Guten Tag zusammen,
wie waren die ersten Tage der „Mal anders machen“? Wie war die erste Fastenwoche für Sie? - Sie erinnern sich an die Gedanken zu Beginn des Sonntagsgruß am Karnevalsonntag?! - Dort hieß es: „Auf der Titelseite des neuen Pfarrnachrichten – Sonderausgabe „Ostern entgegen“ ist ein kleines Bild mit einer Straße und einem Verkehrshinweisschild. Es stehen keine Ortsangaben darauf, so wie wir das aus dem Alltag kennen. Stattdessen heißt es: „Mach‘s wie immer“ der Pfeil geht gerade aus. „Mach’s mal anders“ Der Pfeil zeigt auf Abbiegung. Der Untertitel lautet: „Lust auf Fastenzeit: die Trau-dich-Zeit“! Zitatende.
- Die kommende Woche ist die „2. Runde“ im eigenen Leben etwas anders zu machen!
Der Pfarrgemeinderat hat am Donnerstag getagt. Zu Beginn haben die Mitglieder Beispiele von sich erzählt, was sie anders machen.
- Ermutigend und für das Miteinander förderlich empfinde ich stets die Impulse von Achim Fink zu Beginn. Die Gedanken laden ein, persönlich etwas mit den anderen zu teilen. Dieses Mal haben alle Anwesenden dazu gesagt, wie sie versuchen ihre Fastenzeit achtsam zu gestalten und dabei bestimmte Dinge zu meiden oder darauf zu verzichten. – Eben: mach’s mal anders konkret benannt… Eine bereichernde Erfahrung!
- Ein Bericht zur Sitzung erscheint nächste Woche in den Pfarrnachrichten mit dem bekannten ECHO. –
Heute am 2. Fastensonntag geht es um den Blick in den Himmel… Es ist das Evangelium von der Verklärung Jesu: „Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.“ - „Siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“
Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, möchte das „das Evangelium verkünden, die frohe Botschaft leben und ausstrahlen und so im Sinne des Höchsten handeln“. Es müsse um den Einsatz für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und darum gehen, „dass wir unseren Weg mit Gott gehen".
„Der Heilige Geist lebt nicht nur im Konsens, sondern auch im Widerspruch. Von daher ist es gut, dass wir in diesem geistlichen Austausch im Gespräch bleiben."
Mit Blick auf manche Spaltungen in der Bischofskonferenz erklärte Wilmer, er wolle als DBK-Vorsitzender vermitteln, Brücken bauen und Gräben zuschütten. „Die Einheit ist unser größtes Zeugnis", betonte er. „Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist auch heute in der Kirche wirkt, und ich freue mich auf die Überraschungen des Heiligen Geistes." Das lässt hoffen.
„Die katholische Kirche ist attraktiv." Sie sei für viele Menschen ein wichtiger Anker und mit ihrem sozialen Engagement eine Säule in der Gesellschaft, die katholische Soziallehre sei eine „prophetische Stimme für alle Menschen".
Die Katholiken in Deutschland wollten ihre Kirche selbstbewusst und demütig in eine neue Zeit führen, so Wilmer. Es gebe dabei unterschiedliche Wege, um aus dem Evangelium zu leben, aber man folge Jesus Christus gemeinsam nach. Die Katholiken im Land bezeichnete er als „das lebendige Gesicht der Kirche."
Die Kirche wolle Botschafterin des Friedens sein, betonte Wilmer. Das gelte angesichts der vielen Krisen und politischen Auseinandersetzungen in der Welt, aber auch bei der Stimmung in der Gesellschaft. Dabei nahm er auch Bezug zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die christliche Hoffnung sei größer als ein naiver Optimismus, sagte der neue Vorsitzende. Die Kraft des Evangeliums sei es, aus einer Haltung der Demut stark zu sein.
Heiner Wilmer hat sich bei den namentlichen Abstimmungen beim Synodalen Weg 2022 eindeutig als klarer Befürworter von Reformen positioniert und formulierte seine Vision, wie das Reformprojekt erfolgreich sein könnte, wie katholisch.de berichtet. Wilmer votierte dabei durchgehend mit Ja, z.B. bei Handlungstexte zur Prüfung einer Öffnung des Zölibats, zur Predigterlaubnis für Nicht-Geweihte, zu Segensfeiern für homosexuelle Paare sowie ein Votum, das eine Öffnung des Diakonats in der katholischen Kirche für Frauen fordert.
Andere Bischöfe dagegen zeigten sich skeptisch gegenüber vielen Reformvorhaben und der Schaffung eines künftigen nationalen Beratungs- und Beschlussgremiums von Bischöfen und Laien, der Synodalkonferenz. Zu Wilmers Aufgaben als neuer DBK-Vorsitzender wird es gehören, das deutsche Synodalprojekt im Einklang mit Rom voranzutreiben und seine Mitbrüder Woelki, Voderholzer und Oster wieder mit ins Boot zu holen.
- Hoffentlich gelingt es Wilmer – so mein Wunsch und sicher vieler anderer in unserem Erzbistum - zwischen konservativen und liberalen Oberhirten erfolgreich zu vermitteln, denn „Wir sitzen alle im gleichen Boot." Und die Bischöfe in Deutschland hätten alle gemeinsam den großen Willen, die frohe Botschaft des Evangeliums und die "Frische des Glaubens" zu verkünden.
Wilmer bekräftigte den Entschluss der DBK, die Fragen nach Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche auf die Tagesordnung jeder Vollversammlung zu nehmen. Den Betroffenen sicherte er zu, dass ihre Stimme Gewicht habe: „Jeder Schritt der Aufarbeitung gewinnt Tiefe und Wahrheit durch ihr Zeugnis." Der Vorsitzende sprach daher den Mitgliedern des Betroffenenbeirats bei der DBK und in den Betroffenenbeiräten der Diözesen seinen Dank aus.
Kritik äußerte Wilmer an der Bundesregierung, die entgegen ihres Koalitionsvertrags keine Mittel für den staatlichen Fonds Sexueller Missbrauch im Bundeshaushalt eingestellt hat. Gerade für Betroffene aus anderen Kontexten als der Kirche stelle er häufig die einzige Möglichkeit dar, eine Form der staatlichen Anerkennung und Unterstützung zu erhalten. „Ich erinnere daran, dass die Bundesregierung sich im Koalitionsvertrag zum Erhalt des Fonds verpflichtet hat", betonte Wilmer.
Heute dürfen wir Jesus im strahlenden Licht erleben, sozusagen einen Blick in die himmlische Ewigkeit werfen. Allerdings: auch die Jünger müssen wieder zurück – vom Berg in die Niederungen des Alltags. Da können uns diese Gedanken weiterhelfen...
- Vielleicht geht es Ihnen manchmal auch so?! Wie sollen wir beten angesichts der Welt, die so ist wie sie ist. Im Glauben, dass Gott uns nahe ist, aber er doch so weit weg scheint und keine Antwort gibt?!
Hier habe ich ein Angebot und eine Einladung, es selbst auch einmal mit eignen Worten zu versuchen mit dem Titel „Nicht ablassen - Ein Gebet im Angesicht des Schweigens“. Ein Text von Annette Jantzen, einer promovierten Theologin, die den Blog www.gotteswort-weiblich.de betreibt und im vergangenen Jahr in St. Maria Königin zu Gast war.
Was machst du wohl mit unseren Gebeten, Gott, du meine Gottheit,
wenn du hörst und mitfühlst und schweigst?
Wenn du dir alles zu Herzen nimmst,
die Angst und die Ohnmacht, die Not und den Zorn deiner vielen Kinder,
all die vielen Toten in unseren Nachrichten,
und die gewalttätet, die niemand zur Rechenschaft zieht.
Wenn du dir alles zu Herzen nimmst,
wie bist du dann Gott für uns?
Sind wir dir nicht gar zu klein im riesigen All,
wir mit unserem kurzen Leben?
Liegt in deinem Schweigen ein Trost,
und kannst du uns eine Hoffnung sein?
Oder sind wir doch allein hier auf unserer Erde,
die uns vergessen wird, wenn unser Leben vergeht?
Ich weiß keine Antwort,
und doch bete ich noch zu dir,
reihe mich ein in der Hunger nach Gerechtigkeit
und ahne um mich herum die anderen,
die beten, damit du hörst und sieht,
die beten, während du schweigst.
Wir beten, weil wir es nicht lassen können,
wir beten, weil da dein Wort ist,
ein Wort von Leben und Gerechtigkeit,
ein Wort, zu uns gekommen durch das Auf und Ab unserer kurzen Geschichte.
Wenn du Gott bist für uns,
dann wohl nicht in Feuer und Strum,
sondern vielleicht im Funken des Gedenkens
und in der trotzigen Hoffnung trotz allem,
in der Hoffnung darauf, dass die Gewalt nicht das letzte Wort haben wird,
weil das letzte Wort deines sein wird.
Du aber schweigst, du Heilige,
du schweigst, du Undurchdringliche.
In deinem Schweigen erinnere dich, Gott, und bewahre deine vielen Kinder,
wenn schon nicht vor der Gewalt, dann doch vor dem Vergessen,
Erinnere dich, Ewige, erinnere dich
Und gib uns Frieden. Amen.
Ich selbst stolpere über manche Worte von Annette Jantzen, sehe aber eine gute Möglichkeit über unser Gottesbild und damit auch über den Glauben nachzudenken, eben mal anders zu denken und Fragezeichen zu setzen.
Um das richtige Glaubensverständnis wurde von Anfang gerungen. Im letzten Jahr wurden wir nach 1700 Jahren an das Ringen um das Verständnis der Gottes Sohnschaft auf dem Konzil von Nicäa erinnert. Und da wurde übrigens auch abgestimmt!
- Zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Papst Leo XIV. am vergangenen Sonntag ein sofortiges Ende des Krieges gefordert.
Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz formulierte er einen Friedensappell und rief: „Wie viele Opfer, wie viele zerstörte Leben und Familien! Wie viel Zerstörung, wie viel Leid!" Der Krieg ziehe eine Spur des Todes, der Zerstörung und der Schmerzen hinter sich, die Generationen prägen werde. Deshalb könne der Frieden „nicht weiter aufgeschoben werden", nötig seien „verantwortliche Entscheidungen", so der Papst vor Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz. „Die Waffen sollen schweigen, die Bombardierungen aufhören!"
- Die Christen in aller Welt rief der Papst abschließend zum Gebet auf „für das gequälte ukrainische Volk und für alle, die unter diesem Krieg leiden".
Bleiben wir als Demokratinnen und Demokraten - bei manchmal gegensätzlichen Ansichten in Einzelfragen – gemeinsam wachsam gegenüber der nationalistischen und rechtsextremistischen Gefahr – ob formaljuristisch als insgesamt verfassungsfeindlich eingestuft oder nicht!
Am Montag haben erfreulicherweise tausende Menschen in Düsseldorf bei einer Demonstration gegen das Auftreten des extremistischen Björn Höcke demonstriert, der seine Partei auch in Nordrhein-Westfalen weiter radikalisieren will! Ebenfalls - in viel kleinerer Zahl - beim AfD-Stammtisch in Kerpen! - Gut so! Wachsam bleiben und sich nicht einlullen lassen!
- Zum Schluss etwas Erfreuliches: Pater Elex konnte in dieser Woche unsere Schule in Croix-des-Bouquets besuchen.
Von seinem kurzen Aufenthalt in seinem Heimatland, bei dem er einige wichtige organisatorische Dinge vor Ort erledigen konnte, schreibt er:
„Meine Mission in Haiti ist erfüllt. Unsere Schulkinder waren so glücklich. Wir haben gelernt, gespielt, zusammen gegessen, gelacht und Spaß gehabt. Dazu das tolle Wetter.
Für den Erfolg. Ein Dankes-Wort an aller Spender unseres Schulprojektes. Danke an unseren Arbeitskreis von Frechen für die gute, erfolgreiche Zusammenarbeit - seit Januar 2010. Danke auch an unser Team (Verein) „Timoun Ayiti“ für die Unterstützung. Jede Hilfe kommt gut an. Wir schaffen das gemeinsam. Die doppelte Freude war, die 100 Jahre meiner Oma in Haiti gefeiert zu haben.
Liebe, schöne sonnige Grüße aus Haiti. Dazu Gottes reichen Segen!
- Aktuelle Fotos finden Sie in der nächsten Woche auf unserer Internetseite.
Die Verklärung Jesu empfinde ich als ist immer als verheißungsvollen und tröstlichen Ausblick bei allen Herausforderungen unserer Zeit. In diesem Sinn: schönen Sonntag und eine gute Woche!
Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus 17,1-9:
Jesus wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne
1 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
2 Und er wurde vor ihnen verwandelt;
sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
4 Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus:
Herr, es ist gut, dass wir hier sind.
Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich,
eine für Mose und eine für Elija.
5 Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie
und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe;
auf ihn sollt ihr hören.
6 Als die Jünger das hörten,
warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr.
7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte:
Steht auf und fürchtet euch nicht!
8 Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein.
9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus:
Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt,
bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!
