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St. Antonius von Padua

Sonntagsgruß zum 24. Sonntag im Jahreskreis

Guten Tag zusammen,

„Spendenaktion auf dem Frechener Markt:  1000-Euro-Marke geknackt.“ Mit dieser erfreulichen Nachricht in den digitalen Medien der Pfarreiengemeinschaft wurde auf den Erfolg der Ein-Euro-Aktion für unsere Schule in Haiti informiert. Während des Wochenmarktes am Klüttenbrunnen kamen durch den Verkauf von Marmelade, Eierlikör, Honig, selbstgestalteten Karten u.a.m. sowie die Spendensammelaktion 1.073 Euro zusammen! Ein tolles Ergebnis, dass Pater Elex und der gesamte Arbeitskreis bei sonnig-sommerlichem Wetter und guter Stimmung - Gutes tun und vielen Menschen begegnen – erzielen konnten! Danke allen, die dazu beigetragen haben!

·       Welche gute Nachricht können Sie aus dieser Woche erzählen?

Ansonsten?! - Gestern hat sich der islamistische Terroranschlag in den USA mit fast 3000 Toten zum 25mal gejährt! - Und am Sonntag hat eine rechtsextremistische Partei bei einer Landtagswahl 43,8% der Stimmen geholt. Unglaublich, dass so viele Menschen nicht wahrhaben wollen wie so unsere Demokratie, die Freiheit, das Miteinander und auch der Lebensstandard gefährdet sind! 

Vor ein paar Jahren habe ich eine solche Entwicklung für unrealistisch und undenkbar gehalten! Welche Schreckensszenarien werden in einigen Jahren Realität werden? Sorgen, Ängste, Gefahren!

·       Bleiben wir wachsam und schauen genau darauf, das Grundgesetz, Menschenrechte und Rechtsstattlichkeit auch von den Extremisten – die sie nach eigenem Verständnis angeblich gar nicht sind -   eingehalten werden!   

Wenn wir schon mal im Osten Deutschlands sind…

Es ist immer wieder gut über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, also auch über die Bistumsgrenzen – zunächst in die sog. Diaspora-Kirchen Ostdeutschlands. Von da können auch wir lernen, weil auch wir im „katholischen Rheinland“ längst nicht mehr so sind, wie wir waren oder immer noch gefühlt meinen…

Magdeburgs Bischof Gerhard Feige sieht im Lichte des kirchlichen Mitgliederrückgangs formulierte Aufrufe zur Evangelisierung kritisch. „Ich bin sehr skeptisch gegenüber Strategien und Methoden, mit denen Menschen bewusst überzeugt werden sollen", sagte Feige in einem Interview der „Herder Korrespondenz" (September-Ausgabe). Laut Religionssoziologen schritten gesellschaftliche Entwicklungen wie die Säkularisierung, Pluralisierung und Individualisierung voran. „Ich würde zusätzlich noch die Mobilisierung und die Digitalisierung nennen. Die Welt ist unheimlich komplex geworden. Methoden zur Evangelisierung scheinen mir kaum die richtige Antwort auf diese komplizierten Phänomene zu sein."

Mit Blick auf den Auftrag des Evangeliums, die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen, sagte Feige: „Es geht nicht darum, Menschen das Evangelium überzustülpen. Die heutige Zeit fordert uns heraus, möglichst authentisch und diakonisch Kirche zu sein." Neben dem wichtigen karitativsozialen Dienst gebe es auch eine kulturelle Diakonie. „Sie ist dann gefragt, wenn Menschen Formen brauchen – bei großen Katastrophen genau wie im alltäglichen Leben und überall dort, wo sie auf der Suche sind." Das Angebot zur Feier der Lebenswende, einer Feier für konfessionslose Jugendliche, etwa nähmen im Bistum Magdeburg in manchen Jahren an die 1.000 Jugendliche an. Natürlich, so schränkte Feige ein, wäre es schön, wenn die Kirche mehr Mitglieder hätte. „Aber das ist nicht unser erstes Anliegen. Die Aufgabe der Kirche ist es, selbstlos für die Gesellschaft da zu sein."

Angesprochen auf das Bischofsamt, das Feige seit rund 21 Jahren selbst als Diözesanbischof innehat, sprach er von enormen Erwartungen, die sich sowohl seitens der Kirche als auch der Gesellschaft an das Amt richteten. „Zugleich wird man mit niederschmetternder Kritik konfrontiert." Damit habe er zu Beginn seiner Zeit als Bischof so nicht gerechnet. „Meine einstige Vorstellung von der Aufgabe war idealer und heiler als das, worin ich in der Wirklichkeit angekommen bin", so Feige, der im November die für Bischöfe geltende Altersgrenze von 75 Jahren erreicht und dem Papst seinen Rücktritt angeboten hat.

Kritisch äußerte sich Feige in dem Interview über das Bild vom Bischof als Hirten. „Das Hirtenbild ist für viele keine Idealvorstellung mehr – auch, weil es einer patriarchalischen Lebensform entstammt, die heute weitgehend abgelehnt wird." Das Bild könne aber insofern funktionieren, als Menschen immer noch das Bedürfnis hätten, sich anzulehnen, ermutigt und getröstet zu werden. „Es ist Aufgabe des Hirten, Getaufte zu befähigen, ihren Glauben selbstständig zu leben. Der einzige und wirkliche Hirte aber ist Christus selbst. Alle anderen sind höchstens Abbilder. Darunter würde ich heute nicht mehr nur die Bischöfe zählen, sondern alle Seelsorgerinnen und Seelsorger."

Wenig hoffnungsvoll blickt der Bischof laut eigener Aussage auf die Zukunft der akademischen Theologie in Deutschland. „Mit dem Rückgang der Studierendenzahlen werden Lehrstühle und ganze Fakultäten infrage gestellt. Dabei ist die akademische Theologie, insbesondere an staatlichen Universitäten, äußerst wichtig." 

·       Der Kölner Pfarrer Franz Meurer hat den genannten „wichtigen karitativsozialen Dienst“ und die „kulturelle Diakonie“ überzeugend gelebt: „Die Aufgabe der Kirche ist es, selbstlos für die Gesellschaft da zu sein."

Zurück nach Frechen! Diese Einladung eine gute Nachricht, die Sie für sich gewinnbringend nutzen können! Nehmen Sie sich einfach ein wenig Zeit für Gebet, Austausch über einen Bibeltext, die Feier der Eucharistie – auch in der Woche – Begegnung und eine Tasse Kaffee!   

In diesem Jahr startet die Woche des Gebetes in St. Severin mit der Abendmesse am Sonntag, 27. September. Integriert in die Abendmesse ist ein Austausch zu Lk 24,13-35 Emmaus – Wandlung erfahren mit Pfarrer Dürig. Enden wird die Woche des Gebetes am Sonntag, 4. Oktober, in der Hildeboldkirche mit dem Morgengebet um 8.00 und der Hl. Messe um 11.00 Uhr in der auch die neuen Erstkommunionkinder vorgestellt werden.
Von Montag 28. September, bis zum Samstag, 3. Oktober, ist jeweils um 8.00 ein Morgengebet und um 19.00 die Abendmesse (am 3.10. in Grefrath um 18.30 Uhr) mit anschließendem Bibelgespräch in den jeweiligen Kirchen. Ein Mittagsgebet wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Nach den Morgengebeten soll es bei einer Tasse Kaffee noch die Möglichkeit zum Zusammenbleiben geben. 
Die Bibelgespräche sind in diesem Jahr zum Thema „Mehr als Brot und Wein“. In den abendlichen Bibelgesprächen tauschen wir uns aus zu biblischen Geschichten vom Hungern und Sattwerden, von Begegnung und Verwandlung.

Datum

Pfarrei

Morgengebet

Hl. Messe

Bibelgespräch

mit

Sonntag, 27.09.

St. Severin

--

18.30 Uhr, Hl. Messe mit integrierten Bibelgespräch:  Emmaus – Wandlung erfahren,
Lk 24,13-35

Pfarrer Christof Dürig

Montag, 28.09.

St. Maria
Königin

8.00 Uhr

19.00 Uhr

Ein Festmahl für alle,

Jes 25,6-10a

Bettina Straetmanns

Dienstag, 29.09.

St. Audomar

8.00 Uhr

19.00 Uhr

Hochzeit zu Kana, Voll viel und das ist erst der Anfang, Joh 2,1-11

Pfr. Malwin März

Mittwoch, 30.09.

St. Ulrich

8.00 Uhr

19.00 Uhr

Sehnsucht nach Gott,

Psalm 42

Kaplan Albert Kikalulu

Donnerstag, 01.10.

St. Antonius

8.00 Uhr

19.00 Uhr

Martha und Maria,

Lk 10,38-42  

Werner Roleff

Freitag, 2.10.

Hl. Geist

8.00 Uhr

19.00 Uhr

Elija, versorgt in Zeiten der Dürre,

1 Kö 17,1-16

Kaplan Sebastian Andrady

Samstag, 3.10.

St. Mariä
Himmelfahrt

8.00 Uhr

18.30 Uhr

Wo das Feuer schon brennt,

Joh 21,1-14

Pfr. Dr. Wolfgang Fey

Sonntag, 4.10.

Hildebold-
kirche

8.00 Uhr

11.00 Uhr

--

--

  • Bitte beachten Sie, dass die Werktagsmessen während der Woche des Gebetes (Montag bis Samstag) in den anderen Gemeinden ausfallen!

Herzliche Einladung zu mehreren Möglichkeiten der Begegnung und des Miteinanders in unseren Gemeinden an diesem Wochenende (wie schon letzte Woche erwähnt):

  • Samstag, 12. September, ab 14.00 Uhr: JUMA-Sommerfest in Königsdorf an der alten St. Sebastianuskirche!
  • Sonntag, 13. September: Patrozinium in St. Audomar: 11.00 Uhr eine Hl. Messe; im Anschluss bis 15.00 Uhr ein kleines Pfarrfest und
  • Pfarr- und Kindergartenfest in St. Antonius in Habbelrath: „Jesus sagt: „Ihr seid meine Freunde“. Beginn: 11.00 Uhr Hl. Messe. und
  • Juma- Café in Königsdorf von 15.00 bis 18.00 Uhr im Jugendmagnet an der alten St. Sebastianuskirche
  • Jetzt komme einer und sage, bei uns sei ja nichts los…!
  • Gerne danke ich allen Engagierten, denn es ist nicht selbstverständlich! Gleichzeitig gilt: nur durch Tun und Handeln entsteht Gemeinschaft! Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit sind unbezahlbar!

Wann sind wir kleinlich, wann großzügig? Diese Frage stellt sich mir im Blick auf das heutige Evangelium. Petrus fragt, wie oft er vergeben müsse… und fühlt sich großzügig mit siebenmal. Aber Jesus möchte deutlich mehr: „siebzigmal siebenmal“ (= immer!!!)

Die geschwisterliche Zurechtweisung Jesu, von der wir letzten Sonntag gehört haben, wird somit weitergeführt. „Christlich mit Streit umgehen“ nennt es der neue Pfarrer von Bornheim/Alfter, Thomas Wolff, im „Wort zum Sonntag“ der Rundschau:

„Stufe eins: Konflikt ist dort zu klären, wo er entsteht! Gerade in Zeiten von Social Media kann eine WhatsApp zur falschen Zeit viel Schaden anrichten.“ – „Stufe zwei: Der Konflikt ist unter vier Augen nicht zu klären.“ - „Stufe drei: Zeigt sich, dass der Konflikt die Gemeinschaft beschäftigt, dann ist auch jetzt die Würde der Beteiligten zu wahren, und keine Person bloßzustellen.“ – „Mit einer wertschätzenden Haltung und Klarheit, verbunden mit dem Bewusstsein, dass Jesus dabei ist (Wo 2 oder 3…) – was kann da in einem Streit noch schiefgehen?“

Die vier Stufen können die Richtung vorgeben. Denn aufgepasst! Unser Verhalten (Vers 35) ist das Maß für Gottes Handeln: „Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.“

 

In diesem Sinn: schönen Sonntag mit bereichernden Begegnungen (bei einem unserer Feste) und eine gute Woche!

Ihr und euer Christof Dürig

 

Matthäus 18,21-35 Nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal

21 Da trat Petrus zu ihm und fragte:

Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben,

wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?

22 Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht:

Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.

23 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König,

der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.

24 Als er nun mit der Abrechnung begann,

brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.

25 Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte,

befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen

und so die Schuld zu begleichen.

26 Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat:

Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.

27 Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen

und schenkte ihm die Schuld.

28 Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht,

der ihm hundert Denare schuldig war.

Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!

29 Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte:

Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.

30 Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen,

bis er die Schuld bezahlt habe.

31 Als die Mitknechte das sahen,

waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles,

was geschehen war.

32 Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm:

Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast.

33 Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen,

so wie ich mit dir Erbarmen hatte?

34 Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern,

bis er die ganze Schuld bezahlt habe.

35 Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln,

wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.