Guten Tag zusammen,
wenn in Grefrath die Frauengemeinschaft ihre beliebten Karnevalssitzungen hält (in der Woche vor Weiberfastnacht), dann ist klar, dass der Höhepunkt der närrischen Tage nicht mehr weit ist! Die fünfstündige Sitzung mit rund 25 Mitwirkenden auf der Bühne (darunter auch zahlreiche Nachwuchsaktive, die für Fortsetzung der Tradition stehen) war wieder mit einem abwechslungsreichen Programm ein Erlebnis mit viel Lachen, echten bekannten kölschen (Karnevals-)Lieder singen, schunkeln, fröhlich-sein. Rundum gelungen, mit zahlreichen Zugaben. Alaaf!
Der „Ernst des Lebens“ kommt allerdings auch in dieser Woche vor. So hat der Kirchenvorstand Heilig Geist eine Stellungnahme aus gegebenem Anlass herausgegeben: „In einem aktuellen politischen Antrag wurde behauptet, die Heilig-Geist-Kirche in Bachem solle entwidmet werden. Diese Darstellung ist nichtzutreffend. Der Kirchenvorstand stellt klar: Für die Heilig-Geist-Kirche wurde bislang weder eine Entwidmung beschlossen noch ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Es bestehen derzeit keine verbindlichen Planungen zur Aufgabe des Kirchenstandorts. Der Kirchenvorstand informiert die Gemeinde selbstverständlich, falls sich an dieser Situation künftig etwas ändern sollte.“
Ja, es wird in Zukunft gravierende Veränderungen geben! Das wird von Seiten des Bistums seit längerem wortreich angekündigt und mit einer großangelegten Verwaltungsreform eingeleitet. Dieser „Transformationsprozess“ führt allen Kirchenvorständen (und anderen Beteiligten / Betroffenen) nahezu täglich vor Augen, wie die Behörde umstrukturiert und erweitert wird. Was das konkret für uns bedeutet, ist auch Leitenden Pfarrern noch nicht bekannt! Die Konkretisierung nimmt allerdings wortreich Gestalt an...
Mit den Gebäuden in der Pfarreiengemeinschaft Frechen – wie im gesamten Erzbistum - wird zunächst eine „Bauliche Potentialanalyse“ von einem externen Büro durchgeführt, die eine zukunftsorientierte und transparente Bewertung des gesamten pfarrlichen Immobilienbestandes zwingend erforderlich macht, besonders im Blick auf die anstehende Fusion 2027. Es ist, so das Erzbistum, „ein praktisches Steuerungselement, mit dem Pfarrgemeinden ihren Gebäudebestand für die nächsten fünf Jahre planen können. Diese Planung verlangt fundierte Entscheidungen.“
Der Bau- und Immobilienausschuss des KGV in Frechen wurde in der vergangenen Woche als Projektgruppe für diese Potentialanalyse unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenvorstände und steht für die Zusammenarbeit mit dem durchführenden externen Büro und dem EGV zur Verfügung. Wir werden – siehe oben Beispiel Bachem – informieren…
Kirche lebt von Menschen, die „Salz der Erde“ sind oder „Licht der Welt“, wie wir es heute im Evangelium hören. Zwei Beispiele:
- Stichwort: langjähriges ehrenamtliches Engagement. Frau Andrea Lersch-Scholz hat die Leitung der Bücherei im Hildeboldzentrum nach 17 Jahren abgegeben und ein Viererteam übernimmt nun diese Aufgabe. Für den langjährigen Einsatz für die KÖB St. Sebastianus möchte ich Andrea Lersch-Scholz herzlich danken. Es verdient höchste Anerkennung über so lange Zeit Verantwortung zu übernehmen, die Bücherei und mit großem Engagement und Verlässlichkeit zu leiten. Und nun der Bücherei weiterhin verbunden bleiben und die Erfahrung dem Team zu erhalten. Gleichzeitig ist es erfreulich, dass mit dem neu gewählten Leitungsteam eine gute Kombination aus Erfahrung und neuen Impulsen gefunden wurde. Der Dank ist verbunden mit dem Wunsch zu weiterem Erfolg und Freude aller Mitarbeitenden bei den anstehenden Aufgaben.
- Stichwort Veränderungen in unseren Gruppierungen. Zum ersten Mal hat die Matthias-Bruderschaft eine Brudermeisterin: Hilde Schmitz-Krahm wurde von den Mitgliedern gewählt und Lieselotte Porschen zur Geistlichen Begleiterin. - Auch den bisherigen Vorstandsmitgliedern sei herzlich gedankt!
Nun vom Apostelgrab in Trier zum Herkunftsland der Apostel, dem Land Jesu. - Unter dem Leitwort „Land der Verheißung: Begegnung mit Menschen der Hoffnung“ fand vom 17. bis 21. Januar zum 25. Mal das Internationale Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land statt. Bischöfe aus 13 Ländern reisten in die Region, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation und den vielfältigen Herausforderungen der Menschen – insbesondere der christlichen Gemeinden – zu machen, u.a. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz aus Paderborn. Im Zentrum der Reise standen Begegnung und Austausch mit den Menschen vor Ort. So besuchten die Bischöfe unter anderem das Dorf Taybeh im Westjordanland, das letzte rein christliche Dorf der Region. Dort wurde insbesondere die zunehmende Bedrohung durch israelische Siedlergewalt deutlich. „Im direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort zeigt sich, wie sehr die Einschüchterungsversuche und direkten Attacken in den vergangenen Monaten zugenommen haben, ohne dass die israelischen Sicherheitskräfte wirksam eingreifen“, erklärte Erzbischof Bentz.
Einen Einblick in die dramatische Lage im Gazastreifen erhielten die Bischöfe im Gespräch mit der katholischen Gemeinde „Zur Heiligen Familie“ in Gaza. Die Gemeinde ist seit Beginn des Krieges ein Ort der Zuflucht für Hunderte Menschen geworden.
„Das Internationale Bischofstreffen ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität der Weltkirche mit den Menschen im Heiligen Land. Die Weltkirche kommt, um zuzuhören, um den Menschen vor Ort zu zeigen: Ihr werdet gesehen – und ihr seid nicht allein.“ Ausführlicher: https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2026/2026-008a-Internationales-Bischofstreffen-im-Heiligen-Land-beendet-Erklaerung.pdf
Während der ukrainische Energieminister bei zweistelligen Minusgraden vom „Versuch eines winterlichen Völkermordes“ spricht, sieht der amerikanische Präsident keinen Wortbruch von Putin, der angeblich eine einwöchige Waffenruhe versprochen hätte und stattdessen mit schweren Luftangriffen die Menschen drangsaliert.
- Idee: die beiden so engen Kumpels, die die Welt in Atem halten, sollten mal eine Nacht in einem der 1.100 Wohnblocks ohne Heizung, Strom und Wasser verbringen! Dann wäre der Krieg gegen die Menschlichkeit wahrscheinlich schnell beendet!
- Am 3. Februar war der Gedenktag des Hl. Blasius, an diesem Samstag/ Sonntag wird dieser Segen in unseren Messfeiern gespendet.
Für die Gottesdienste der katholischen Kirche gibt es offizielle liturgische Bücher. Das Benediktionale, das Buch für vielfältige Segnung (bisher nicht für Paare, die sich lieben) ist in Überarbeitung. Die Zeitschrift Gottesdienst (herausgegeben vom Liturgischen Institut) bringt in lockerer Folge Beispiele mit neuen Formulierungen, die zeitgemäßer das Gesagte ausdrücken sollen, im Januar zum beliebten Blasius-Segen (mit den ineinander verschlungenen Kerzen). Der heilige Blasius war Arzt und Bischof und starb als Märtyrer.
Gebetseinladung: Schwestern und Brüder, Gott hat allen Geschöpfen den Lebensatem geschenkt. Und doch wissen Menschen seit jeher, dass auch Krankheit und Leiden zum Leben gehören. Sie suchen Hilfe bei Gott, sie bringen Kranke zu Jesus. Die einen finden Heilung, andere Trost in ihrer Not. In einem Moment der Stille legen wir in Gottes Hand, was uns jetzt bewegt. Der Leben spendende Gott schenke dir Gesundheit und Frieden. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Bruder und Herrn.
Andere Segensformulierungen können sein:
- Jesus Christus schenke dir Erleichterung in allem Schweren.
- Jesus Christus lasse sein Licht in dein Leben fallen und löse alle Dunkelheiten.
- Jesus Christus heile deine Wunden.
- Der Herr behüte dein Leben.
- Der Leben spendende Gott schenke dir Gesundheit und Frieden.
- Jesus Christus lasse sein Licht in dein Leben fallen und löse alle Dunkelheiten.
Und dann: Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne dich …
Das vollständige Modell finden Sie unter www.gottesdienst.net und sind eingeladen bis zum 20.2.2026 eine Rückmeldung zugeben.
Noch einmal ein paar bischöfliche Stimmen zum Synodalen Weg. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck erkennt in der Synodalität einen „Ausdruck einer geistlichen Haltung", die auch künftig ein zentrales Element des kirchlichen Selbstverständnisses sein wird. „Synodalität ist kein Projekt mit Ablaufdatum." Den Synodalen Ausschuss bezeichnete er als ein „Ergebnis, das nicht selbstverständlich war". Und: „Es braucht Geduld, Realismus, Ernsthaftigkeit und Augenmaß", um die neuen Strukturen nun mit Inhalt zu füllen.
Die in Deutschland diskutierten Themen – von Strukturreformen bis zu spirituellen Fragen – seien „keine isolierten Phänomene, sondern allesamt Themen der Weltkirche". Kritisch wies Overbeck zudem Vorwürfe zurück, der Synodale Weg stehe im Widerspruch zur kirchlichen Lehre: „Er sollte als Ausdruck gelebter katholischer Verantwortung verstanden werden – verbunden mit einem gemeinsamen, ehrlichen Ringen um die nächsten Schritte."
Der Fuldaer Bischof Michael Gerber hält den Reformdialog der katholischen Kirche in Deutschland für beispielhaft, mit einer Strahlkraft über die Kirche hinaus. - Schließlich gelte es, einem Trend zur Empathielosigkeit zu begegnen, wie ihn verschiedene Politiker oder der Unternehmer Elon Musk befeuerten. Er selbst habe den Synodalen Weg als „Schule der Empathie" erlebt, in der es beispielsweise zu einem ehrlichen Austausch mit Angehörigen sexueller Minderheiten gekommen sei.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing sprach von einem gelungenen „Kulturwandel" in der katholischen Kirche. Bei dem Reformprojekt sei es um „Umkehr und Erneuerung" gegangen. Ausgangspunkt sei der „Schock des Missbrauchsskandals" gewesen, der viel Vertrauen zerstört habe. Den habe man mit einem „dezidierten und beharrlichen Kulturwandel in der Kirche" überwinden wollen. Dieser Prozess habe „Grenzen, aber auch Möglichkeiten". - Ausdrücklich dankte Bätzing den Gesprächspartnern in der vatikanischen Kurie, die den Synodalen Weg kritisch begleitet hätten, für ihre Anregungen und für ihr Vertrauen. Er sei zuversichtlich, dass es für die geplante Synodalkonferenz die nötige Zustimmung aus Rom geben werden. Man habe „alle römischen Anmerkungen" eingearbeitet. Es gebe auch im Vatikan einen „Willen, diesen Weg mitzutragen". Den deutschen Bischöfen, die dem Synodalen Weg kritisch gegenüberstehen und sich zwischenzeitlich aus dem Reformdialog zurückzogen, warf Bätzing eine „Selbstisolation" vor. Sie gerieten mehr und mehr in „Erklärungsnöte". Er sei aber zuversichtlich, dass die deutschen Bischöfe wieder zusammenfinden würden.
Nachdem wir am vergangenen Sonntag die Seligpreisungen als Auftakt der Bergpredigt Jesu gehört haben, geht es heute um das, was Jesus uns zusagt:
- „Ihr seid Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt!“
Nicht. Wollt ihr mal überlegen, ob …! Oder. bildet mal einen Arbeitskreis, der sich Gedanken macht… Kein bürokratischer Überbau: Nein, einfach „Ihr seid…“!
- Was bedeutet es für uns Salz und Licht für die Menschen zu sein in der Umbruchzeit und Veränderungen auf dem Weg zu Fusion in Frechen für unsere Gemeinden?
- Wie können wir Salz, Würze für die Menschen unserer Stadt sein? Wie können wir Licht zu denen bringen, die auf der Schattenseite des Lebens sind, deren Leben dunkel ist? Mit Sorgen und Nöten verschiedenster Art.
Salz sein: sich gesellschaftlich engagieren, für die, die am Rande stehen, …
Licht sein: Traurige trösten, Kranke besuchen, zuhören, ermutigende und wertschätzende Worte sagen…
Ja, wir sind Salz der Erde und Licht der Welt, im Wissen darauf, dass wir selig (glücklich von Gott) sind (vgl. die Seligpreisungen am vergangenen Sonntag).
Was Nachfolge Jesu bedeutet, hat auch unser Pfarrgemeinderat bei seiner Januar-Sitzung zum Ausdruck gebracht: „Sie ließen alles liegen“, die ersten Jünger (vgl. Lk 5,1-11). Was dies für die PGR-Mitglieder bedeutet, können Sie im Echo der Pfarrnachrichten lesen: O-Töne und ein Bericht.
- Messen an Karneval: Sonntag 8. Februar, 11.00 Uhr Kölsche Mess in St. Audomar und zeitgleich in Heilig Geist, Bachem, für Familien mit kleinen Kinder Karnevals-Gottesgeschichten (gerne mit Kostüm); Mittwoch, 11. Februar, 18.00 Uhr Hl. Messe in St. Ulrich „met Kölsche Wööt un Tön“ (vom Kapellenchor mitgestaltet) und an Weiberfastnacht, 12. Februar, 9.00 Uhr Kölsche Mess in St. Mariä Himmelfahrt, Grefrath, anschließend Frühstück im Pfarrheim (dazu Anmeldung erforderlich)
- Bitte beachten Sie: die Hl. Messen in St. Severin und St. Antonius fallen an Weiberfastnacht aus - und am Karnevalswochenende 14./15. Februar fallen die Hl. Messen in Hl. Geist und St. Severin aus!
- Ein Tipp, auch für Nicht-Karnevalisten: Wer eine „Pause mit Gott“ machen möchte, ist am Mittwochabend, 11. Februar, um 19.00 Uhr ins Pfarrheim St. Audomar eingeladen: „Singen – beten – Gedanken zu biblischen Texten – Austausch zu Themen, die uns wichtig sind: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“
Ich wünsche allen Zuversicht, Hoffnung und Stärkung aus dem Glauben und der Gemeinschaft, in der wir als Christinnen und Christen stehen! Mit oder ohne Karnevalfeiern: Alaaf!
Einen schönen Sonntag und eine gute Woche! Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus 5,13-16: Das Doppelbildwort vom Salz und vom Licht
Jesus sagt:
13 Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden.
14 Ihr seid das Licht der Welt.
Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
15 Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel,
sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.
16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.
