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St. Antonius von Padua

Sonntagsgruß zu Fronleichnam

Guten Tag zusammen,

diesmal kommt der Sonntagsgruß an einem Mittwoch - als Einstimmung auf das Fronleichnamsfest und den Aktionstag Frechener Kirchen.

„Gemeinsam auf dem Weg – gestärkt durch das Brot vom Himmel“ ist auch in diesem Jahr das Thema des gemeinsamen Feierns auf dem Rathausplatz und der anschließenden Prozession der Pfarreiengemeinschaft.   

Die Worte des Leitgedankens lassen sich einzeln bedenken:

  • Gemeinsam: Was mache ich / was machen wir gemeinsam? Wo fühle ich mich allein?
  • Weg: Welche Wege gehe / fahre ich? – Welche Wege sind mir wichtig? – Was bedeutet es mir, wenn Jesus sagt: „Ich bin der Weg“ (Joh 14,6)? – Wohin führt mich mein Weg in der Nachfolge Jesu?
  • Gestärkt: Was stärkt mich? – Was fehlt mir? Wo fühle ich mich kraftlos / nicht stark (genug)?
  • Brot: Was bedeutet mir „Brot“? Lebensmittel? – Wovon lebe ich?
  • Himmel: Wo ist für mich der Himmel? – Ist „Himmel“ nur das Blaue über uns, wenn keine Wolken da sind? Schönwetterblau? – Möchte ich einmal in den Himmel kommen?
  • Brot vom Himmel: Jesus bezeichnet sich als „Brot vom Himmel“ (Joh 6). Was bedeutet mir diese Speise als Nahrung für mich – gemeinsam auf dem Weg des Lebens mit anderen?

„Gemeinsam auf dem Weg – gestärkt durch das Brot vom Himmel“. Sie alle sind herzlich eingeladen zur Teilnahme am Donnerstag, 30. Mai um 10.00 Uhr in Frechen (Messfeier auf dem Rathausplatz mit anschließender Prozession und Beisammensein nach dem Segen bei Suppe, Getränken und gestifteten Kuchen). Ich freue mich, wenn Sie dabei sind! 

Bei Regen findet um 10.00 Uhr ein Gottesdienst in St. Audomar statt – mit anschließender Begegnung im Pfarrheim. Bei Unsicherheit können Sie am Fronleichnams-Morgen ab ca. 8.30 Uhr auf unserer Homepage nachlesen, ob der Gottesdienst auf dem Marktplatz oder in der Kirche stattfindet!

  • Der lange vorbereitete „Aktionstag der Frechener Kirchen“ steht ebenfalls unmittelbar bevor. Am Samstag, 1. Juni ist es soweit!

Im Frechener Stadtsaal sowie an vielen unterschiedlichen, zentrumsnahen Orten, Plätzen und Kirchen findet ein großes ökumenisches Fest statt. Die Katholische, Evangelische und Neuapostolische Kirche lädt unter dem Motto „...vielfältiger als Du denkst“ ab 10.00 Uhr alle Frechener und alle Interessierten aus Nah und Fern ein. Bringen Sie auch Freunde und Bekannte, auch Kirchen-Kritische und Nicht-Christen mit!

Die Veranstaltung wird von Schirmherrin Bürgermeisterin Susanne Stupp im Stadtsaal eröffnet und bietet im Anschluss ein buntes und vielfältiges Programm zum Mitmachen, Erleben und Staunen für Klein bis Groß.

Das Programm mit mehr als 50 Angeboten finden Sie hier. Entdecken Sie Musik, Kinderaktionen und neue Wege der Spiritualität und finden Sie Informationen zu ehrenamtlichen Gruppen oder genießen Sie eine Tasse Kaffee.

Eine kostenfreie Bimmelbahn verbindet die einzelnen Veranstaltungsorte. Der Eintritt ist zu allen Aktionen, Konzerten, Mitmachangeboten und Programmpunkten frei.

  • Dieses Jahr machen sich insgesamt 47 Jugendliche auf den Weg um am Ende das Sakrament der Firmung zu empfangen. Sich gemeinsam auf den Weg machen und dabei gemeinsam über den eigenen Glauben ins Gespräch kommen: das ist eines der vielen Anliegen der Firmvorbereitung.
  • Nehmen wir die jungen Menschen in unser Gebet und auch die Erwachsenen, die sie begleiten und so Zeugen des Glaubens sind.
  • Noch eine erfreuliche und außergewöhnliche Nachricht kann ich zum Unterwegssein als Glaubensgemeinschaft einfügen: am Freitag, 21. Juni 2024 wird der aus Frechen stammende David Stolz in der Basilika Notre-Dame de l`Epine zu Evron / Frankreich zum Diakon geweiht. David Stolz war viele Jahre Messdiener in St. Ulrich und St. Audomar (und im Kölner Dom) und gehört zur Gemeinschaft St. Martin, die im Erzbistum Köln die Wallfahrtskirche in Neviges seelsorglich betreut.
  • Die Weihekandidaten bitten um unser Gebet für sie und versichern in unseren Anliegen zu beten.
  • Eine Übertragung der Feier gibt es übrigens unter communautesaintmartin.org.

Es ist erstaunlich, dass in dieser 1976 gegründeten Gemeinschaft rund 100 Priesteramtskandidaten sind. 10 Männer werden dieses Jahr zu Diakonen geweiht und am darauffolgenden Tag 9 Diakone zu Priestern! Wenn man das mit den Weihezahlen in Deutschland vergleicht: in Köln gibt es eine Diakon- und 3 Priesterweihen, in NRW insgesamt sieben und in mehreren deutschen Bistümern keine!

  • Der Pfarrgemeinderat nimmt immer wieder Stellung zu gesellschaftlichen Themen und gibt so Zeugnis vom Evangelium für die Menschen unabhängig von ihrer Weltsicht oder Religion. In einer Stellungnahme zu den verkaufsoffenen Sonntagen, die ja auch in der Fußgängerzone rund ums Rathaus stattfinden, heißt es u.a.:

Aus christlicher Sicht ist „der Sonntag ein Ruhetag, welcher der inneren Einkehr und der Familie gewidmet sein sollte. Zudem wird es immer wichtiger in allen Branchen eine ausgewogene „Work-Life-Balance“ zu ermöglichen. In immer mehr Branchen werden 4-Tage-Wochen „ausprobiert“. Die Schere zwischen wirtschaftlichen Interessen der Geschäfte und den individuellen Bedürfnissen der Angestellten im Einzelhandelt klafft in diesem Punkt auch ohne zusätzliche Sonderöffnungszeiten schon sehr weit auseinander.“

Es wird auf die „starken Probleme mit der Parkplatzsuche“ hingewiesen: „Da das Parkhaus an der Josefstraße abgerissen wurde, werden die Anwohner der Nebenstraßen im Stadtkern an diesen Tagen schon viel zu erdulden haben.“

„Für mich persönlich ist aber vor allem der vorgeschlagene Termin im Advent (22.12.2024) absolut unzumutbar“ argumentiert die stellvertretende PGR-Vorsitzende Alexandra Baum. „Die Vorweihnachtszeit ist für alle Mitarbeiter im Einzelhandel ein echter Arbeitsmarathon. Selbst an Hl. Abend, einem Tag an dem die meisten anderen Arbeitnehmer immer frei haben, müssen sie oft noch bis 18.00 Uhr arbeiten. Da bleibt keine Zeit für Vorbereitungen und eine besinnliche Stimmung am Abend. Dies trifft dann vor allem die Alleinerziehenden oder Familien mit mehreren Mitarbeitern im Einzelhandel doppelt hart.“

Den Wortlaut können Sie in den neuen Pfarrnachrichten lesen. - Noch ist Weihnachten weit weg, aber vielleicht erinnert sich am 4. Advent der eine oder die andere an die mitfühlenden Gedanken aus dem PGR…

Was soll man auf der Hauptstraße eigentlich einkaufen, wenn ein Geschäft nach dem anderen zu macht, frage ich mich abschließend….  

  • Damit sind wir wieder beim Evangelium: Was nährt mein Leben? - Was bedeuten Brot und Wein – allgemein und als heilige Zeichen im Gottesdient - als „Sakrament der Liebe Gottes“ wie es in einem Fronleichnamslied heißt (GL 495).

Wir tragen in der Monstranz die Hostie durch die Straßen und demonstrieren, was uns wichtig ist. Brot als Zeichen des Lebens, Brot, das uns an Jesus und seine Lebenseinstellung erinnert. Und herausfordert, immer wieder sich von ihm verändern zulassen, wandeln zu lassen!

Während ich diese Zeilen schreibe, erfahre ich, dass der Benediktiner, Kirchenrechtler und Paderborner Weihbischof Dominicus Meier zum neuen Bischof von Osnabrück ernannt wurde. In seiner ersten Ansprache nannte der frühere Abt von Meschede im Sauerland vier programmatische Sätze aus der Regel des Gründers seines Ordens als Leitplanken für seinen Dienst als Bischof von Osnabrück: „Bist du ein Mensch, der das Leben liebt?", „Höre und neige das Ohr deines Herzens", „Wenn es eine Entscheidung gibt, rufe den Rat der Brüder/Schwestern zusammen" und „Den Eigenarten vieler dienen".

Bischof Meier betonte, dass die Jahrhunderte alten benediktinische Motive auch den Synodalen Weg prägen, vor allem Vielfalt und Beteiligung! So unterstützte Meier in seinem Abstimmungsverhalten die Reformanliegen auf breiter Linie. „Bei allen namentlichen Abstimmungen, an denen er teilgenommen hat, taucht sein Name in der Spalte der Zustimmungen auf: beim Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, bei Segensfeiern für Paare, die sich lieben, bei Frauen in sakramentalen Ämtern, bei der Verkündigung durch Laien, beim Grundtext zur priesterlichen Existenz heute, beim Handlungstext zum Zölibat, zum Synodalen Rat und zu Maßnahmen gegen Missbrauch an Frauen in der Kirche.“ berichtet katholisch.de.

  • Die Ernennung dieses Bischofs ist ein ermutigendes und hoffnungsvolles Zeichen für den gemeinsamen Weg der Kirche in die Zukunft – gegen Stillstand und Rückwärtsgang! Katholisch beinhaltet eben auch Vielfalt und Offenheit!

Mit diesen unterschiedlichen positiven Erfahrungen und Eindrücken von Kirche wünsche ich Ihnen einen glaubens-stärkenden Feiertag, gute Begegnungen beim Aktionstag, einen gesegneten Sonntag und dann eine gute Woche!                                                   

Ihr und euer Christof Dürig

  • Nicht vergessen: am 9. Juni ist Europawahl. Wir haben in diesen unruhigen Zeiten eine besondere Verantwortung für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Frieden! Gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Populismus!

 

Markus 14,12-16.22-26: Das ist mein Leib. Das ist mein Blut des Bundes.

12 Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote,

an dem man das Paschalamm zu schlachten pflegte,

sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

13 Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen:

Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt.

Folgt ihm,

14 bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses:

Der Meister lässt dich fragen:

Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann?

15 Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen,

der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist.

Dort bereitet alles für uns vor!

16 Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt.

Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

22 Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis;

dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte:

Nehmt, das ist mein Leib.

23 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet,

gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus.

24 Und er sagte zu ihnen:

Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

25 Amen, ich sage euch:

Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag,

an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes.

26 Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.

 

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Das Evangeliums des kommenden Sonntags lässt uns über den Sabbat – den jüdischen Ruhetag und den Sonntag, den „Tag des Herrn“ – den christlichen Ruhetag nachdenken.

  • Was dürfen wir tun? Was tun wir tatsächlich? Was stärkt oder hilft uns im Leben?
  • Schauen Sie einfach auf das, was Jesus sagt und tut!

„Dieser Tag ist Christus eigen“ heißt es in einem Kirchenlied zum Sonntag (GL 103). Und in der dritten Strophe: „Segne, Herr, den Tag der Tage, dass die Welt dein Kommen spürt. Löse Mühsal, Streit und Plage, dass für alle Sonntag wird.“ Na denn!

 

  1. Juni 2024 - 9. Sonntag im Jahreskreis

Markus 2,23 – 3,6: Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat

3 An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder und unterwegs rissen seine Jünger Ähren

24 Da sagten die Pharisäer zu ihm:

Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt.

25 Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten,

26 wie er zur Zeit des Hohepriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab?

27 Und Jesus sagte zu ihnen:

Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.

28 Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

3 1 Als er wieder in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand.

2 Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde;

sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.

3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!

4 Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt - Gutes zu tun oder Böses,

ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.

5 Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz,

und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus!

Er streckte sie aus und seine Hand wurde wiederhergestellt.

6 Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen

mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.