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Sonntagsgruß zum 2. Sonntag im Jahreskreis (17.01.21)

von Pfarrer Christof Dürig

 

 

Guten Tag zusammen,

mit dem Fest Taufe des Herrn wurde am vergangenen Sonntag die Weihnachtszeit beendet. Krippen und Weihnachtsbäume sind wieder weggeräumt und die Kirchen wirken auf den ersten Blick leer und nüchtern.  Die liturgische Farbe ist nun Grün und die „Zeit im Jahreskreis“ – der kirchliche Alltag - hat Einzug gehalten… 

Die zurückliegende Advents- und Weihnachtszeit waren anders als gewohnt. Es gibt trotzdem Grund genug allen Dank zu sagen, die mit kreativen und teils alternativen Ideen die Kirchenräume und Gottesdienste mitgestaltet haben: Küster/innen, Kirchenmusiker/in (mit Solisten / Schola / Instrumentalisten), Seelsorger/innen, Krippengestalter/innen, Helfer/innen zur Aufstellung und Schmücken der Christbäume, Blumenschmuck-Gruppen. 

Durch vielfältiges Engagement war es möglich trotz der Corona-Einschränkungen eine adventlich-weihnachtliche Atmosphäre zu gestalten. Krippenbilder mit liebevoll im Detail aufgebaute biblische Szenen als Verkündigung der FROHEN BOTSCHAFT. Eine Bildergalerie auf unserer Internetseite hält dazu eine kleine Rückschau. 

Musikalische Vielfalt – gesanglich und instrumental – berührte die Herzen, auch wenn der Gemeindegesang schmerzlich vermisst wurde… 

Nun zum heutigen Evangelium des 2. Sonntag (Taufe des Herrn zählt als 1. Sonntag im Jahreskreis).  Andreas sagt zu seinem Bruder Simon: „Wir haben den Messias gefunden - das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Christus hin.“  

Im Prolog – der Ouvertüre des Evangeliums - haben wir vom WORT gehört, das bei GOTT war, das MENSCH wurde, das LICHT und LEBEN bedeutet: „Und allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu werden.“ (Joh 1,1-18) 

Hier wird dies konkret und persönlich: Menschen finden Jesus. Sie werden seine ersten Jünger! Und damit können auch wir uns fragen:

Habe ich den Messias gefunden? Christus, den Gesalbten?
Führe ich andere Menschen zu IHM hin?
Habe ich Jesus in meinem Leben / meinem Herzen aufgenommen, um so ein Kind Gottes zu sein?
Einfache, verständliche Fragen kennzeichnen das Gespräch in der Begegnung mit Jesus.

„Wen sucht ihr?“ fragt Jesus.
„Wo wohnst du?“ fragen die Jünger (aus Verlegenheit?) zurück.
Das sind Alltagsfragen. Konkrete Fragen, die allerdings offen sind für das Wesentliche!

Entdecke ich in meinem (Corona-)Alltag Christus? Suche ich ihn?
Wo wohne ich? - Das meint keine Adresse: Straße, Ort und Land! Sondern eher: Wo bin ich zu Hause? Bei Menschen, in bestimmten Situationen, … 
Jesus lädt die beiden Jünger ein zu ihm zu kommen – „und sie bleiben jenen Tag bei ihm“. Aber: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“! (Mt 8,20)  

Im Johannes-Evangelium ruft Jesus nicht direkt („Folge mir nach!“). Johannes der Täufer spürt, dass er Andreas und dem anderen, ungenannten Jünger, nicht das geben kann, was sie suchen. So weist er sie auf Jesus hin: „Seht das Lamm Gottes!“ Und die beiden folgen Jesus…

Dann führt Andreas seinen Bruder Simon zu Jesus, in dem er bekennt: „Wir haben den Messias gefunden.“ Andreas gibt Zeugnis von seinem Glauben. Das überzeugt auch Petrus!   

Bei allen Umbrüchen in Kirche und Welt, bei allem Wandeln und anstehender Veränderung: So geschieht Glaubensweitergabe! So gibt es (überraschende) „Berufungen“! 

Durch Lesen und Meditieren des Evangeliums kann jede/r Schätze im Glauben sammeln und die gemachten Erfahrungen aussprechen und weitergeben. 

Wesentliches fügt Jesus dazu: ER beruft Simon und gibt ihm den Namen „Kephas – Petrus - Fels“. Auch wir haben unsere je eigene Berufung und einen Namen bei Gott. Jesus blickt auch uns an: „Kommt und seht!“ 

So verbinde ich mit diesem Bibeltest meine guten Wünsche für den Sonntag und die Woche! Herzliche Grüße!  

Christof Dürig

 

 

Johannes 1,35-42:

Sie folgten Jesus und sahen, wo er wohnte, und blieben bei ihm

 

35 Am Tag darauf stand Johannes wieder dort 

und zwei seiner Jünger standen bei ihm.

36 Als Jesus vorüberging, 

richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: 

Seht, das Lamm Gottes!

37 Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.

38 Jesus aber wandte sich um, und als er sah, 

dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: 

Was sucht ihr?

Sie sagten zu ihm: 

Rabbi - das heißt übersetzt: 

Meister -, wo wohnst du?

39 Er sagte zu ihnen: 

Kommt und seht!

Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm;

es war um die zehnte Stunde.

40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, 

die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.

41 Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon 

und sagte zu ihm: 

Wir haben den Messias gefunden - das heißt übersetzt: Christus.

42 Er führte ihn zu Jesus. 

Jesus blickte ihn an und sagte: 

Du bist Simon, der Sohn des Johannes, 

du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.