Guten Tag zusammen,
Gemeinde(n) und Gemeinschaft vor Ort ist immer noch toll! Großes und ganz unterschiedliches Engagement von Freiwilligen!
- Toll 1: Das durfte ich nach einem über dreistündigen mit viel Engagement und abwechslungsreichen Programm der Karnevalssitzung der Frauengemeinschaft St. Audomar erleben, bei der auch Männer aktiv auf der Bühne mitgewirkt haben!
- Toll 2: Bei der Bußvorbereitung der Kommunionkinder im Hildeboldzentrum, die sich gut eingebracht haben mit ihren Gedanken „Gutes tun“ (wie der barmherzige Samariter), aber auch zu erkennen wie sie Fehler machen und damit wie ein Stein sind, der hart und verletzend sein kann. Die Liebe und Vergebungsbereitschaft des (barmherzigen) Vaters konnten sie dann wie der (sog. verlorene) jüngere Sohn im Sakrament der Vergebung, der Beichte, erfahren.
- Toll 3: Jahresrückblick durch Leitungsteam auf die vielfältigen Aktivitäten der ökumenischen Initiative miteinander-füreinander mit ihren rund 140 Engagierten - vom Einsatz in der Johannesschule über das JuMa-Cafe, Kö-Repair, Fahrradhilfe bis zur Seniorenbegleitung und dem Spaziertreff „Op Jöck“ u.v.a.m.
Die Evangelien der kommenden Sonntage (bis zur Fastenzeit) sind der Bergpredigt entnommen, der großen Rede Jesu am See Gennesaret.
Der wunderschöne Blick von dort, wo heute die Kirche der Seligpreisungen steht, auf den See, die Golanhöhen, Tiberias und die Landschaft Galiläas im Norden Israels hat etwas Meditatives. Bei meiner vierwöchigen geistlichen Auszeit (Recreatio) vor genau 15 Jahren durfte ich dies (und vieles andere) im Lande Jesu erleben. Und ich denke dabei daran, wie ich mit unserem Pater Matthäus beim Fischessen in einem Restaurant zusammen sein durfte. Er war mit einer Reisegruppe im Heiligen Land unterwegs und wir hatten uns dort verabredet.
- Die freudige Begegnung ist allerdings mit Traurigkeit verbunden. Denn am Samstag, 21. Februar, jährt sich der Todestag von Matthäus Pazheveettil zum ersten Mal. Um 17.00 Uhr feiern wir das 1. Jahrgedächtnis in der Hl. Messe in St. Audomar. Anschließend sind alle (von seinen Mitbrüdern des Ordens) zu einem Beisammensein ins Pfarrheim St. Audomar eingeladen.
Unser Kaplan Dr. Albert Kikalulu greift im „Wort für die Woche“ die 7. Seligpreisung heraus: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ und schreibt dazu im Blick auf unsere Zeit:
„Unsere Welt scheint immer stärker von Macht, Besitz und dem Recht des Stärkeren bestimmt zu sein. Konflikte eskalieren, Gewissheiten bröckeln, und das Böse zeigt sich oft raffinierter, als wir es wahrhaben wollen. Mitten hinein spricht Jesus seine Seligpreisungen – nicht als frommen Traum, sondern als Gegenentwurf zur herrschenden Ordnung.
Frieden zu stiften heißt nicht, Konflikten auszuweichen oder alles schönzureden. Es heißt, sich bewusst nicht vom Kreislauf der Gewalt, der Abwertung und der Habgier mitreißen zu lassen. Gottes neue Weltordnung beginnt dort, wo Menschen sanftmütig bleiben, barmherzig handeln, gerecht denken und den Mut haben, anders zu leben. Gott setzt seine Hoffnung nicht auf die Lauten und Mächtigen, sondern auf die, die ein reines Herz haben, die mitleiden können und den Frieden suchen – im eigenen Umfeld, in der Gemeinde, in der Welt. So wird seine Kraft sichtbar, oft unscheinbar, aber tragfähig.“
Was er uns wünscht, finden Sie in den Pfarrnachrichten.
„Die Solidarität des Papstes mit den Leidenden, seine Gebete für die Zivilbevölkerung, die den Winter überstehen muss, und sein Appell an die Welt, die Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges zu verstärken, sind eindringliche Mahnungen an unsere gemeinsame Menschlichkeit und die dringende Notwendigkeit eines dauerhaften Friedens", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform "X".
Papst Leo hatte beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz seine Appelle für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erneuert. „Auch in diesen Tagen wird die Ukraine von anhaltenden Angriffen heimgesucht, ganze Bevölkerungsgruppen sind dadurch der winterlichen Kälte ausgesetzt. - Die Fortsetzung der Kampfhandlungen mit ihren immer schwerwiegenderen Folgen für die Zivilbevölkerung vertieft die Kluft zwischen den Völkern und rückt einen gerechten und dauerhaften Frieden in die Ferne."
Er verfolge die Ereignisse mit großer Trauer und sei in Gedanken und im Gebet bei den Leidenden. „Ich appelliere an alle, ihre Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges weiter zu intensivieren."
- Konkrete Hilfe ist gefragt. Weiterhin herrscht in der Ukraine ein Engpass an Energie. Aus Wachsresten werden „Büchsenlichter“ gefertigt – eine alternative Heizquelle zum Kochen und Aufwärmen. In unseren Kirchen finden Sie Kisten, in denen wir die Wachsreste sammeln und weiterleiten! Wir sammeln Wachsreste aller Art. Bitte KEIN Wachs in Gläsern und in Glas- oder Plastikumfassungen. Weitere Informationen unter: dovira-help.de/kerzenwachs/.
Wer es immer noch nicht verstanden hat, wie gefährlich die AfD ist, sollte sich das Wahlprogramm dieser vom Verfassungsschutz gesichert rechtsextremistischen Partei zur Landtagswahl im September in Sachsen-Anhalt anschauen.
Die Kölner Kirchenzeitung berichtet in der aktuellen Ausgabe unter dem Titel „Frontalangriff gegen die Kirchen“. Es sieht für den Fall einer Regierungsübernahme vor, die Zahlung der Staatskirchenleistungen einzustellen, ebenso den staatlichen Kirchensteuereinzug. Zudem will der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Landesverband das Kirchenasyl unterbinden.
In dem Papier spricht die AfD von "Kirchensteuerkirchen". Da diese sich von ihrer "Kernaufgabe", der Pflege des christlichen Glaubens, entfernt hätten und eine "Regenbogenideologie" propagierten, wolle man "all ihre Privilegien abschaffen". Weiter heißt es: "Gerade weil wir um die Bedeutung des Christentums wissen, greifen wir die Kirchensteuerkirchen an, denn die großen Kirchen schaden dem Glauben."
Die AfD will im Fall einer Regierungsübernahme die Staatsleistungen, die das Land jährlich an die Kirchen zahlt – derzeit rund 43 Millionen Euro – ersatzlos streichen. Ihr zufolge können die Staatsleistungen auch ohne weitere Kompensation eingestellt werden. Das ist juristisch fraglich, da die bestehenden Verträge nicht einseitig aufgekündigt werden können. Die meisten Staatsleistungen gehen zurück auf das Jahr 1803. Damals wurden zahlreiche Kirchengüter enteignet und verstaatlicht. Staatsleistungen sind vergleichbar mit Pacht- und Mietzahlungen. Der staatliche Zuschuss für die Evangelische Akademie in Wittenberg in Höhe von jährlich 70.000 Euro soll ebenfalls unverzüglich gestrichen werden. Die AfD wirft ihr "politische Agitation im Sinne der Altparteien" vor.
Zudem will die AfD den staatlichen Kirchensteuereinzug einstellen. Tatsächlich zieht die staatliche Finanzverwaltung für die Kirchen die Kirchensteuer ein, die sich an der Höhe der Einkommensteuer bemisst. Für diese Dienstleistung erhält der Staat aber auch von den Kirchen einen Anteil von zwei bis vier Prozent.
„Synodalität“ ist ein Wort, das in der katholischen Kirche in den letzten Jahren polarisiert. Leider sehen darin einige den Untergang der „wahren“ Kirche. Aber wie soll Wandel und Veränderung kommen, wenn alles so bleibt wie es (niemals) war?
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist der bekannteste Kritiker des Synodalen Weges. In einem großen Interview mit dem bistumseigenen Domradio hat er in dieser Woche seinen Standpunkt dargelegt. Eigentlich nichts Neues, aber so klar formuliert…
Ein paar Zitate. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, dann verstehen Sie manches besser, auch wie dieses Erzbistum „von oben nach unten“ umstrukturiert wird. Transformationsprozess zur effektiven modernen Verwaltung (und besseren Kontrolle?!)
- Bilden Sie sich Ihre Meinung!
Den Wortlaut finden Sie unter https://www.domradio.de/artikel/kardinal-woelki-erlaeutert-ausstieg-vom-synodalen-weg
- „Für mich ist der Synodale Weg abgeschlossen.“
- „Wir leben als Katholiken in einer hierarchisch-sakramental verfassten Kirche. Das ist nicht einfach eine Frage der Organisation, sondern eine Frage des Wesens der Kirche. Und das ist die Basis, auf der wir einen gemeinsamen synodalen Weg gehen müssen. In dieser Kirche hat der Bischof für sein Bistum in letzter Instanz eine Entscheidungsgewalt, die ihm von Christus selbst übertragen ist.“
- „Wir können dabei aber nicht über alles ergebnisoffen diskutieren. Um einmal ein bewusst abwegiges Beispiel zu nennen: Wir können nicht darüber abstimmen, ob Jesus von den Toten auferstanden ist. Wenn am Ende eine Mehrheit zu der Überzeugung käme, dass er es nicht ist, und ich das als Bischof akzeptieren müsste, wäre das für mich ausgeschlossen.“
- „Die Spannungen bedrücken mich, weil ich niemandem unterstellen möchte, nicht das Gute zu wollen."
- „Ich bin gespannt, welche Reaktionen es auf die Theologie von Kardinal Woelki geben wird. Denn Theologie war und ist immer vielseitig – von den Evangelien angefangen bis heute! Und hoffentlich morgen auch!
Einen ganz anderen Blick – mit gemischter Bilanz zum Synodalen Weg - hat der aus Köln stammende Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger aufgezeigt.
- „Die Stimme der drei (gemeint sind die Bischöfe Woelki, Oster und Vorderholzer) ist im Konzert der deutschen Kirche eine wichtige. - Ich würde es bedauern, wenn sie in der künftigen Synodalkonferenz fehlte." Es gehört doch zur Synodalität, nicht nur die eigene Meinung zu bestätigen.“
- „Ein Bischof ist gut beraten, wenn er nicht dauerhaft Bischof gegen die Gläubigen ist. Wenn ich als Bischof sage, „ich höre nicht nur die Stimmen der Gläubigen, sondern binde mich an diese Stimmen, sofern das nicht völlig gegen mein Gewissen geht“, dann führt das automatisch zur Mitbestimmung der Gläubigen, die dadurch mit in ihrer Beratungsfunktion auch wirklich ernstgenommen werden.“
- Mit der neuen Grundordnung des Arbeitsrechts für die kirchlichen Mitarbeitenden, in der die persönliche Lebensführung arbeitsrechtlich nicht mehr so bestimmend ist, sei ein positives Beispiel für den Synodalen Weg. Ebenso die Segensfeiern für Paare, die sich lieben“ oder der „Predigtdienst, Tauf- und Eheassistenz von Laien sind vielerorts Praxis“, so Bischof Kohlgraf. Und: Für die Zulassung von Frauen zum Diakonat hat die noch von Papst Franziskus eingesetzte römische Studienkommission erst kürzlich die Perspektiven zumindest offengelassen.“
Theologie ist eben vielfältig. Die Praxis in der Weltkirche (dazu zählt auch Deutschland!) und im Erzbistum Köln sind es auch!
Die heute verkündeten Seligpreisungen sind wichtige Gedanken Jesu. Es ist ein Anti-Entwurf zu dem Machtgehabe unserer Welt auch in dieser Zeit. Mitbauen an einer besseren Welt…z.B.:
„Unsere Arbeit ist getan!“ teilt der Förderverein von Uzondu/ Nigeria mit. So wurde von den Mitgliedern beschlossen, den Verein zum 31. Dezember 2025 aufzulösen.
„Dieser Schritt fällt uns nicht leicht. Doch aus Altersgründen und mangels einer geeigneten Nachfolge haben wir uns nach sorgfältiger Überlegung und im Sinne einer geordneten Vereinsführung zu diesem Entschluss entschieden.“ …
Seit 2001 wurde – dank treuer Unterstützung, Spenden und unermüdlicher ehrenamtlicher Hilfe – der Aufbau und Betrieb eines Krankenhauses in Nigeria ermöglicht, das St. Mary’s Children and Community Hospital Umuowa. Die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern wurde in dieser Region Afrikas nachhaltig verbessert.
„Heute, nach fast 25 Jahren engagierter Arbeit, dürfen wir mit Stolz sagen: Das Ziel ist erreicht. Das Krankenhaus steht auf eigenen Füßen, ist organisatorisch und finanziell selbstständig und kann seine wichtige Arbeit eigenverantwortlich fortsetzen.“ Mehr dazu auf www.stmaryshospitalumuowa.com.
Ein herzliches Dankeschön sage ich Frau Kathi Hoss, der „Königin von Nigeria“ und allen, die zu diesem Erfolg von Uzondu beigetragen haben durch Mitarbeit und Spenden! Ein Vierteljahrhundert weltkirchliches Engagement! Danke!
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag und eine gute Woche! Im Sinne von Ingo Zambaroni von den Tagesthemen: „Bleiben Sie zuversichtlich!“
Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus 5,1-12a: Seligpreisungen
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg.
Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.
2 Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:
3 Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
4 Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden.
5 Selig die Sanftmütigen; / denn sie werden das Land erben.
6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; /
denn sie werden gesättigt werden.
7 Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.
8 Selig, die rein sind im Herzen; / denn sie werden Gott schauen.
9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
10 Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; /
denn ihnen gehört das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt
und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
12a Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
