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St. Antonius von Padua

Sonntagsgruß zum 23. Sonntag im Jahreskreis

Guten Tag zusammen,

die Patrozinien von St. Maria Königin und St. Audomar werden an diesem (6.9.) und kommenden Sonntag (13.9.) mit Hl. Messe und anschl. Begegnung gefeiert.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Achim Fink spricht in der Regel im Gottesdienst vor dem Segen über die Themen, die den PGR beschäftigen. Diesmal finden Sie seine Gedanken in den aktuellen Pfarrnachrichten. Interessant sind sie für alle (!) in der Pfarreiengemeinschaft. Hier nur einige Auszüge:

„Neue Leiterinnen und Leiter haben sich ausbilden lassen, und inzwischen gehören auch sonntägliche Wortgottesfeiern zu unserem Gottesdienstangebot. Das ist nicht einfach nur eine organisatorische Ergänzung. Dahinter stehen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihren Glauben mit anderen zu teilen.

Dafür möchte ich allen Leiterinnen und Leitern unserer Wortgottesfeiern von Herzen „Danke“ sagen.

Und ebenso danke ich Ihnen allen, die dieses Angebot annehmen und sonntags mitfeiern. Denn genau daran zeigt sich für mich, was Gemeinde ausmacht: Menschen kommen zusammen, feiern ihren Glauben und tragen einander.“

„Auch wenn sich unsere Kirche verändert, gibt es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

Natürlich beschäftigt uns auch die Frage, wie unsere Gottesdienste in Zukunft aussehen können. Wir müssen damit rechnen, dass uns perspektivisch weniger Priester, weniger Küster sowie weniger Kirchenmusiker zur Verfügung stehen werden. Gleichzeitig erleben wir, dass manche Gottesdienste am Wochenende von immer weniger Menschen besucht werden. Daher müssen wir uns fragen, wie wir unter veränderten Bedingungen auch in Zukunft lebendige Gottesdienste ermöglichen können. Dabei geht es nicht darum, heute schon fertige Antworten zu präsentieren oder vorschnell etwas abzuschaffen. Wir wollen vielmehr hinschauen, miteinander sprechen und uns vorbereiten. Oder, kurz gesagt: Wir beraten – wir bereiten uns vor.“

„Ein weiterer Schritt, den wir im Pfarrgemeinderat gegangen sind, betrifft unsere Zusammenarbeit und Beteiligung. Wir haben damit begonnen, unsere Sitzungen für zwei Vertreter der indischen Gemeinde sowie für jeweils ein entsandtes Mitglied der Ortsausschüsse zu öffnen, die bislang nicht durch gewählte Mitglieder im Pfarrgemeinderat vertreten waren. Das ist für mich mehr als eine formale Beteiligung. Wir werden die Zukunft unserer Gemeinden nur dann gut gestalten können, wenn wir unterschiedliche Erfahrungen, Wünsche und auch Sorgen miteinander teilen. Denn Gemeinde ist nicht das Pfarrbüro. Gemeinde ist nicht der Pfarrgemeinderat. Gemeinde sind wir alle.“

Im Blick auf die anstehende Fusion zum 1.1.2027 mit ihren Chancen, Neues aufzubauen trotz kleiner werdender finanzieller Spielräume, den Belastungen für Haupt- und Ehrenamtlichen, den Fragen über die zukünftigen Strukturen der Gremien u.a.m. weist Achim Fink auf die Gemeindeversammlung am Sonntag, 15. November, nach der 11.00 Uhr Messe in St. Audomar hin:

„Mir persönlich ist dabei eines besonders wichtig: Wir sollten die Veränderungen nicht nur als etwas betrachten, das „von oben“ kommt und über das andere entscheiden. Wir haben auch selbst die Möglichkeit, unsere Zukunft mitzugestalten.“

  • Wie erwähnt, den informativen Text finden Sie … siehe oben.
  • Und den 15. November schon jetzt im Kalender freihalten!

Von wegen: ich habe nichts gewusst….

In diesem Jahr startet die Woche des Gebetes in St. Severin mit der Abendmesse am Sonntag, 27. September. Integriert in die Abendmesse ist ein Austausch zu Lukas 24,13-35 Emmaus – Wandlung erfahren mit Pfarrer Dürig. Enden wird die Woche des Gebetes am Sonntag, 4. Oktober, in der Hildeboldkirche mit dem Morgengebet um 8.00 und der Hl. Messe um 11.00 Uhr in der auch die neuen Erstkommunionkinder vorgestellt werden.
Von Montag 28. September, bis zum Samstag, 3. Oktober, ist jeweils um 8.00 ein Morgengebet und um 19.00 die Abendmesse (am 3.10. in Grefrath um 18.30 Uhr) mit anschließendem Bibelgespräch in den jeweiligen Kirchen. Ein Mittagsgebet wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Nach den Morgengebeten soll es bei einer Tasse Kaffee noch die Möglichkeit zum Zusammenbleiben geben.
Die Bibelgespräche sind in diesem Jahr zum Thema „Mehr als Brot und Wein“. In den abendlichen Bibelgesprächen tauschen wir uns aus zu biblischen Geschichten vom Hungern und Sattwerden, von Begegnung und Verwandlung.

Mo., 28.9. 

St. Maria Königin

Ein Festmahl für alle, Jes 25,6-10a

Bettina Straetmanns

Di., 29.9. 

St. Audomar

Hochzeit zu Kana, Voll viel und das ist erst der Anfang, Joh 2,1-11

Malwin März

Mi., 30.9. 

St. Ulrich

Sehnsucht nach Gott, Psalm 42

Albert Kikalulu

Do., 1.10. 

St. Antonius

Martha und Maria, Lk 10,38-42  

Werner Roleff

Fr., 2.10.  

Heilig Geist

Elija, versorgt in Zeiten der Dürre,

1 Kö 17,1-16

Sebastian Andrady

Sa., 3.10

St. Mariä Himmelfahrt

Wo das Feuer schon brennt,

Joh 21,1-14

Wolfgang Fey

  • Schon vorher bietet die kfd St. Maria Königin einen Vortrag von Frau Dr. Annette Jantzen an, die auch im vergangenen Jahr bei uns zu Gast war, am Freitag, 18. September um 19.00 Uhr im Pfarrsaal der Gemeinde: „Maria von Nazaret: ein neuer Blick auf eine große Frau!“ Für die Planung bitte anmelden bis zum 11. September bei renatehintzen@web.de.
  • Wer sich sportlich betätigen möchte…am Montag, beginnt das Stadtradeln in Frechen.

Es geht darum geht, in einem Zeitraum von 21 Tagen (07.-27.09.26) möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Machen Sie im Team

katholische Kirche mit: www.stadtradeln.de/frechen.

Heute geht der Blick im Sonntagsgruß von Frechen nach Israel und Palästina, wo auch die kleine christliche Minderheit unter dem Konflikt leidet.

Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche, hat sich zu den unsäglichen Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir geäußert, die international Empörung hervorgerufen. Zurecht! Die Forderung, täglich 30 bis 40 Personen im Gaza-Streifen zu töten, zeigt ein erschreckendes Ausmaß an Verrohung und Menschenverachtung, das niemandem gestattet ist und erst recht nicht einem Minister, dem die öffentliche Sicherheit anvertraut ist. Ben-Gvir geiferte über Menschen, die es nicht verdienten zu leben. Gruppen in der Bevölkerung von Gaza sprach er schlichtweg das Menschsein ab. Das widerspricht grundlegend nicht nur dem christlichen, sondern dem biblischen Menschenbild, das Christen und Juden miteinander verbindet. Solche Parolen, wie jetzt geäußert, enthüllen den wahren Charakter des Rechtsextremismus, und zwar nicht nur in Israel: Die Überzeugung, dass jeder Mensch über eine unantastbare Würde verfügt, ist hier gänzlich abwesend, zumindest hat sie anscheinend jede Relevanz in politischen und auch militärischen Auseinandersetzungen eingebüßt. Es ist eine Sache, die Gewalt der Hamas zu bekämpfen, und eine andere, in einem solchen Kampf jeglichen moralischen Maßstab im Denken und Handeln zu verlieren. Auch der Feind im Krieg bleibt ein Mensch. Wo dieser Konsens aufgekündigt wird, gibt es kein Halten mehr auf der abschüssigen Bahn in den Nihilismus. Die Welt würde zum Schlachthaus.

Es braucht kaum erwähnt zu werden, dass die Rhetorik des Ministers und der dahinterstehende Ungeist jegliche Schritte zur Lösung der Konflikte im Nahen Osten in noch weitere Ferne rücken. Das gilt nicht nur für Gaza, sondern auch für das Westjordanland, wo die völlig außer Rand und Band geratene Siedlergewalt vom israelischen Staat nicht wirkungsvoll kontrolliert wird. Rhetorische Brandfackeln, die von einem hochrangigen Vertreter des Staates geworfen werden, nähren das Feuer des Hasses und den Vernichtungswillen auf allen Seiten.

Eine politische Folge davon ist die wachsende internationale Isolation Israels, über die sich niemand freuen wird, der es mit dem Frieden im Nahen Osten und mit dem Wohlergehen Israels ernst meint. Stillschweigen und Wegsehen ist in dieser Situation gerade den Freunden Israels nicht erlaubt. Auch um Israels Zukunft willen müssen sie ein Stoppschild aufstellen. Es ist gut, dass sich unsere Regierung jetzt in dieser Situation klar positioniert hat. Es ist auch gut nachvollziehbar, wenn in der Europäischen Union über wirksame Sanktionen nachgedacht wird. Worte brauchen Taten. Israel muss verstehen, in welche Lage es gerät, wenn die derzeitige Dynamik nicht gestoppt wird. Offenkundig werden die Palästinenser weiterhin Opfer sein, nicht nur die militanten Kräfte, sondern auch die zivilen Bürger – Christen wie Muslime –, die nichts als ein erträgliches Leben für sich und ihre Gemeinschaften erstreben. Aber auch Israel selbst und seine Einwohner werden Stück für Stück mehr zu Opfern einer Politik, die die Legitimität schmelzen lässt und das positive Selbstbild, das auch die anderen überzeugt, verdunkelt. 

„Wer stoppt die jüdischen Siedler?“ lautete kürzlich eine Überschrift unserer Kirchenzeitung. Die rasant wachsenden israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland (Palästina) machen Zweistaatenlösung immer schwieriger. Immer häufiger werden Häuser und Autos von Palästinensern in Brand gesteckt – viele leben in Todesangst!  

  • Wir dürfen nicht schweigen! Die geschwisterliche Zurechtweisung Jesu im heutigen Evangelium dürfen wir gerne als Anregung für berechtigte Kritik auch an der Politik der israelischen Regierung ernst nehmen. Dort heißt es:

„Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.“

  • Schließen wir die Menschen in Palästina und Israel in unser Gebet ein! Bitten wir Gott um Bekehrung der Herzen von denen, die die Welt bedrohen mit Waffen oder Worten und für die Menschen nichts zählen, weil sie „anders“ sind.
  • Bleiben wir achtsam vor Antisemitismus, Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust und jeder Art von Menschenverachtung!

Einige Zitate aus der 80Jahrfeier von Nordrhein-Westfalen runden die heutigen Gedanken ab. Die Kirchen haben die gesellschaftliche Vielfalt des Landes betont: kein anderes Bundesland habe „Menschen verschiedener Herkunft, Sprachen, Religionen und Kulturen integriert. Wir sind nicht fertig damit." So die evangelische Präses von Westfalen, Dr. Adelheid Ruck-Schröder.

 

Eindringliche Sätze auch des neuen Bischofs von Münster, Dr. Heiner Wilmer:

  • „Arm ist, wer das Land schlechter redet, als es ist, wer vor Angst vergeht und die Freiheit eintauscht gegen Sicherheit.
  • Arm ist, wer in der identitären Debatte meint, exakt sagen zu können, wer wir sind und wer die anderen sind, und dann munter ins Blaue wählt."
  • „Reich ist, wer erkennt, dass der Wohlstand unseres Landes wesentlich auch den ausländischen Bergarbeitern im Ruhrgebiet zu verdanken ist."
  • „Reich ist, wer dankbar ist für den syrischen Chefarzt, für die muslimische Krankenschwester und für den katholischen Kongolesen, der auf der Intensivstation arbeitet."

Übrigens: In Nordrhein-Westfalen leben knapp 18 Millionen Menschen, davon hat fast jeder Dritte einen Migrationshintergrund. Knapp ein Drittel der Einwohner ist katholisch, ein Fünftel evangelisch. Annähernd die Hälfte gehört einer anderen Glaubensgemeinschaft oder gar keiner mehr an.

Mit dem Magdeburger Bischof Gerhard Feige – und unzähligen demokratisch gesinnten Menschen - hoffe ich auf die Vernunft der Wahlberechtigten und bitte: „Ich bete, dass der Kelch möglichst an uns vorübergeht, dass Sachsen-Anhalt tolerant, menschenfreundlich und weltoffen bleibt.“ 

Die Ein-Euro-Aktion für unsere Schule in Haiti haben Pater Elex und der gesamte Arbeitskreis bei sonnig-sommerlichem Wetter am Frechener Klüttenbrunnen während des Wochenmarktes erfolgreich durchgeführt: Gutes tun und vielen Menschen begegnen. Das ergab eine ausgesprochen frohe Stimmung. Das finanzielle Ergebnis wird noch bekannt gegeben!

Mit der gut gemeinten, aber auch herausfordernden geschwisterlichen Zurechtweisung Jesu verabschiede ich mich und wünsche Ihnen gute Begegnungen, einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!

Ihr und euer Christof Dürig

 

Mt 18,15-20: Die brüderliche Zurechtweisung

15 Wenn dein Bruder gegen dich sündigt,

dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!

Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.

16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir,

damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde.

17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde!

Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht,

dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

18 Amen, ich sage euch:

Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein,

und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.

19 Weiter sage ich euch:

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten,

werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,

da bin ich mitten unter ihnen.