Guten Tag zusammen,
"Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!" So Papst Leo XIV. am Ostersonntag in seiner Ansprache zum traditionellen Segen „Urbi et Orbi“. Anlässlich des Osterfestes rief er die Gläubigen dazu auf, die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu in die Welt zu tragen. Es sei wichtig, dass sie vor allem jene erreiche, die vom Bösen unterdrückt werden.
„Ich denke dabei an die vom Krieg geplagten Völker, an die wegen ihres Glaubens verfolgten Christen, an die Kinder, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt", so Leo XIV. „Die Auferstehung Christi in Wort und Tat zu verkünden bedeutet, der Hoffnung eine neue Stimme zu verleihen, die sonst durch die Hände der Gewalttätigen erstickt wird." „
„Wir dürfen nicht länger gleichgültig bleiben! Und wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden!", so Leo XIV. Er prangerte die Gleichgültigkeit an, angesichts des Todes Tausender Menschen, von Hass, Spaltung und den daraus folgenden Konflikten. Leo XIV. zitierte seinen Vorgänger Franziskus (2013–2025), der von einer ausgeprägten „Globalisierung der Gleichgültigkeit" sprach.
- „Bitten wir den Herrn, er möge der Welt seinen Frieden schenken."
- Auf Deutsch grüßte Papst Leo: „Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist."
- An diesem Weißen Sonntag beginnt die Reihe der Erstkommunionfeiern in Frechen. Wir greifen wiederum das Motto des Bonifatiuswerkes der Deutschen Katholiken auf.
Unsere Gemeindereferentin Bettina Straetmanns schreibt dazu im „Wort für die Woche“, das Sie - wie immer - auf der 1. Seite der wöchentlichen Pfarrnachrichten lesen können:
„Im 15. Kapitel des Johannesevangeliums bezeichnet Jesus seine Jünger als seine Freunde.
„Ihr seid meine Freunde“, das steht auch als Motto über dem diesjährigen Kommunionkurs. In den sogenannten „Abschiedsreden“ fordert Jesus seine Freunde dann auf: Bleibt in meiner Liebe! Die Freundschaft zu Jesus soll also nicht nur eine kurze Begegnung sein, sondern ein beieinanderbleiben. Freundschaft heißt Treue. Zusammenhalten, für einander einstehen. (…) Die frohe Botschaft wird lebendig, wo wir als Gemeinde freundschaftlich miteinander umgehen und einen Blick haben für alle, die Begegnung und Gemeinschaft suchen. Den Kommunionkindern wünschen wir, dass sich ihre Freundschaft zu Jesus im Leben als tragfähig erweist und dass sie mit ihren Familien in unseren Gemeinden einen Ort finden, an dem sie sich wohlfühlen.“
- Herzliche Einladung an Sie alle, an den Erstkommunionfeiern teilzunehmen!
- In seiner Predigt am Ostermontag im Kölner Dom rief Weihbischof Ansgar Puff in seiner Predigt dazu auf, den destruktiven Realitäten der Welt mit einer heilsamen Haltung zu begegnen.
„Jeder sehnt sich danach, glücklich zu sein", sagte Weihbischof Puff. Doch die Realität sehe oft anders aus - Kriege, Wohnungsnot, finanzielle Sorgen. „Unsere Welt brennt und wir feiern Ostern". Ostern sei mehr als eine Erinnerung an Christus. Ostern könne zu einer Veränderung unserer Haltung führen. „Dass dieser Jesus von den Toten auferstanden ist, motiviert mich unglaublich", betonte Weihbischof Ansgar. Es stecke an und "infiziere", das Leben entsprechend zu gestalten.
- Am 15. Mai kommt Bischof Ansgar nach Frechen unter dem Motto „Leo & Ansgar. Option für die Armen!“ Im Pfarrheim St. Ulrich um 19.30 Uhr spricht er über das erste apostolische Schreiben „Dilexi te“ von Papst Leo XIV. Es ist eine leidenschaftliche geistliche Ermahnung, die die Liebe zu den Armen ins Zentrum stellt.
- Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, hat bei seinen Gesprächen Ende März mit der Römischen Kurie die Satzung für eine künftige Synodalkonferenz der katholischen Kirche in Deutschland zur Recognitio (Anerkennung) vorgelegt.
Diese Satzung war zunächst von der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und dann von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz mit der notwendigen Mehrheit angenommen worden.
„Ich habe im Gespräch mit Erzbischof Filippo Iannone O.Carm., Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe, die Satzung erläutert und zwar in Kontinuität zu meinem Vorgänger, Bischof Dr. Georg Bätzing, sowie zu den zahlreichen Vorgesprächen, die Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck geführt hat. Die Recognitio ist erbeten, damit wir die Satzung anwenden und eine Synodalkonferenz für die Kirche in Deutschland umsetzen können. Ich bin froh und dankbar, dass wir heute so einen weiteren Schritt auf der langen Etappe des Synodalen Weges fortgesetzt haben. Ebenso bin ich dankbar, wie intensiv dieser Prozess in Deutschland in den vergangenen Monaten mit dem weltweiten synodalen Geschehen zusammengeführt wurde.“
- Ich bin gespannt wie das weitergeht und hoffe, dass „Rom“ sich dem nicht querstellt!
- In einem Brief begrüßte Bischof Wilmer den künftigen Nuntius in Deutschland, Erzbischof van Megen, der bisher u.a. als Nuntius im Sudan, in Eritrea, Kenia und im Südsudan tätig war:
„Wir heißen Sie von ganzem Herzen willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit im Weinberg des Herrn. Gerne werden wir Sie in dieser Arbeit unterstützen, um die Brücken und das gegenseitige Vertrauen zwischen Rom und unserer Ortskirche fortzusetzen“, so Bischof Wilmer. „Ihre langjährige Erfahrung in der vatikanischen Diplomatie, gerade in Krisenregionen wie dem Sudan, dem Südsudan und Eritrea, zeigt, dass Sie eine Persönlichkeit sind, die furchtlos und überzeugt das Evangelium verkündet und den Dialog sucht. Dieses internationale Wirken wird Ihnen für den Dienst in unserem Land eine große Hilfe sein.“
Nuntius van Megen löst nach über 12jähriger Amtszeit Erzbischof Nikola Eterovicm ab, der die vom Kirchenrecht vorgesehene Altersgrenze für katholische Bischöfe (75 Jahre) erreicht hat und immer wieder durch kirchenrechtlich-belehrende und synodal-kritische Stellungnahmen gegenüber der katholischen Kirche in Deutschland aufgefallen ist.
- Auch das ist katholische Kirche in Deutschland - im Umbruch: Der Priestermangel lässt Gemeinden neue Feiern an Ostern erproben. Die katholische Pfarrei in Zeitz (Sachsen-Anhalt) hat es jetzt erstmals gemacht. Warum es trotz anfänglicher Bedenken eine gelungene Premiere war.
Gut 50 Männer und Frauen unterschiedlichen Alters haben sich an diesem Gründonnerstagabend versammelt – sie singen, beten, hören Bibeltexte und halten Mahl miteinander. Fladenbrote machen die Runde. Jeder reißt ein Stück ab und reicht es seinem Nachbarn mit den Worten: „Gott sieht dich und er stärkt dich." Eine Gottesdienstbeauftragte leitet die liturgisch gestaltete Agapefeier zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. „Das ist heute Abend eine Premiere für uns, so waren wir als Glaubensgemeinschaft noch nie zusammen." Die Pfarrei Sankt Peter und Paul Zeitz muss dieses Jahr ohne ihren Pfarrer auskommen, der für drei weit auseinanderliegende Pfarreien zuständig ist.
„In diesem 'Liebesmahl' teilen wir, was für uns grundlegend ist: die geschwisterliche Gemeinschaft, das helfende Miteinander, das Teilen des Wortes, das Teilen des Glaubens, unser Essen und Trinken."
Dazu drei Stimmen von Teilnehmenden:
- Eine ältere Dame sagt begeistert: „Es fühlt sich total authentisch an. Jetzt sind wir richtige Jünger."
- Eine andere sagt: „Ein bisschen muss man sich noch dran gewöhnen, so ohne Pfarrer. Aber ich bin positiv überrascht."
- Eine dritte räumt ein: „Ich bin eher konservativ, und die Eucharistie ist für mich schon der Kern. Ich habe ehrlich mit mir gerungen, ob ich hierherkomme – aber es ist wunderschön!"
- Der gesamte lesenswerte Artikel steht unter: https://katholisch.de/artikel/67991-ostern-feiern-ohne-priester-ein-besuch-im-zeitzer-dom.
- Der Heilige Geist wirkt, und mit ein bisschen Kreativität und Mut, Neues zu probieren, ist vieles möglich! Das erfreut mich und Sie vielleicht auch! - Es ist für mich auch ein Beispiel für „noch vieles andere, was Jesus getan hat (und auch heute tut)!“ (vgl. Schlusssatz des Johannes-Evangeliums / Joh 21,25)
- Direktor Pfarrer Georges Aboud, der einige Zeit im Erzbistum Köln tätig war und uns vor uns dabei auch in Frechen besucht hat, ist nun im vom aktuellen Nahost-Krieg schwer betroffenen und leidenden Libanon tätig.
Er soll heute zu Wort kommen, nachdem ich vergangene Woche von Abt Nikodemus aus Jerusalem berichtet habe. Sein Schreiben zu Ostern liest sich ganz anders als das laute Gebrüll und Getöse „vom großen Sieg über den Feind“, wie es die Mächtigen tun, den Menschlichkeit und Völkerrecht ziemlich egal sind.
„In dieser heiligen Zeit betrachten wir das Geheimnis des Kreuzes – eine Zeit des Leidens, der Prüfung und des Wartens, die jedoch den Weg zur Auferstehung und neuem Leben öffnet. - Auch wir erleben hier im Libanon eine Zeit tiefster Not. Der Krieg hat unermessliches Leid gebracht-. Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren, ganze Wohngebiete wurden zerstört, und selbst Orte der Hilfe und Zuflucht sind nicht verschont geblieben. Die Angst ist zu einem beständigen Begleiter geworden.
Tag und Nacht leben wir in Unsicherheit. Das Geräusch von Drohnen am Himmel erinnert und unaufhörlich daran, wie zerbrechlich unser Alltag geworden ist, Viele Familien wissen nicht, was der nächste Tag bringen wird.
Und dennoch – im Licht der Auferstehung geben wir die Hoffnung nicht auf. Wir glauben fest daran, dass selbst aus Leid neues Leben entstehen kann. (…)
Möge die Freude der Auferstehung Ihre Herzen erfüllen und Ihnen Frieden, Kraft und Zuversicht schenken. Christus ist auferstanden – Halleluja!“
- Ein starkes Glaubenszeugnis! Denken wir an die Menschen im Nahen Osten, wenn wir in den kommenden Tagen wieder Bilder des Krieges sehen! Und bitten wir Gott mit Papst Leo um Frieden und das Ende von Gewalt und Terror!
Hohe Benzinpreise sind teuer und ärgerlich – aber nur wenig Lebenseinschränkung angesichts dessen, was die Menschen im Libanon, Israel, Iran, der Ukraine und anderen Ländern durchmachen müssen!
- Und vergessen wir nicht, wer für das unvorstellbare schreckliche Leid verantwortlich ist: Putin, die Ayatollahs, Trump, Netanyahu und ihre Unterstützer wie Orban und die rechtspopulistischen Sympathisanten in Deutschland und weltweit!
Am 2. Ostersonntag – zum Ende der Oktav, der österlichen Festwoche steht die Begegnung des Auferstanden mit Thomas im Mittelpunkt. Thomas, der die Botschaft Jesu nach Indien gebracht hat, ist ein gläubiger Mann, der hinterfragt – und dann sein Bekenntnis zu Jesus klar auf den Punkt bringt: „Mein Herr und mein Gott.“
- Was ist Ihr persönliches Glaubensbekenntnis? - „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Früher habe ich gedacht, das ist doch ein bisschen übertrieben: „Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles einzeln aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die dann geschriebenen Bücher nicht fassen.“ (Joh 21,25)
Welche Zeichen Jesu sind Ihnen wichtig für Ihren Glauben? Heute denke ich, der Auferstandene hat in den rund 2000 Jahre wirklich so viele Zeichen getan und so viel zum Guten bewegt, dass diese Aussage, dass „die ganze Welt die dann geschriebenen Bücher nicht fassen“ kann, nicht übertrieben ist! Ein paar Beispiel finden Sie allein in diesem Sonntagsgruß…
- Gehen Sie in Ihrem Umfeld mal auf Entdeckungsreise! Sie werden staunen! Die Welt ist nicht nur voller schlechter Nachrichten!
Mit dieser österlichen Spurensuche wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche!
Ihr und euer Christof Dürig
Johannes 20,19-31:
Dies Zeichen sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist
19 Am Abend dieses ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren,
kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen:
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
23 Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.
24 Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf,
war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Die anderen Jünger sagten zu ihm:
Wir haben den Herrn gesehen.
Er entgegnete ihnen:
Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe
und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel
und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
26 Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt
und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen,
trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
27 Dann sagte er zu Thomas:
Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände!
Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite
und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sagte zu ihm:
Mein Herr und mein Gott!
29 Jesus sagte zu ihm:
Weil du mich gesehen hast, glaubst du.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
30 Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan,
die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind.
31 Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt,
dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes,
und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
