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Sonntagsgruß zum 25. Sonntag im Jahreskreis (19.09.2021)

von Pfarrer Christof Dürig

Guten Tag zusammen,

mit dem heutigen Sonntag, 19. September, beginnt die schon traditionelle „Woche des Gebetes“ in unserer Pfarreiengemeinschaft. Mit Morgen- und Mittagsgebet sowie der Abendmesse und dem anschließenden Bibelgespräch geben wir dem Tag und der Woche einen Rhythmus. Herzlich lade ich Sie ein, daran teilzunehmen. Eine Anmeldung ist an den Werktagen und den Gebetszeiten nicht notwendig (nur - wie bisher - bei den Sonntagsmessen). Die biblischen Themen sind dem Markus-Evangelium entnommen, aus dem wir in diesem Jahr an den Sonntagen hören bzw. lesen. Leitgedanke sind „Die Kleinen und die Mächtigen. Begegnungen mit Jesus.“ Einzelheiten finden Sie in den Pfarrnachrichten.

Der Papst hat entschieden, dass Erzbischof Heße im Amt bleibt. Die Reaktionen sind - wie nicht anders zu erwarten - unterschiedlich. Für Stefan Heße persönlich freut mich die Entscheidung. Ob die Annahme des Rücktritts für die Kirche als Ganzes – als ein Zeichen des Neubeginns - nicht besser gewesen wäre, wird sich noch erweisen müssen. Wir können nur hoffen (und beten), dass Erzbischof Heße ein guter Wiedereinstieg gelingt und er dazu beitragen kann, dass sich in der Kirche (doch) einiges verändert…

Kommen wir nach Köln, wo die Entscheidungen nach der Visitation noch ausstehen. Das Treffen der leitenden Pfarrer am vergangenen Freitag (17.9.) war erstmals seit 18 Monaten (an dem Tag, als eigentlich das Missbrauchsgutachten vorgestellt werden sollte) wieder in Präsenz. Es war erfreulich und damit gut, weil wieder die persönliche Begegnung möglich wurde und auch in der Kaffeepause wertvolle Gespräche geführt werden konnten.

  • Wo haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Sich „in echt“ treffen ist bei allen technischen Möglichkeiten mit Videokonferenzen, die sicher in Zukunft eine größere Rolle spielen werden, nicht zu ersetzen!
  • Viellicht haben Sie bisher noch nicht die Gelegenheit wahrgenommen, wieder mit Menschen zusammen zu sein…!? Und sind noch zurückhaltend und vorsichtig…

Zurück zum Pfarrertreffen. Beeindruckend war die Mediation, die von 2 Kollegen zusammengestellt wurde, die vom Hochwasser besonders betroffen sind, mit einem Bild der „Flutmadonna von Swisttal“ und dem „Ahr-Psalm“, den Sie auch unter www.kirche-in-frechen.de.

Es gab konstruktive Gedanken des Erzbischofs zum Weg aus den Krisen. Ein erster Schritt, würde ich mal sagen. Es wird ein langer Weg, mit offenem Ende. Wir werden alle lernen und akzeptieren müssen, dass es in der katholischen Kirche unterschiedliche Meinungen gibt. Der Bischof ist Bischof auch für diejenigen, die ihm nicht in allen theologischen und pastoralen Fragen folgen. Umgekehrt ist auch dem Bischof eine eigene Meinung zuzugestehen. - Wie aber können strittige Fragen zeitgemäße Antworten finden? Müssen diese dann weltweit gelten oder kann es nicht auch da Unterschiede geben? – Es geht jedenfalls nicht, immer alles auf die lange Bank zu schieben, nach dem Motto: „Das können wir nicht bei uns entscheiden, sondern das geht nur mit dem Papst und Weltkirche!“ Und dann wird das in Köln und im Amazonas gleichzeitig so verkündet… Oder: nur ihr in Deutschland wollt dies und das, in der Welt ist das aber ganz anders…

Da „von oben“ nicht viel zu erwarten ist, wenn es um Veränderungen geht, hat sich ein lockeres Aktionsbündnis von Verbänden und Seelsorger/innen gebildet, welches in diesen Tagen einen Zukunftskongress mit zahlreichen Veranstaltungen organisiert. Weil Kirche Veränderung braucht. Eine Einladung, Kirche neu und anders zu denken. Nicht nur meckern, sich frustriert zurückziehen, sondern aktiv Kirche anders denken und gestalten! Und schauen, wie katholische Kirche anderswo gelebt wird (z.B. wie in einem demokratischen Gremium im Kanton Zürich in der Schweiz das Geld verwaltet wird und der Generalvikar nur eine beratende Stimme hat!!!) - Eine besondere Einladung zur Abschlussveranstaltung am Samstag, 25. September, 14.00 bis 16.00 Uhr, auf dem Roncalliplatz. Es ist dazu keine Anmeldung erforderlich!

Auf dem Hintergrund der Unruhe in der Kirche und dem Endspurt im Bundestagswahlkampf dürfen wir das Evangelium lesen. „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“

  • Was bedeutet das für Sie persönlich?
  • Für unsere Pfarrgemeinden? Für unser Erzbistum und die Kirche insgesamt?
  • Was würde das in der Politik bedeuten? Kann das auch eine Hilfe zur Wahlentscheidung sein?

„Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ Das Evangelium gilt auch heute! Zur Verdeutlichung nimmt Jesus ein Kind in die Arme, segnet es, und fügt hinzu: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

  • Welche Konsequenzen müssen wir daraus ziehen, auch im Blick auf die Aufarbeitung des unsäglichen Missbrauchs – und des Pastoralen Zukunftsweges?
  • Wird in Ihnen Phantasie geweckt für die Zukunft der Gemeinden, wenn Sie lesen, wer ein Kind aufnimmt, nimmt letztlich Gott selbst auf?
  • Im anderen – Kind, Kleinen, Schwachen, am Rande Stehenden, Fremden, … - begegnet uns Christus! Was bedeutet das für uns Christen im Blick auf unsere Gesellschaft und unser soziales Engagement?
  • Werden Erste wirklich Letzte sein? – In diesen Zusammenhang passt dann auch wieder das Motto der „Woche des Gebetes“: Die Kleinen und die Mächtigen. Begegnungen mit Jesus.

Mit all diesen Gedanken wünsche ich uns eine segensreiche „Woche des Gebetes“ und alles Gute – für Sie und Ihre Lieben, für unsere Pfarreiengemeinschaft, unser Erzbistum, unser Land – und die ganze Welt!

Mit spätsommerlichen Grüßen, Ihr Christof Dürig.

P.S.: Nächsten Sonntag wählen gehen und die Demokratie stärken, damit „Wölfe im Schafspelz“ keine Chance haben!

 

Markus 9,30-37: Wer der erste sein will, soll er Diener aller sein

30 Jesus und seine Jünger zogen durch Galiläa.

Er wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr;

31 denn er belehrte seine Jünger und sagte zu ihnen:

Der Menschensohn wird in die Hände von Menschen ausgeliefert

und sie werden ihn töten;

doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.

32 Aber sie verstanden das Wort nicht,

fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen.

33 Sie kamen nach Kafarnaum.

Als er dann im Haus war, fragte er sie:

Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen?

34 Sie schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen,

wer der Größte sei.

35 Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen:

Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

36 Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:

37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,

der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt,

der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.