Wichtige Kontakte im Überblick

Priesternotruf
In dringenden Fällen erreichen Sie in der Zeit von 8 bis 20 Uhr einen Priester für die Krankensalbung unter 02234 / 9369141.
Pastoralbüros
Die Telefonnummern und Öffnungszeiten unserer Pastoral- und Kontaktbüros finden Sie hier.Unter der 02234/99100 erreichen Sie die Zentrale.
Öffentlichkeitsarbeit
Haben Sie Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit oder möchten der Redaktion etwas mitteilen, dann senden Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular

Aktuelles

Derzeit sind keine Einträge vorhanden.

Sonntagsgruß von Pfarrer Christof Dürig

18. Sonntag im Jahreskreis (02. August 2020)

 

Guten Tag zusammen,
es klingt wie ein Traum für die Menschheit im 21. Jahrhundert: Alle aßen und wurden satt! So hören wir im heutigen Evangelium. Wahrlich Frohe Botschaft

Gerechtigkeit. Kein Hunger. Leben für alle. - Nur ein Traum? Frommes Gerede?

Schauen wir genauer hin.

Jesus erfährt, dass der Täufer Johannes enthauptet wurde. Er zieht sich verständlicherweise zurück, um allein zu sein. Trauer. Vielleicht auch Angst, das Ähnliches auf ihn zukommen könnte.....

Zeit geben ihm die Menschen nicht. Sie folgen ihm. Er bekommt Mitleid  - und macht sich deshalb wieder an die Arbeit: er heilt die Kranken. -Der Tag geht vorüber, die Zeit verfliegt. Die Menschen bekommen Hunger. Was tun? Kein Aldi in der Nähe. Die Jünger, die wahrscheinlich auch müde und hungrig sind, wollen die Leute wegschicken. Mehr frällt ihnen nicht ein: Wie soll das auch gehen, sie haben ja (fast) nichts. Heute würden wir vielleicht einen Arbeitskreis gründen, der sich mit dem Thema beschäftigt. So geht das in unserer durchorganisierten und bürokratischen Welt: Irgendetwas Schlaues werden wir schon zu Papier bringen. Sicher! Und wir finden auch jemand, dem wir die Verantwortung in die Schuhe schieben können. Aber all das macht nicht satt! Niemanden!

Anders Jesus. In seiner mitfühlenden Menschlichkeit - mit seiner Trauer, seinem Sehnen nach Rückzug in die Einsamkeit, seinem Mitleid mit den Menschen - macht er einen ganz anderen Vorschlag: "Gebt ihr ihnen zu essen!" -

"Ja, was denn? 5 Brote, 2 Fische! Da brauchen wir doch gar nicht erst anfangen!"

Die Jünger sind wie wir heute: "Was kann ich denn schon tun angesichts des Hungers, der Herausforderungen auf dieser Erde? Alles ist so schrecklich! Ich kann doch gar nichts machen! Sollen doch mal die anderen... die Großen, die Reichen..."

"Gebt ihr ihnen zu essen!" Nicht mehr, aaber auch nicht weniger! Jesus nimmt die Brote und Fische, dankt zum Himmel blickend, zu Gott, teil sie und gibt sie zum Verteilen. Wohlgemerkt: FÜNF Brote und ZWEI Fische für 5000 MÄNNER (Fraunen und Kinder werden gar nicht mitgerechnet!) Ergebnis: "Alle aßen und wurden satt" Punkt!

Nur ein Traum? Frommes Gerede?

Konkretes Beispiel: Bei der Frechener Tafel  im Pfarrheim St. Audomar geschieht es zweimal die Woche: das, was in den Supermärkten übrigbleigt - und das sind mehr als 5 Brote und 2 Fische!! - wird verteilt und reicht für viele Menschen in unserer Stadt, die sich das sonst nicht leisten können... Es ist genug für alle da, eben "nur" ungleich verteilt! zu viel in den Geschäften - zu wenig bei den Bedürftigen! Durch das Anpacken und Verteilen reicht es für alle! Gilt das sogar welt weit und niemand müsste hungern?

Worauf warten wir? Fangen wir doch mal an... zu denken wie Jesus (Gebt ihr...); zu vertrauen wie Jesus (zum Himmel blicken..., lobpreisen); zu handeln wie Jesus (brechen/teilen, geben). Hier liegt wohl der "Schlüssel zum Erfolg": Nicht warten, bis die anderen was tun. Nicht alles nach menschlichen Maßstäben regeln wollen, sondern auf Gott vertrauen und daraus handeltn.... Das genügt!

Und heute auch nicht... In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Erfahrungen und gesegnete Tage!

 

Ihr Christof Dürig.

 

18. Sonntag im Jahreskreis (Mt 14, 13-21): Alle aßen und wurden satt

 

13 Als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, zog er sich allein von dort mit dem Bott in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.

14 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken.

15 Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen!

16 Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen.

Gebt ihr ihnen zu essen!

17 Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier.

18 Er antwortete: Bringt sie mir her!

19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich in Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuen

20 und alle aßen und wurden satt.

Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll.

21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder