit dem auferstandenen Jesus klar und eindeutig sein persönliches Glaubensbekenntnis spricht: „Mein Herr und mein Gott“.
Diese Spannung – „Wie soll das bloß weitergehen?“ einerseits und Glaubensfreude, dass Jesus lebendig ist, anderseits – kenne ich auch.
- Wie geht es Ihnen damit? - „Nur aus der Heiligen Schrift lernen wir unsere eigene Geschichte kennen.“
Eigentlich wissen alle, dass es so nicht weitergehen kann.
2025 war das geburtenschwächste Jahr in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg, wurde in dieser Woche gemeldet. Eigentlich könnten alle wissen, dass das Sozial- und Rentensystem so nicht weiter gehen kann. Veränderungen, Einsparungen: ja – bloß nicht bei mir!
Vor ein paar Tagen las ich einen Satz von 2005 des damaligen Vizekanzlers Franz Müntefering mit Blick auf steigende Lebenserwartungen und die größer werdende Zahl der Rentner: „Um zu wissen, dass das nicht hinhauen kann, braucht man keine Mathematik, dafür reicht die Volksschule im Sauerland.“
- Haben wir uns zu sehr eingerichtet in einer Vollkasko-für-alles-ist-gesorgt-Mentalität?
Der Blick auf die Armen in ihrer vielfältigen Art kann uns inspirieren, das Leben neu zu sehen! Papst Leo ist davon überzeugt – und Weihbischof Ansgar auch! Siehe oben!
Am 8. Mai jährt sich zum ersten Mal der Tag der Wahl von Papst Leo XIV. und vor 81 Jahren endete der 2. Weltkrieg.
- Nehmen wir diesen Tag zum Anlass, für den Papst und seine große Verantwortung für die Einheit und Vielfalt der Kirche(n) und für den Frieden zu beten!
- Apropos Papst und weltweite Kirche als Friedensstifterin.
Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ist die Diözesanstelle Weltkirche & Dialog des Erzbistums Köln im Vatikan von Papst Leo XIV. empfangen worden. In aktuell schweren Zeiten, da Christen besonders im Nahen Osten Krieg und Vertreibung erleben, stand das Treffen ganz im Zeichen von weltkirchlicher Verbundenheit und interkulturellem Dialog. In seiner Ansprache würdigte der Papst die lange Tradition und das Engagement der Kölner Institution, die 1976 gegründet wurde. Bezugnehmend auf die Osterzeit erinnerte er daran, dass die Kirche „zu allen Völkern gesandt ist – ohne sich ihnen dabei aufzudrängen, sondern um in Liebe Zeugnis für die Wahrheit abzulegen.“ Insbesondere der Dialog spiele dabei eine zentrale Rolle: Er „stärkt die Gemeinschaft, eröffnet Wege der Verständigung und dient der Sache des Friedens“. Der Papst unterstrich, dass die Kirche durch ihr Zeugnis für das Evangelium dazu berufen sei, in einer von Konflikten geprägten Welt deutliches Zeichen der Einheit und der Hoffnung zu sein. Mit Blick auf die Geschichte des Erzbistums Köln hob der Papst hervor, dass sich die Vision einer wahrhaft universalen Kirche“, getragen von Solidarität und Dialog, schon in frühen Partnerschaften und Hilfsinitiativen gezeigt habe.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit neuen Erfahrungen aus den biblischen Texten!
Und den Maigesellschaften in Habbelrath und Königsdorf und allen Gästen schöne Maifeste in froher Gemeinschaft, auch bei den farbenfrohen Umzügen durch die Stadtteile!
Ihr und euer Christof Dürig
P.S.: Am Donnerstag, 7. Mai, wird das neue Pfarrmagazin EinBlick in St. Audomar angeliefert. - Wenn Sie Lust und Zeit haben, während eines Spaziergangs bei der Verteilung zu helfen, melden Sie sich im Pastoralbüro, Tel. 99 100. Das Pfarrmagazin schafft eine Verbindung auch zu denen, die Kirchensteuer zahlen und ansonsten nicht (oder kaum) am Gemeindeleben teilnehmen.
Johannes 14,1-12 - Die erste Abschiedsrede Jesu:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren!
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sprach er zu ihnen:
1 Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt:
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
4 Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
5 Thomas sagte zu ihm:
Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen?
6 Jesus sagte zu ihm:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.
7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
8 Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
9 Jesus sagte zu ihm:
Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst.
Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
11 Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist;
wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke!
12 Amen, amen, ich sage euch:
Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen
und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
