Guten Tag zusammen,
mit dem heutigen Sonntag (11. Januar) und dem Fest „Taufe des Herrn“, an dem die Sternsinger in vielen Gottesdiensten unserer Gemeinden dabei sind, den Segen verteilen und Geld für Kinder in armen Ländern sammeln, geht die Weihnachtszeit offiziell zu Ende. Spätestens mit der Prinzenproklamation von Mirco I. in Frechen am Samstagabend wird klar, dass die Karnevalsession begonnen hat…
- Herzliche Einladung die Krippen anzuschauen an diesem traditionellen „Krippensonntag im Rhein-Erft-Kreis“: von 14.00 -17.00 Uhr sind auch unsere Frechener Kirchen geöffnet.
Mit dem Fest Taufe des Herrn wird ein weiterer Akzent gesetzt, wer Jesus ist. „Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“
Das Kind in der Krippe ist Gottes Sohn, angebetet von den Hirten aus der Umgebung Bethlehems. Es sind jüdische Menschen, arm und verachtet von vielen der damaligen Gesellschaft. Gesucht und gefunden haben das Jesuskind die Weisen aus dem Morgenland, die Sterndeuter, die im Laufe der Jahrhunderte zu den „Heiligen Dreikönigen“ wurden. Sie haben im 12. Jahrhundert im Kölner Dom eine würdige Grabstätte gefunden. Diese gotische Kathedrale wurde im Mittelalter ein großer und bedeutender Wallfahrtsort und ist heute eine weltweit bekannte Touristenattraktion; allerdings vom Briefbogen des Erzbistums verbannt und gegen ein unbekanntes Wappen getauscht…
Die Festmesse zu Darstellung des Herrn am 6. Januar in St. Audomar war auch in diesem Jahr „Spiegelbild der drei Könige“: unser internationales Seelsorgeteam mit Priestern aus Afrika, Asien und Europa am Altar! Und bei den Gläubigen in den Bänken dasselbe Bild: Weltkirche in Frechen! Reichtum und Fülle des Christseins - geschenkt in Jesus, dem Menschgewordenen!
Zur Globalisierung, die christlich seit 2000 Jahren stattfindet, ohne dass sie so genannt wird, passt ein Artikel der Katholischen Nachrichtenagentur KNA. Unter der Überschrift „Christen leiden, Populisten profitieren“ warnt das katholische Hilfswerk missio Aachen davor, Themen wie die Verfolgung von Christen in aller Welt Fundamentalisten und Populisten zu überlassen.
„In Deutschland wird weiterhin unterschätzt, wie sehr religiöse Dynamiken künftige Fragen der Außen- und Innenpolitik vieler Staaten mitbestimmen", erklärte missio-Präsident Dirk Bingener, ein Priester aus dem Erzbistum Köln. Dabei verwies er auf die US-Angriffe in Nigeria, die die Regierung Trump als Schlag gegen Terroristen, die Christen fortdauernd verfolgt hätten, charakterisiert hatte. Eine breite Debatte über diese Themen sei in Deutschland überfällig, so Bingener weiter. Dabei gelte es aber, „sowohl die politische und rechtspopulistische Instrumentalisierung als auch die Verharmlosung von Verletzungen der Religionsfreiheit von Christen und Angehörigen anderer Religionen zu verhindern".
Während das Thema die internationale Politik beschäftige, werde es in Deutschland „noch nicht ausreichend gesehen oder von Rechtspopulisten für die eigenen politischen Zwecke missbraucht", kritisierte der missio-Chef weiter. In etlichen Ländern des globalen Südens erlebten Christen Diskriminierung, Bedrohung und teils extreme Gewalt.
Das katholische Hilfswerk fordert daher eine differenzierte Auseinandersetzung mit den vielfältigen Ursachen „wie politische Instabilität, soziale Ungleichheit, Korruption, zerfallende Sicherheitsstrukturen und den Einfluss extremistischer Netzwerke". Hierauf müsse Europa noch entschlossener reagieren – durch den Kampf gegen Armut und Staatsversagen, den Ausbau internationaler Schutzmechanismen für religiöse Minderheiten und das Stoppen von Finanzströmen, die Terrorgruppen stärken. „Auch die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik braucht hier eine entsprechende Expertise und Ressourcen. Nur dann kann sie bedrängten Christen und anderen Opfern der Verletzungen von Religionsfreiheit langfristig helfen", fügte Bingener hinzu.
Wenn das Thema Religionsfreiheit wie bisher weitgehend ausgeblendet werde, bestehe die Gefahr der Instrumentalisierung durch radikale Strömungen: „Wenn wir diese Debatten nicht in der Breite führen, drohen extremistische Kräfte – von islamistischen Terroristen im Nahen Osten und Afrika über hindufundamentalistische Bewegungen in Indien bis hin zu christlichen Nationalisten in den USA – das Thema zu dominieren und für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Das werden wir auch in Deutschland gesellschaftlich immer stärker spüren."
Der Papst hat jeden Monat ein Gebetsanliegen, dass er mit den Gläubigen teilt. Nun stammt es im Januar zum ersten Mal von Papst Leo XIV.: „Wir beten, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft geschwisterliche und missionarische Kirche auf zu bauen.“
- Beten wir gemeinsam und auch einzeln in diesem Anliegen und nehmen wir immer wieder Gottes Wort in die Hand, um darüber nachzudenken und versuchen, daraus zu leben und zu handeln!
Mich erinnert dieses Anliegen an den Anfang von unserem Erzbischof, der aus Berlin eine leitende Referentin mitgebracht hatte, die genau dies in allen Sitzungen, u.a. bei den Leitenden Pfarrern, als wichtigen spirituellen Teil eingebracht hat und die wir mehrfach in unsere Pfarreiengemeinschaft zu Abendtreffen eingeladen hatten. Einige werden sich daran erinnern…?!
- Wo ist dieser Ansatz, der neue Gedanken aus der Bibel hervorbringt und unser Christsein im Umbruch bereichert, im Erzbistum geblieben? Z.B. im Pfarrgemeinderat durften wir dies immer wieder positiv erleben…
Heutzutage wird „Lobpreisgesang“ und Eucharistische Anbetung an die vorderste Stelle gerückt… - Vielleicht ist es so, weil da nicht so viel Kritisches und Neues zu Wort kommt?
Oh, was ist mir da für ein Gedanke aufs Papier gekommen…
Mit der Taufe des Herrn kommen wir gedanklich wieder in den Advent und zu Johannes den Täufer zurück, den Wegbereiter des Herrn. Er war der Vorläufer, der uns auch im neuen Jahr einlädt, Wege für Christus und zu den Menschen zu gehen.
2026 – in einem Jahr, welches uns mit den ungezählten Mails „von Köln“ schon zunehmend zu schaffen macht und so Hindernisse in den Weg legt, die „abgearbeitet werden müssen. Und: es ist noch einiges zu erwarten, dass uns gewaltig herausfordern wird…
Allerdings wird offiziell alles als Service für und zum Wohl der Gemeinden gemacht. So heißt das jedenfalls seit Anfang des Jahres: SAPE – „Serviceagentur Pastorale Einheiten“.
Auf der Internetseite des Erzbistums heißt es verheißungsvoll: „Das Transformationsprogramm im Erzbistum Köln ist der Versuch einer verantwortungsvollen Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für eine gute Entwicklung der Pastoralen Einheiten und des Erzbistums insgesamt.
Für unser Erzbistum bedeutet Transformation, Veränderungen anzustoßen, damit die Verwaltung im Erzbistum perspektivisch handlungsfähig bleibt und kirchliches Leben auch in Zukunft ein tragfähiges organisatorisches Fundament hat. Dazu müssen wir unsere Strukturen anpassen. Kurz gesagt: Generationengerecht handeln und heute Entscheidungen treffen, damit auch zukünftig Entscheidungen möglich sind – das ist das Ziel des Transformationsprogramms.“
- Wir werden das Thema in den Gremien und dem Seelsorgeteam aufmerksam verfolgen…
Themenwechsel. Es ist mehr als beunruhigend, wie die Mächtigen dieser Welt mit unserer Erde, den Menschen, den Ländern, der Umwelt umgehen…
Völkerrecht wird nur dann zitiert, wenn es in den „eigenen Kram“ passt. Strafverfolgung von Staatsmännern wird vorgegaukelt, wenn dabei Rohstoffe und Gewinn zu erwarten ist. Warum wird einem Kriegsverbrecher der rote Teppich ausgerollt, anstatt ihm das Handwerk zu legen, wenn er schon nicht verhaftet wird?
Bündnisverpflichtungen und jahrzehntelange Freundschaft und Verlässlichkeit. Fehlanzeige.
Kleineren und schwächeren Ländern kann man drohen, alles wegnehmen. Wie im 19. Jahrhundert die Welt aufteilen, Kolonialismus neuester Art: der Stärkere hat Recht!?
- Wohin hat das nationalistische Verhalten im 19. und 20. Jahrhundert geführt? - War da nicht was? Erinnerung an die Vergangenheit kann Zukunft in der Gegenwart gestalten!
- Was würde Konrad Adenauer sagen, dessen 150. Geburtstag Anlass ist, auf die Grundlagen und Grundwerte Deutschlands, Europas und „des Westens“ zurück zu schauen? Frieden, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde für alle. Von Rechts- und Linkspopulisten und Extremisten auch in unserem Land in Frage gestellt.
Mit dem Fest „Taufe des Herrn“ erscheint nicht nur Johannes wieder in den sonntäglichen Bibeltexten. Auch die Gedanken des 1. Advents kommen mir in diesem Zusammenhang in den Sinn wie Jesu Wort: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ (Mt 24,42.44)
Große Veränderungen stehen in der Evangelischen Kirche in Frechen 2026 an: es gibt drei Pfarrer-Abschiede. Auf dem Gebiet der Stadt Frechen gibt es drei evangelische Kirchengemeinden. Neben der Ev. Kirchengemeinde Frechen gehört Königsdorf zur Ev. Christusgemeinde an der Glessener Höhe sowie Habbelrath (bisher) zur Ev. Kirchengemeinde Horrem. In allen drei Gemeinden werden (langjährige) Pfarrer bzw. eine Pfarrerin verabschiedet.
Zum 31.12.2025 ist Pfarrer Jens Greve in den Ruhestand getreten. Er wird am Sonntag, 18. Januar 2026 um 15.00 Uhr in einem Gottesdienst verabschiedet und entpflichtet. Er war seit 2000 Pfarrer der Gemeinde. Nach der Schließung der Kirche in Habbelrath und dem Abriss einige Jahre später waren die regelmäßigen ökumenischen Schulgottesdienste der Paul-Krämer-Schule und die Gottesdienste zum Weltgebetstag der Frauen wichtige Gemeinsamkeiten vor Ort. Eine weitere Änderung ist mit dem Weggang verbunden: seit dem 1. Januar 2026 ist Horrem / Neu-Bottenbroich / Götzenkirchen / Habbelrath mit der Evangelischen Kirchengemeinde Brüggen / Erft zur Evangelischen Melanchthon Kirchengemeinde Kerpen fusioniert. Nachfolgerin ist Pfarrerin Gesa Francke.
Am Sonntag, 1. Februar, wird Christoph Nötzel, Pfarrer der evangelischen Christusgemeinde in Brauweiler und Königsdorf, mit einem Festgottesdienst um 10.15 Uhr in der Gnadenkirche in Brauweiler verabschiedet. Seit Dezember 2019 war in mit Herz und Leidenschaft Pfarrer in Brauweiler und Königsdorf. Seit 2024 ist die Kirchengemeinde Pulheim - Brauweiler / Frechen – Königsdorf mit Bergheim-Glessen und -Niederaußem zur Christusgemeinde an der Glessener Höhe fusioniert.
Im Sommer wird es auch in der Frechener Kirchengemeinde eine Verabschiedung gehen: die langjährige Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul geht in den Ruhestand. Die Verabschiedung ist für Sonntag, 5. Juli mit einem Gottesdient geplant. Näheres steht noch nicht fest.
Allen dreien wünsche ich Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt.
Abschließend zu den unterschiedlichen Themen und Gedanken passt das neue Ökumenische Friedensgebet 2026, das aus Madagaskar stammt.
Jesus Christus, Fürst des Friedens, du hast gesagt:
,,Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Mt 5,9)
Für unsere verwundete Welt wenden wir uns an dich mit hoffnungsvollen Herzen.
Inmitten der Konflikte, die Nationen spalten, inmitten des Hasses,
der Völker gegeneinander aufbringt, inmitten der Kriege,
die unschuldiges Blut vergießen, rufen wir dir zu:
Lass dein Licht des Friedens in unsere Welt scheinen!
Beschütze besonders die Familien,
die vom Krieg auseinandergerissen wurden,
und erwecke in uns allen die Fähigkeit zu lieben, zu vergeben
und anderen die Hand auszustrecken.
Heiliger Geist, ewiger Friedensstifter,
du kannst Spaltungen und Hass überwinden.
Wir bitten dich:
Heile die seelischen Verletzungen und vereine, was zerstreut ist.
Öffne die Augen all derer, die Unterschiede als Bedrohung sehen,
und zeige ihnen die Schönheit menschlicher Solidarität.
Mache jede Kultur, jede Religion, jede Sprache zu einem Instrument,
dass Einheit in Vielfalt befördert, und lass so auch uns zu Friedensstiftern werden. Amen.
Mit winterlichen Grüßen wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche! Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus, 3,13-17: Die Taufe Jesu
13 Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.
14 Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm:
Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?
15 Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu!
Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen.
Da gab Johannes nach.
16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.
Und siehe, da öffnete sich der Himmel
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach:
Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
