Guten Tag zusammen,
mit pfingstlicher Freude dürfen wir die Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass Erzbischof Kardinal Rainer Woelki den bisherigen Pfarrvikar in Ratingen, Krzysztof Zasanski, zum 1.9.2026 zum Leitenden Pfarrer von Hürth ernannt hat. Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Michael Tillmann an, der im vergangenen Jahr um Entpflichtung gebeten hatte. Somit können die katholischen Gemeinden in unserer Nachbarstadt ihren eingeschlagenen Weg weitergehen. Beiden Priestern, dem Seelorgeteam und den Gremien wünsche ich Gottes Segen!
Für diese Entscheidung des Erzbistums dürfen wir auch in Frechen dankbar sein! So können wir unseren Weg in die Zukunft fortsetzen und nun an die Aufgaben herangehen, die mit den für alle Gemeinden im Erzbistum Köln anstehenden Sparmaßnahmen und der Fusion in Frechen verbunden sind.
Die Kirche feiert heute den Dreifaltigkeitssonntag. Es ist kein Fest, das wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf Ereignisse zurückgeht, die die Bibel erzählt. Es ist vielmehr ein Fest, in dem es um das Geheimnis des Wesens Gottes geht. Und darum geht es in der ganzen Heiligen Schrift.
Paulus ist der erste christliche Theologe, der über das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes und die Beziehung zwischen Vater, Sohn und Geist nachgedacht hat. So heißt es am Ende des 2. Briefes an die Gemeinde in Korinth, der heutigen 2. Lesung (2 Kor 13,13):
„Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“
Unser Pfarrvikar Dr. Wolfgang Fey beginnt sein „Wort für die Woche“ so: „Es ist Dreifaltigkeitssonntag, Echo der Feste die wir im Frühjahr gefeiert haben, Thema in jedem Beginn von Gebet und den Gottesdiensten. „Im Namen des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.“ Beinahe unbewusst begleitet uns diese Aussage, die aber zugleich so schwer zu deuten scheint. Gibt es nur einen Gott? Sind es drei Götter? Oder verwandelt er sich?“ Wie sein überraschender Gedankengang weitergeht, lesen Sie in den Pfarrnachrichten (www.kirche-in-frechen.de)
Unser Diakon Hartmut Engbroks, im aktiven Berufsleben auch Diplom-Mathematiker, hat folgende Meditation aufgeschrieben:
Axiom des Glaubens
Mathematik beruht auf Axiomen,
das sind Annahmen, die sich nicht widersprechen
und die man nicht beweisen kann.
Mit diesen Annahmen gibt es gute Erfahrungen.
Sie tragen das ganze Gebäude der Mathematik
überall auf der Welt.
Im Glauben ist es genauso:
Grundlage ist die Annahme,
dass Gott existiert und uns liebt.
Das ist das Axiom des Glaubens.
Man kann dieses Axiom zwar nicht beweisen,
aber es trägt das ganze Leben aller Gläubigen,
die gute Erfahrungen damit machen,
überall auf der Welt.
Zweifel an den Axiomen der Mathematik sind eher selten.
Da können wir im Umgang mit dem Axiom des Glaubens
von den Mathematikern einiges lernen.
Sie fragen nicht jeden Tag nach der Gültigkeit der Axiome.
Sie sind nicht auf der Suche nach neuen Axiomen.
Deshalb sind Zweifel an der Mathematik selten.
So kann das Axiom des Glaubens uns über
Glaubenszweifel hinweghelfen.
Das bevorstehende Fronleichnamsfest am kommenden Donnerstag, 4. Juni, feiern wir wieder mit allen acht Gemeinden um 10.00 Uhr auf dem Rathausplatz in Frechen, dieses Jahr unter dem (Erstkommunion-)Motto „Ihr seid meine Freunde“. Anschließend findet eine Prozession – sozusagen eine Demonstration für Jesus mit Gebeten und Gesängen - durch die Innenstadt statt. Esa ist immer schön zu erleben, wie aus allen Himmelsrichtungen Hunderte Menschen – der verschiedenen Generationen, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – zusammenströmen und so ein öffentliches Zeugnis des Glaubens geben. Nach dem abschließenden Segen, braucht niemand hungrig nach Hause zu gehen. Allen danke ich, die sich in der Vorbereitung und Durchführung beteiligen.
- Auch Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Kommen Sie (und bringen noch jemand mit!) - Bei Unwetter findet der Gottesdienst übrigens um 10.00 Uhr in St. Audomar statt – anschließend Begegnung im Pfarrheim.
Nun von Frechen in die Welt, genauer in die Karibik!
Der Arbeitskreis Haiti hat wieder getagt. Pater Elex Normil hat von seinem jüngsten Besuch in unserer Schule in Croix-des-Bouquet berichtet: zur Freude der Schüler haben sie auch wieder etwas Deutsch gelernt. - Der laufende Betrieb der Schule (vor allem die Gehälter der Lehrer und Mitarbeitende sowie Arbeitsmaterialien) wird ausschließlich aus unseren Spenden finanziert. Herzlichen Dank allen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben! - Nun steht an, den nur teilweise überdachten Innenhof zu befestigen, denn bei Hitze ist es staubig, bei Regen gibt es große Pfützen. Hier spielen die fast 400 Kinder in den Pausen.
Cilli und Robert Greis wurde für ihr großartiges langjähriges Engagement besonders gedankt: mehrfach waren Sie (auf eigene Kosten) vor Ort, mehrere Benefiz-Konzerte haben sie veranstaltet und unzählige Flaschen Eierlikör produziert und verkauft. Aus Altersgründen treten sie nun mehr in den Hintergrund. - Pater Elex, der seit Anfang 2025 im Bistum Aachen als Pfarrvikar wirkt, verlässt im Sommer Blankenheim/Dahlem in der Eifel und wechselt nach Mönchengladbach. - Einige Aktionen für dieses Jahr sind seitens des Arbeitskreises in Planung. Wir werden Sie informieren.
In dieser Woche hat der Pfarrgemeinderat getagt und sich u.a. mit den Impulsen von Weihbischof Ansgar Puff zum päpstlichen Schreiben „Dilexi te“ („Über die Liebe zu den Armen“) beschäftigt. Ein Echo mit O-Tönen erscheint in den kommenden Pfarrnachrichten.
Im Weiteren wurde über die anstehenden Veränderungen in der Kirche in Frechen gesprochen (Fusion, Sparmaßnahmen, Gebäudekonzept usw.). Dabei wurde ein Gemeindemitglied zitiert: „Man erfährt ja nichts! Ich gehe nicht in die Kirche und nehme die Pfarrnachrichten nicht mit.“
Naja, wenn das so ist. Gerne gebe ich hier folgende Hinweise, die Abhilfe schaffen können.
- Die Pfarrnachrichten liegen nicht nur in den Kirchen zum Mitnehmen aus, sondern sind (und viele weitere Informationen) überall und zu jeder Zeit weltweit im Internet nachzulesen (kirche-in-frechen.de)
- Die Pfarrnachrichten und der Sonntagsgruß von Pfr. Dürig können per Newsletter jede Woche kostenlos abonniert werden.
- Regelmäßige Infos gibt bei dem Kanal „kircheinfrechen“ bei Instagram, „Kath Kirche Frechen“ bei Whatsapp "oder „Kirche in Frechen" bei Facebook. Einfach abonnieren!
- Klassisch-traditionell finden Sie Infos auch in den Schaukästen!
- Der PGR-Vorsitzende Achim Fink informiert übrigens bei jedem Patrozinium....
- Und immer gilt auch die herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Erfreulicherweise engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich in unserer Pfarreiengemeinschaft und schenken Zeit, Herz und Gemeinschaft.
„Das ist von höchstem Wert. Deshalb sind wir als sehr darum bemüht, ein gutes Fundament für Ihr Wirken zu legen - inkl. eines stabilen Versicherungsschutzes. Um hierzu eine verlässliche Grundlage des Unfall- und Versicherungsschutzes in allen Gruppierungen zu gewährleistet und zu schaffen, möchten wir Sie herzlich zu einem gemeinsamen Treffen aller kirchlichen Gruppierungen einladen: Dienstag, 23. Juni 2026, um 19:00 Uhr im Pfarrsaal St. Audomar (Othmarstr. 3, Frechen). Ziel dieser Veranstaltung ist es, die für uns verpflichtende Informationen bezüglich des Unfall- und Versicherungsschutzes weiterzugeben und entsprechende Handreichungen persönlich zu übergeben.“ Schreiben Verwaltungsleiterin Joanna Tobien, Assistenz Michela Esser und Engagementförderer Markus Gehringer und bitten jede Gruppe in unseren Gemeinden, ein bis zwei Vertreterinnen bzw. Vertreter zu diesem Termin zu entsenden. Dem Dank für Ihre Mitwirkung und Ihr Engagement für die Sicherheit schließe ich mich gerne an!
- Nehmen Sie bitte dieses wertvolle Angebot zur Sicherheit Ihrer Gruppe und den unserer Gemeinden an - und sagen Sie es anderen weiter!
Angesichts anhaltender Kriege ruft Papst Leo XIV. für diesen Samstag (30. Mai) erneut zu einem weltweiten Friedensgebet auf. Er selbst will am Abend in den vatikanischen Gärten ein Rosenkranzgebet für den Frieden in der Welt leiten und eine Ansprache zum Thema Krieg und Frieden halten.
- „Wer betet, ist sich der eigenen Begrenztheit bewusst, er tötet nicht und droht nicht mit dem Tod. Wer aus sich und seiner Macht einen Götzen macht, dem jeder Wert geopfert wird und dem sich die ganze Welt beugen soll, der wird zum Sklaven des Todes." Leidenschaftlich formuliert der Papst: „Schluss mit der Selbstvergötzung und der Anbetung des Geldes! Schluss mit Machtandrohungen! Schluss mit dem Krieg!"
- Beten und bitten auch wir an diesem Wochenende besonders für den Frieden!
- Am Pfingstmontag hat Papst Leo XIV. persönlich seine „Regierungserklärung“ abgegeben und seine erste Enzyklika vorgestellt: „Magnifica humanitas” („Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“)
Der einleitende Abschnitt skizziert das große Anliegen des Papstes als Herausforderung unserer Zeit. „Die von Gott geschaffene großartige Menschheit steht heute vor einer entscheidenden Wahl: Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen. Jede Generation erbt die Aufgabe, die eigene Zeit zu gestalten, damit die Geschichte zu einem Ort reifen kann, an dem die Würde jedes Menschen gewahrt, Gerechtigkeit gefördert und Geschwisterlichkeit ermöglicht wird. Doch jeder Epoche droht die Gefahr, dass die Welt unmenschlich und ungerechter wird. Wo die Menschheit riskiert, ihr wahres Gesicht zu verlieren, da erheben wir Christen unseren Blick zu dem Gott, der Mensch geworden ist, in dem Wissen, dass sich „nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft“ aufklärt. Diese großartige Menschheit wird in Jesus Christus zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben und eröffnet jedem von uns den Weg zur Erfüllung.“
Leo XIV. knüpft an seinen Namensvorgänger an: „In diesem Geiste veröffentlichte Leo XIII. im Jahr 1891 die Enzyklika „Rerum novarum“, deren 135. Jahrestag wir nun mit großer Dankbarkeit begehen. Mit jenem Dokument gab mein geliebter Vorgänger den Anstoß zu jener Reflexion über Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, die wir heute als „Soziallehre der Kirche“ bezeichnen. Und als einige einwandten, die Kirche solle keine Energie auf weltliche Angelegenheiten verschwenden, sondern sich vielmehr darauf konzentrieren, eine Botschaft des ewigen Lebens zu vermitteln, antwortete er mit Realismus und Weisheit, dass die Verkündigung des Evangeliums das konkrete Leben der Menschen nicht außer Acht lassen darf.“
„Wenn Leo XIII. zu seiner Zeit von „Neuerungen“ (rerum novarum) sprach, können wir heute nicht einfach seine wertvollen Lehren wiederholen, sondern müssen Gott um Weisheit bitten, um die großen Entwicklungen unserer Zeit recht zu deuten, insbesondere die im Bereich der Technik. In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, wie rasch und tiefgreifend Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik unsere Welt verändern. Die Technik ist an sich nicht als eine menschenfeindliche Kraft zu betrachten; im Gegenteil, sie ist von Anfang an in unserer Geschichte verwurzelt, als „eine zutiefst menschliche Erscheinung, die an die Autonomie und Freiheit des Menschen geknüpft ist.“
- Ich hatte noch nicht die Zeit, alles zu lesen, bin aber gespannt, was auf den 120 Seiten zu entdecken ist! Hier finden Sie den Wortlaut: vatican.va. Schauen Sie mal rein!
Zum Schluss lade ich Sie ein, den Pfingst-Geist nachwirken zu lassen:
Komm, Geistkraft, die das all belebt.
Komm, Himmelsklang, der nie vergeht:
Du Atem in uns, gute Macht,
die Frieden und Vergebung schafft.
Du Geist der Liebe, Seelenkraft, die du uns gleich und frei gemacht,
Umgib uns auch in dieser Zeit,
du Trösterin in Ewigkeit.
In Trauer, Angst, Verlorensein.
Bleib bei uns als ein zarter Schein.
Ein Schimmer Hoffnung, Funken, Licht.
Ein zugewandtes Angesicht.
Lass deinen Glanz uns heute sehn,
Lass uns dein leises Wort verstehen.
Nach Sturm und Donner, Feuer, Wind:
Die Stille, die wir selber sind. Amen.
(Text: Annette Jantzen, Melodie: GL 342 Komm Heilger Geist, der Leben schafft)
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ und eine gute Woche!
Ich freue mich, wenn wir uns Fronleichnam zum Glaubensfest in der Innenstadt sehen und gemeinsam feiern und Zeugnis geben von Jesus Christus!
Ihr und euer Christof Dürig
Johannes 3,16-18:
Gott hat seinen Sohn gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird
16 Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet;
wer nicht glaubt, ist schon gerichtet,
weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.
