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Sonntagsgruß zum 11. Sonntag im Jahreskreis (13. Juni 2021)

von Pfarrer Christof Dürig

Guten Tag zusammen,

mit lauten Rufen liefen die Mädchen und Jungen am Montagmorgen auf das Außengelände des Kindergartens: ihre Freude, endlich wieder ohne Absperrungen gruppenübergreifend spielen zu können, konnte ich am Schreibtisch deutlich hören! Und auch Jugendliche und Erwachsene freuen sich in diesen Tagen über Lockerungen in der Corona-Zeit, zumal die Sonne scheint! - Wie geht es Ihnen in diesen Tagen? - Wir dürfen hoffnungsvoller in die Zukunft blicken…  - ohne übermütig zu werden! 

Nach einem positiven Montag – ich durfte auch den 3 Wochen alten Clemens persönlich kennenlernen, das Kind unserer früheren Pastoralreferentin Maike Teller – kam dann ein unerwarteter Schlag: unser Krankenhauspfarrer und Pfarrvikar Michael Nolten ist am Dienstagmorgen plötzlich verstorben!

Nicht zu fassen! Betroffenheit! Trauer! Ringen um Worte! Kampf mit den Tränen! Am Pfingstmontag stand er noch am Altar in St. Maria Königin und hat einer Frau die Krankensalbung gespendet! 

Seine schwere Krankheit hat ihm schon nach nur wenigen Tagen keine Chance mehr auf Heilung gelassen. Michael Nolten hat sich sehr schnell bei uns eingelebt und durch seine feinfühlige Art Sympathien gewonnen. Es bleiben nach nur wenigen Monaten in Frechen die starken Eindrücke, die uns vor Augen stehen: eine Kraft und Entschlossenheit, ein inneres Wissen und eine spirituelle Gewissheit, die wenig Worte brauchte. Eine herzliche Offenheit und Menschenfreundlichkeit, die sich in seiner ruhigen Präsenz, in seinem So-Da-Sein mitteilte! Der Priester Michael Nolten hat den Glauben an die Auferstehung verkündet und gelebt. Nun dürfen wir ihn Gott anvertrauen – im Glauben, dass er jetzt Anteil an diesem himmlischen Leben hat!

Erwähnen möchte ich schließlich auch die überraschend schnelle Entscheidung des Papstes! Er nimmt den Rücktritt von Kardinal Marx nicht an, sondern schreibt:

„Es gefällt mir, wie Du den Brief beendest: „Ich bin weiterhin gerne Priester und Bischof dieser Kirche und werde mich weiter pastoral engagieren, wo immer Sie es für sinnvoll und gut erachten. Die nächsten Jahre meines Dienstes würde ich gerne verstärkt der Seelsorge widmen und mich einsetzen für eine geistliche Erneuerung der Kirche, wie Sie es ja auch unermüdlich anmahnen". 

Und genau das ist meine Antwort, lieber Bruder. Mach weiter, so wie Du es vorschlägst, aber als Erzbischof von München und Freising. Und wenn Du versucht bist zu denken, dass dieser Bischof von Rom (Dein Bruder, der Dich liebt), indem er Deine Sendung bestätigt und Deinen Rücktritt nicht annimmt, Dich nicht versteht, dann denk an das, was Petrus im Angesicht des Herrn hörte, als er ihm auf seine Weise seinen Verzicht anbot: "Geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder" - und die Antwort hörte: "Weide meine Schafe".

(Mir gefällt, was Papst Franziskus schreibt. Lesenswert, ermutigend, geistlich-geistig argumentierend, die Wirklichkeit auch der Schuld in den Blick nehmend, keine Vogel-Strauß-Politik, sondern Erneuerung des Evangeliums. Der vollständige Wortlaut findet sich u.a. auf Domradio.de)    

Schauen wir mit diesen Ereignissen (und dem sonst Erlebten dieser Woche) auf die Gleichnisse des heutigen Sonntags-Evangeliums. Es geht um die wachsende Saat und das kleinste der Körner, das Senfkorn.

  • Betrachten Sie einmal die heutige Kirchensituation im Licht dieser Gleichnisse….  
  • Jesus macht Mut, in dem er das Kleine nicht übersieht, sondern auf seine Bedeutung hinweist:  das Kleine kann wachsen und groß werden. - Wie oft scheint auch das, was wir tun, klein und unscheinbar… Welche Situation fällt Ihnen ein? - Machen Ihnen die heutigen Gleichnisse dabei Mut?
  • Wir können auf das aufbauen, was vorherige Generationen grundgelegt haben. Das gilt auch für unseren Glauben, der wachsen und sich entfalten konnte. Es waren kleine Samenkörner, die die Eltern und andere Menschen in uns gelegt haben: denken Sie mal über das Wachsen Ihres Glaubens nach! Als Eltern haben Sie selbst Glaubenskörner in Ihre Kinder und Enkel gelegt. Lassen Sie diese Samenkörner (geduldig) weiterwachsen (auch und gerade, wenn Sie im Moment keine Früchte erkennen können, denn es ist nicht immer Zeit der Ernte!)  
  • Bitte schließen Sie unsere Kommunionkinder, die in diesen Wochen zum ersten Mal das Brot des Lebens, die Hl. Kommunion empfangen, in Ihr Gebet ein. Kleine Samenkörner haben wir Seelsorger/innen in den vergangenen Monaten in der Vorbereitungszeit in die Kinder hineingelegt (in den eigens gestalteten Familienmesse, online, u.a.) – Danke fürs Mitbeten: Der HERR selbst sorgt für das nötige Wachstum!  

Mit den wiedergewonnenen Freiheiten und Möglichkeiten wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche. Gehen Sie verantwortungsvoll damit um. „…und bis wir uns wiedersehen, halten Gott Sie fest in seiner Hand“               Ihr Christof Dürig.   

 

 

 

Mk 4,26-34 Die Gleichnisse vom Wachsen der Saat und vom Senfkorn 

26 Jesus sprach zu der Menge:

Mit dem Reich Gottes ist es so, 

wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;

27 dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, 
der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.

28 Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, 

dann das volle Korn in der Ähre.

29 Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; 

denn die Zeit der Ernte ist da.

 

30 Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, 

mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?

31 Es gleicht einem Senfkorn. 

Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.

32 Ist es aber gesät, dann geht es auf 

und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, 

sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

33 Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, 

so wie sie es aufnehmen konnten.

34 Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; 

seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.