Guten Tag zusammen,
die Welt wird immer verrückter! Das kann sich kein Autor und keine Autorin ausdenken. Ein Politiker ruft einen Funktionär an – und dann wird eine Regel einfach mal so außer Kraft gesetzt!!!!
Da gefällt mir der Vorschlag unseres Landrates Frank Rock, die WM nur mit europäischen Mannschaften in Europa auszutragen – wie die Tagespresse berichtet -, zumal im Viertelfinale 6 von 8 von unserem Kontinent kommen. Es würde nur nicht so recht passen, wenn Argentinien Weltmeister würde…
- Wo sind wir im 21. Jahrhundert angekommen? Und was kommt noch alles in dieser verrückten Welt?
- Wie tief sind die USA gesunken mit ihrem unberechenbaren Präsidenten? Wie kann ein einziger Mensch über Jahrhunderte gewachsene Werte und über Jahrzehnte gelebte Freundschaft und Partnerschaft so brutal beschädigen oder gar vernichten? Unglaublich!
- Gilt in der „zivilisierten Welt“ nur noch das Recht des Stärkeren und nicht mehr die Stärke des Rechts?
Und in Frankreich hetzt womöglich eine strafrechtlich verurteilte Frau in Fußfesseln gegen kriminelle Ausländer und für deren Abschiebung!
- Wir waren schon mal deutlich weiter…Oder!? - Und hatten gedacht / gehofft, mit dem Zusammenbruch des Kommunismus Ende der 1980er würden „paradiesische Zustände“ des Miteinanders weltweit anbrechen. Und Deutschland immer Weltmeister werden, wie „der Kaiser“ meinte…!
- Ein Blick in die Bibel lohnt sich auch unter diesen Eindrücken, weil dort Geschichten von gut und böse, von auf und ab, von Liebe und Mord usw. erzählt werden, die nahe an der Wirklichkeit von heute sind. Auch wenn da manche Erläuterung oder Erklärung notwendig ist, um sie zu übertragen und zu verstehen. Erlöst sind wir immer noch nicht ganz…
Die Unvernunft der Menschen zeigt sich auch in den hohen Umfragewerten der AfD. Die Angst geht zurecht um, dass diese Weidel-Höcke-Czupallas als Putin-Unterstützer und Trump-Freunde unsere freiheitliche Ordnung, unsere Sicherheit und die Demokratie schwer schädigen, wenn sie an die Macht kommen!
Da ist es ein ermutigendes Zeichen, das großen Respekt verdient, wenn das kleine Bistum Magdeburg in diesen Wochen eine bemerkenswert klare Haltung gegen Rechtsextremismus und für demokratische Werte zeigt, kommentiert katholisch.de.
Dort heißt es weiter: „Wer derzeit auf das Bistum Magdeburg und die Katholiken in Sachsen-Anhalt blickt, kann vor allem eines empfinden: Respekt. In einem Bundesland, in dem nur rund drei Prozent der Bevölkerung katholisch sind und die Kirche nur über geringe finanzielle und personelle Ressourcen verfügt, erheben sie ihre Stimme mit bemerkenswerter Klarheit. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die rechtsextreme AfD auf einen möglichen Sieg bei der Landtagswahl am 6. September zusteuert und die Kirche immer wieder zum Ziel heftiger Verbalangriffe macht.“
„Wer sich für Menschenwürde, Solidarität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Rechte von Minderheiten einsetzt, soll eingeschüchtert werden. Wer widerspricht, wird als Gegner markiert.“, sagt der Magdeburger Bischof Grehard Feige.
„Doch die katholische Kirche in Sachsen-Anhalt lässt sich nicht einschüchtern. Mit ihren öffentlichen Stellungnahmen und ihrer im Frühjahr gestarteten Kampagne „Bewusst wählen“ wirbt sie engagiert für demokratische Verantwortung und eine Wahlentscheidung, die sich an christlichen Grundwerten orientiert. Sie ruft dazu auf, genau hinzuschauen, Parteiprogramme zu prüfen und nicht destruktiven Stimmungen zu folgen. (…) Sie kann nicht neutral bleiben, wenn die Menschenwürde infrage gestellt wird. Und sie darf nicht wegsehen, wenn demokratische Institutionen und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck geraten. - Die Katholikinnen und Katholiken in Sachsen-Anhalt stehen an einer Frontlinie gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, die längst das ganze Land betreffen. Ihre klare Haltung gegen die AfD verdient deshalb Anerkennung – und Unterstützung.“
- Ich wünsche mir, dass auch unser Erzbischof und die Bischofskonferenz sich diesem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen klar und entschieden anschließen - zumal im kommenden Frühjahr auch in Nordrhein-Westfalen gewählt wird. Die Verteidigung von Menschenwürde, Demokratie und Nächstenliebe ist schließlich ein grundlegender christlicher Auftrag!
Wir stehen in der Woche vor den Schulferien. Und zu Beginn der nächsten Hitzewelle.
Unsere vier Kindertagesstätten St. Audomar, St. Maria Königin, Heilig Geist und St. Antonius beginnen am 20. Juli ihre wohlverdienten Sommerferien. Zum 1.8.2026 werden die ca. 80 Mitarbeitenden an katholino, den neuen Träger des Erzbistums Köln, wechseln. Das Erzbistum verspricht sich eine effizientere und kostengünstigere Verwaltung, wenn alle 540 Kitas zentral gemanagt werden und möchte so zeitgemäß den immer größer werdenden bürokratischen Aufwand besser bewältigen. Der Trägerwechsel hat für unsere Verwaltungsleitung Joanna Tobien und die Assistenz Michaela Esser viel Mehrarbeit verursacht und ebenso den vier Kirchenvorständen und den Kita-Leitungen. Für diesen Einsatz möchte ich persönlich und im Namen des bisherigen Trägers, dem KGV Frechen, herzlich danken! Der Dank gilt natürlich auch allen Erzieherinnen und den anderen Mitarbeitenden für ihr jahrelanges und manchmal jahrzehntelanges Engagement zum Wohl der Kinder und ihrer Familien. Dies haben wir vor kurzem mit dem gemeinsamen Essen zum Ausdruck gebracht. Unseren Kitas wünsche ich eine gute Zukunft unter den neuen Verantwortlichen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht….
Ohne Ehrenamt geht es nicht. Manche prägen mit ihrem Engagement Jahrzehnte in einer Gemeinde! So ist es auch mit Ursula Förster und Luise Blaeser, die mit den Sommerferien die Leitung und Mitarbeit der Antoniusstube beenden. Ursula Förster hat sagenhafte 43 (!) Jahre im Seniorenkreis mitgearbeitet bzw. diesen geleitet, also seit Beginn dieser Aktivität 1983, die vom damaligen Pfarrer Georg Felber in dem neugebauten Pfarrheim ins Leben gerufen wurde. Luise Blaeser seit 2001, also 25 Jahre! Bis 2017 gab es auch einen Handarbeitskreis, der aus Altergründen aufgelöst wurde. Eine Ära geht nun am 16. Juli zu Ende! Konkret gelebter Glaube sind für die beiden Frauen aus ihrer Sicht „selbstverständlich“. Das ist es aber ganz und gar nicht! Und so werden wir mit der Sonntagsmesse am 16. August um 9.30 Uhr den Dank für so viel Dienst am Nächsten vor Gott und in der Gemeinde feiern. Diakonie – wie die Caritas in Habbelrath traditionell genannt wird – drückt sich für Frau Förster und Frau Blaeser auch in der Sorge um Notleidende am Ort aus und in der Mitarbeit bis zur Pfarreiengemeinschaft Pfarrgemeinderat und dann bis vor kurzem im Ortsauschuss.
Die Bibel ist die Grundlage für unser Christsein. Sie kann entscheidende Impulse für das Leben geben, wie schon eingangs erwähnt.
Eine Möglichkeit in dieser Woche ist der Bibelstammtisch: „Einen Tisch haben wir im Kolpinghaus Frechen für Freitag, 17. Juli, ab 18.30 Uhr reserviert mit der Möglichkeit, vor dem Gespräch zu dinieren. Das Bibelgespräch selbst beginnt um 19.30 Uhr. Wir freuen uns auf Euer Kommen und sind gespannt, welche Gedanken und Ideen uns das Wort Gottes ins Herz pflanzt. Habt eine gute Zeit bis dahin.“, heißt es in den Pfarrnachrichten.
Das heutige Evangelium passt in die Jahreszeit der Ernte. Ja, ich weiß: es geht ums Säen. Aber bevor geerntet werden kann, muss gesät werden und die Saat wachsen und reifen. Der von Jesus erwähnte Sämann ist sehr verschwenderisch mit dem Samen.
Das ist eine Einladung an uns, Gottes Wort, seine Liebe an alle weiterzugeben. Wie die Menschen, auch wir selbst das Wort aufnehmen, wie der Samen in uns wächst und Frucht bringt, hängt davon ab, „welcher Boden wir sind“.
- Welchen „Boden“ fühlen Sie sich im Moment? „Auf dem Weg, felsiger Boden, in den Dornen, guter Boden“?
Allgemein: wie die Ernte ausfällt, liegt nicht an uns! Markus gibt dazu einen Hinweis in seinem Evangelium (Mk 4, 26-29): „Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht reif ist, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.“
- Auch ich – und ich denke: viele von Ihnen ebenfalls – frage mich manchmal: was bringt dein Einsatz, die Verkündigung, die gute Tat? Und dann denke ich: das bestimmt Gott, nicht wir Menschen! Und das erfahre ich als Entlassung und tröstlich!
So kann ich, können wir am Glauben und am Guten festhalten (oder es zumindest versuchen) auch in dieser sich stark verändernden Epoche – im Vertrauen, dass der HERR der Letzt-Bestimmer unseres Lebens und der Welt insgesamt ist.
So dürfen wir uns auch nicht an die schrecklichen Kriege gewöhnen. Dazu ein Friedensgebet von Papst Leo XIV.
„Herr Jesus, du hast den Tod besiegt, ohne Waffen und ohne Gewalt:
Du hast seine Macht durch die Kraft des Friedens zunichtegemacht.
Schenk uns deinen Frieden, wie den verunsicherten Frauen am Ostermorgen,
wie den versteckten und verängstigten Jüngern.
Sende deinen Geist, den Atem, der Leben schenkt, der versöhnt,
der Gegner und Feinde zu Brüdern und Schwestern macht.
Erfülle uns mit dem Vertrauen Mariens, deiner Mutter,
die mit gebrochenem Herzen unter deinem Kreuz stand,
unerschütterlich im Glauben an deine Auferstehung.
Möge der Wahnsinn des Krieges ein Ende finden
und mögen Menschen für die Erde Sorge tragen und sie bestellen,
die noch wissen, wie man Leben
hervorbringt, wie man es bewahrt, wie man es liebt. –
Erhöre uns, Herr des Lebens!“
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche – in der das Vertrauen in das Gute im Menschen und der Glaube an Gottes Gegenwart nicht verloren geht!
Ihr und euer Christof Dürig
Matthäus 13,1-23: Ein Sämann ging hinaus um zu säen
1 An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees.
2 Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer.
3 Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
4 Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es.
5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte,
weil sie keine Wurzeln hatte.
7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen
und erstickten die Saat.
8 Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
9 Wer Ohren hat, der höre!
10 Da traten die Jünger zu ihm und sagten:
Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?)
11 Er antwortete ihnen: Euch ist es gegeben,
die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben;
wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
13 Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen,
weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.
14 An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesajas:
Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; /
sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. /
Mit ihren Ohren hören sie schwer / und ihre Augen verschließen sie, /
damit sie mit ihren Augen nicht sehen / und mit ihren Ohren nicht hören /
und mit ihrem Herzen / nicht zur Einsicht kommen / und sich bekehren und ich sie heile.
16 Eure Augen aber sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören.
17 Denn, amen, ich sage euch:
Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
18 Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
19 Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht,
kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde;
bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen.
20 Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen,
der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt;
21 er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig;
sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall.
22 In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört,
und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es
und es bleibt ohne Frucht.
23 Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht - hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.
