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St. Antonius von Padua

Sonntagsgruß zum 22. Sonntag im Jahreskreis

Guten Tag zusammen,

nach der Sommerpause melde ich mich wieder bei Ihnen mit dem Sonntagsgruß!

  • Wie geht es Ihnen? Ich hoffe, dass Sie Erholung finden konnten, wenn Sie verreist waren oder einfache eine gute Zeit zuhause hatten…

In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Der Klimawandel, den rechtsextreme Ideologen immer noch leugnen, hat sich mit neuer Härte nicht nur im Fernsehen irgendwo, sondern buchstäblich vor der Haustür gezeigt. Bei den verheerenden Waldbränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn und dem gefährlichen Rauch in unseren Wohnzimmern sowie mit dem Niedrigwasser im Rhein!

„Ich bete, dass der Kelch möglichst an uns vorübergeht, dass Sachsen-Anhalt tolerant, menschenfreundlich und weltoffen bleibt.“ So zitiert die Kölner Kirchenzeitung den Magdeburger Bischof Gerhard Feige, der sich seit langem sehr intensiv vor der Bedrohung der AfD für Demokratie, Kirchen und Menschenrechten einsetzt. Er hat die Initiative „Bewusst wählen“ der katholischen Kirche mitinitiiert, die sehr klar vor den Gefahren dieser gesichert rechtsextremen Partei für uns in Deutschland aufklärt und auch vor dem aus der Kirche ausgetretenem Spitzenkandidaten warnt, der wie ein „smarter Schwiegersohn“ daherkommt! Die Erfahrungen aus DDR-Zeiten, „Haltung zu zeigen und das vertreten vom dem ich überzeigt bin“, hilft Bischof Feige in dieser schwierigen Zeit der Auseinandersetzungen.

Die „undemokratische Brandmauer“ wird von der AfD selbst gefestigt und verteidigt, wie sich im Sommer-Interview mit Alice Weidel erneut zeigte: Halbwahrheiten, Unwahrheiten, Leugnung der Realität (russische Bedrohung und menschengemachter Klimawandel, …), Stimmungsmache, Schlechtreden statt Problemlösungen anbieten, Polemik, Beleidigungen gegen alle und alles, was nicht ihrer Meinung entspricht, Hetze gegen demokratische Institutionen, wirre politische Vorstellungen: aus dem Euro austreten und aus dem Schengen-Raum, Verbrenner-Autos fördern, wobei besonders in China als Vorreiter nur noch E-Autos zählen, Windräder abbauen… Tino Cupalla gab sich zwar freundlicher im Ton, verharmlost die rechtsradikale Gesinnung engster Mitarbeiter des Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt als zu vernachlässigende „Jugendsünden“, die heute keine Rolle spielten…

  • Da können wir nur wiederholen: „Ich bete, dass der Kelch möglichst an uns vorübergeht, dass Sachsen-Anhalt tolerant, menschenfreundlich und weltoffen bleibt.“

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat zu Recht bundesweite Aufmerksamkeit erregt.  Wenigstens der Hälfte der Bevölkerung hat große Ängste und Sorgen um Demokratie, Freiheit und Rechtsstattlichkeit. Die kleine katholische Diaspora-Kirche, der nur 3% der Bevölkerung angehört, stellt mit der Initiative „bewusst wählen“ die Unvereinbarkeit von AfD und christlichem Glauben mit gut nachvollziehbaren Gründen zusammen. Nachzulesen ist dies in einem informativen Artikel des Magdeburger Bischofs Gerhard Feige in Stimmen der Zeit. 10 lesenswerte und informative Seiten, die sich lohnen:

www.kirche-in-frechen.de/aktuelles/news/Bewusst-waehlen/

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ warnt vor dem gefährlichsten Mann Deutschlands, mit dem erstmals seit 1945 in einem Bundesland eine rechtsextremistische Partei (mit-) regieren könnte (möglicherweise mit Hilfe von Linksextremisten). Das hatten wir schon einmal. Auch wenn sich Geschichte nicht einfach wiederholt, die Mahnung und Warnung, wohin das führen kann, sollten wir nicht vergessen!

Klare Worte hat unser Staatsoberhaupt gefunden: kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen Ausgrenzung und Abwertung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gewandt, ohne die AfD namentlich zu nennen. Deutschland gehöre „allen, die rechtmäßig hier leben", sagte er in Berlin. Der Bundespräsident warnte vor einem Rückfall in völkisches Denken. Deutschland müsse ein Land sein, „das jedem eine Absage erteilt, der Phantasien von völkischer Abschottung entwickelt", sagte Steinmeier in Berlin. „Wir brauchen als Land Zuwanderung - wir brauchen sie, wenn wir funktionieren wollen." „Es gibt keine Staatsbürger erster oder zweiter Klasse". Das „deutsche Volk" im Sinne der Verfassung, „das sind auch Deutsche, die hinzugekommen sind“, sagte der Bundespräsident zur Eröffnung einer Podiumsdiskussion. Die Verfassung kenne keine Volksgemeinschaft gleichen Blutes und keine staatsbürgerschaftlichen Privilegien für die sogenannten "Biodeutschen". Nicht allein die Herkunft der Großeltern mache uns zu Deutschen, nicht das Blut, das in unseren Adern fließe. „Es ist die Staatsbürgerschaft, gleich ob durch Geburt oder durch Einbürgerung erworben. Es ist die Sprache, die wir teilen. Es ist der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben in Freiheit. Die Verfassung, auf deren Boden wir stehen“, erklärte Steinmeier.

Das Menschenbild hängt biblisch von der Überzeugung ab, dass alle Menschen Ebenbild Gottes sind. So bieten sich Überlegungen zum Sonntags-Evangelium an.

  • „Wer ist Jesus für Sie?“ Mit dieser Frage sind wir am Freitagabend beim letzten Bibelgespräch der Reihe „Gottes Wort macht keine Sommerpause“ eingestiegen.

Es ist die Frage Jesu – im Evangelium (Matthäus 16,13-20) des vergangenen Sonntag - an die Jünger in Cäsarea Philippi (Matthäus 16,14): „Für wen halten die Menschen den Menschensohn? Die Antworten der „Meinungsumfrage“ des Stimmungsbildes (Johannes der Täufer, Elija, Jeremia, andere Propheten) reichen Jesus nicht; er möchte es persönlich und fragt deshalb weiter: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

  • Ja, noch einmal auch an Sie liebe Leserin, lieber Leser: „Wer ist Jesus für Sie?“

Petrus wird für seine Antwort „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ von Jesus gelobt, mit dem „Selig“ quasi in den Himmel gehoben: „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“

Mit dem richtigen (Glaubens-)Bekenntnis lässt sich die Gemeinschaft Jesu erleben: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“.

Dann der scheinbar unpassende Schlusssatz „Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.“ - Wir sollen doch die Frohe Botschaft Jesu in die Welt tragen! Oder doch nicht?

Die „Auflösung“ kommt an diesem Sonntag – im nächsten Abschnitt! (Matthäus 16,21-27):

„Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.“

Und Petrus bekommt es mit der „Hölle“ zu tun: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“

Größer könnte der Kontrast für Petrus (Lob – Tadel) innerhalb weniger Augenblicke nicht sein… Im Bibelgespräch hatte die Gruppe jedenfalls viel Gesprächsstoff und guten Austausch …

  • Lesen Sie den gesamten Text! Was fällt Ihnen dabei auf? Was geht Ihnen auf? – Vielleicht ist Petrus gar nicht so weit weg von unserem Denken, Zögern, Fragen, Handeln…
  • Was bedeutet für Sie „Leben verlieren / Leben gewinnen“?

Der Löschzug Habbelrath feiert sein Jubiläums-Feuerwehrfest. Am Sonntag, 30. August, findet um 9.30 Uhr die Hl. Messe mit der Feuerwehr in St. Antonius statt. Anschließend Kranzniederlegung am Ehrendenkmal auf dem Friedhof. Am 11. Oktober und am 15. November wird im Lindentheater ein Film gezeigt, der Aktuelles und Historisches der Feuerwehr enthält. Nähere Informationen und Eintrittskarten gibt es beim Feuerwehrfest.

Hier möchte ich den Dank an alle Feuerwehrleute einfügen, die auch aus Frechen und dem Rhein-Erft-Kreis mit anderen Freiwilligen bei den Waldbränden im Hürtgenwald und dem Hohen Venn mitgeholfen haben!

Die traditionelle Ein-Euro-Aktion für unsere Schule in Haiti findet am Freitag, 4. September von 9.00 – 12.00 Uhr am Klüttenbrunnen während des Wochenmarktes statt. P. Elex und der Arbeitskreis sammeln Spenden. Der kleine Verkaufsstand bietet erstmals auch Honig an!

Am Sonntag, 6. September, findet in St. Maria Königin um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst anlässlich des Patroziniums statt. Im Anschluss lädt der Ortsauschuss gemeinsam mit der kfd zu Kaffee, Kuchen, Pommes und kühlen Getränken ein; dazu Spielangebote für Kinder.     

Vorschau auf einige Veranstaltungen in der Pfarreiengemeinschaft:

  • Samstag, 12. September, ab 14.00 Uhr: Sommerfest des Juma Teams in Königsdorf an der Sebastianuskirche.
  • Sonntag, 13. September, Patrozinium St. Audomar, beginnend um 11.00 Uhr mit der Hl. Messe und dann bis 15.00 Uhr ein „kleines Pfarrfest“.
  • Sonntag, 13. September, 46. Pfarr- und Kindergartenfest in Habbelrath unter dem Motto „Jesus sagt: „Ihr seid meine Freunde“. Beginn um 11.00 Uhr mit der Hl. Messe.

Für die Kevelaer-Wallfahrt am 30. September ab Bachem (Heilig Geist) sind noch Plätze frei!  Anmeldung >>HIER oder im Pastoralbüro 02234-99100.

Nach dem die Gesprächsreihe „Gottes Wort macht keine Sommerpause“ – wie erwähnt - zu Ende gegangen ist, gibt es weitere Angebote, sich mit der Bibel zu beschäftigen:  

  • Bibelteilen am Freitag, 4. September, um 19.00 Uhr in der Krypta von St. Maria Königin: „Worte der Bibel – Worte für mich?!“ Es braucht keine besonderen Vorkenntnisse, sondern nur die Bereitschaft sich auf das Wort Gottes einzulassen.
  • Der nächste Bibelstammtisch findet im Kolpinghaus in Frechen am Freitag, 25. September, ab 18.30 Uhr statt. Ein Tisch ist reserviert um die Möglichkeit zu haben, vorher zu speisen. Das Bibelgespräch selbst beginnt um 19.30 Uhr.
  • … und freuen Sie sich auch auf die Bibelgespräch in der „Woche des Gebetes“ mit dem Thema „Mehr als Brot und Wein“ vom 27. September bis 4. Oktober. Mehr dazu nächste Woche!

Die Ratsmitglieder machen es möglich mit ihrer Spende von je 16,11 Euro und der Verwaltungsvorstand in ungenannter Größe! Danke an die Stadtverordneten und die „Oberen“! Nur so kann das beliebte Stadtradeln 2026 auch wieder in Frechen stattfinden!

Stadtradeln ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis, bei der es darum geht, in einem Zeitraum von 21 Tagen (07.-27.09.26) möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei zählt jeder Kilometer – egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Beim Kilometersammeln können Einzelpersonen oder Teams mitmachen. Wir als katholische Kirche haben wieder ein Team angemeldet, dem Sie sich gerne anschließen können. Klicken Sie bei der Registrierung in der Kommune Frechen als Team „katholische Kirche“ an und sammeln Sie mit uns gemeinsam Fahrradkilometer. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie auf www.stadtradeln.de/frechen

„Sozialpfarrer. Mit seinem radikalen Einsatz für Benachteiligte hat es der Kölner Preister Franz Meurer zu bundesweiter Bekanntheit gebracht. Nun geht er im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand. Aus dem ganzseitigen Artikel auf Seite 3 in den örtlichen Tageszeitungen zur Verabschiedung an diesem Sonntag zitiere ich Folgendes – und damit schließt der Sonntagsgruß:  

„Wir sind alle schließlich Geschöpfe Gottes.“ Und da seien Hautfarbe oder Herkunft, Größe oder Aussehen völlig egal, das gelte übrigens auch für Tiere und Pflanzen. Weil jeder Mensch Gottes Ebenbild sei, sei die Vielfalt ein Ausdruck der Schöpfung Gottes – und Voraussetzung für funktionierende Gemeinschaften Um Vielfalt auch in der Amtskirche zu erreichen, ließ Meurer seine Gemeindereferentin während der Heiligen Messe predigen und setzte sich für die Segnung homosexueller Paare in der Kirche ein, Ob Muslime, Christen, Juden oder Atheisten in die Gemeinde kämen, sei ihm ‚völlig egal.“

Danke Franz Meurer für dein Lebenswerk! Und Gottes Segen für den sicher nicht kommenden „Ruhestand“. Er ist im Herzen konservativ (= vom biblischen Geist Jesu geprägt) und kann so im Miteinander „liberal“ und „progressiv“ sein“! Ich hoffe, dass dieser wahrhaft katholische (weltumspannende) Geist von Franz Meurer auch in Köln weiterhin ein Zuhause hat und sich ausbreitet… zum Wohl aller Menschen.

In diesem Sinn: gesegneten Sonntag, gute Woche! Und allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrenden: einen guten Start in das neue Schuljahr!

Ihr und euer Christof Dürig

 

 

Matthäus 16,21-27: Die erste Ankündigung von Leiden und Auferstehung Jesu -  

Nachfolge und Selbstverleugnung

21 Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären:

Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern

und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden.

22 Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte:

Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!

23 Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus:

Tritt   mich, du Satan!

Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will,

sondern was die Menschen wollen.

24 Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst,

nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

25 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;

wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.

26 Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,

dabei aber sein Leben einbüßt?

Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

27 Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.